Nasa: Curiosity soll am 25. November zum Mars fliegen
Mars-Rover Curiosity: In neun Monaten auf dem Mars (Bild: Nasa)

Nasa Curiosity soll am 25. November zum Mars fliegen

In zwei Wochen soll es losgehen: Die Nasa hat den Starttermin für die Marsmission auf den 25. November 2011 festgesetzt. Der Marsrover ist verstaut und startklar.

Anzeige

Das mobile Mars Science Laboratory (MSL), auch Curiosity genannt, ist bereit für den Start. Der Marsrover ist in einer Transportkapsel verpackt und diese wurde auf die Trägerrakete aufgesetzt. Den Starttermin hat die US-Weltraumbehörde Nasa für den 25. November 2011 festgesetzt.

Startfenster bis zum 18. Dezember

Um 10:25 Uhr Ortszeit (18:25 mitteleuropäischer Zeit) soll die Atlas-V-Rakete vom Startplatz in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus abheben und Curiosity auf den Weg Richtung Mars bringen. Sollte das Wetter an diesem Freitag nicht mitspielen oder andere Probleme auftauchen, gebe es noch Startgelegenheiten bis zum 18. Dezember, erklärte Pete Theisinger, MSL-Projektmanager beim Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien.

  • Jetzt kann es losgehen: Die  Trägerrakete ist startklar. (Foto: Nasa)
  • Zuvor musste der Marsrover Curiosity verpackt werden. (Foto: Nasa)
  • Als nächstes wurde er mit der Abstiegsstufe verbunden. (Foto: Nasa)
  • Beide Komponenten kamen in eine Kapsel, die unten mit einem Hitzeschild verschlossen wurde. (Foto: Nasa)
  • Oben auf der Kapsel sitzt das Marschflugmodul, das den Flug zum Mars steuern wird. (Foto: Nasa)
  • Alles zusammen kommt in einen Transportkonus. (Foto: Nasa)
  • Auf dem Weg zur Trägerrakete. (Foto: Nasa)
  • Die Transportkapsel wird auf die Trägerrakete gehoben (Foto: Nasa)
Jetzt kann es losgehen: Die Trägerrakete ist startklar. (Foto: Nasa)

Gut ein dreiviertel Jahr soll der Flug des Rovers dauern: Im August 2012 soll er auf unserem Nachbarplaneten ankommen. Er tritt mit der Transportkapsel in die Marsatmosphäre ein, wobei ein Hitzeschild verhindern soll, dass das Fahrzeug verglüht. Ein Fallschirm, der an der Kapsel befestigt ist, wird sich kurz vor dem Aufprall auf der Oberfläche öffnen und den Fall bremsen. Etwa 20 Meter über dem Boden werden Curiosity und die Abstiegsstufe, eine Art raketenangetriebener Kran, ausgeklinkt. Die Raketen fangen den freien Fall ab und der Kran lässt den Rover sicher auf die Marsoberfläche hinunter.

Suche nach Spuren von Leben und Wasser

Als Landeplatz wurde Krater Gale auserkoren, der etwas südlich des Marsäquators liegt. Von dort aus wird Curiosity seine Forschungsmission starten, die ein Marsjahr dauern soll. Das sind 687 Erdtage. Ziel ist es, herauszufinden, ob auf dem Mars einmal Bedingungen herrschten, die die Entwicklung von Leben ermöglichten und ob es noch Hinweise auf diese Bedingungen und Organismen gibt. Schließlich soll er auch Wasser aufspüren.

Der Curiosity ist 3,1 Meter lang, 2,7 Meter breit und wiegt 900 Kilogramm und ist damit deutlich größer als die beiden Vorgänger Spirit und Opportunity. Der Marsrover verfügt über einen Mast, an dem mehrere Kameras befestigt sind. Diese befinden sich gut 2 Meter über dem Boden und ermöglichen so einen Überblick. Für den Transport ist der Mast umgeklappt.

Roboterarm und Bordlabor

Zudem verfügt das Fahrzeug über einen 2,1 Meter langen Roboterarm, mit dem der Rover den Marsboden erforschen und Proben entnehmen wird. Im Bordlabor Sample Analysis at Mars werden diese dann untersucht. Insgesamt hat Curiosity zehn wissenschaftliche Instrumente an Bord. Curiosity fährt auf sechs Rädern über den Mars. Als Energiequelle dient eine Radionuklidbatterie, die die Wärme, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht, in elektrische Energie umwandelt.

Bleibt zu hoffen, dass die Mission in zwei Wochen mehr Erfolg haben wird, als die russische Marsmission Phobos-Grunt, die gerade zu scheitern droht.


jangnisleh 14. Nov 2011

Nö, zumindest nicht offensichtlich. Was interessiert es den Mars, ob die Russen etwas...

blubberlutsch 13. Nov 2011

Warum immer diese Menschenfeindlichkeit? ;) Ist doch egal, wenn wir unseren Planeten...

Der mit dem Blubb 13. Nov 2011

Zu spät, die Anmeldung ist vorbei. http://marsparticipate.jpl.nasa.gov/msl/participate...

c3rl 12. Nov 2011

Der Kran entfernt sich vom Rover und stürzt ca. 2-3 Kilometer von ihm entfernt ab.

j0ed0e 12. Nov 2011

....könnten sie bestimmt ein Verkaufsverbot für die Atlas V einklagen (ohne Bilder zu...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  2. Informatikerin / Informatiker oder Wirtschaftsinformatikerin / Wirtschaftsinformatiker
    Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg
  3. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
    Universität Passau, Passau
  4. JAVA Softwareentwickler (m/w)
    MPDV Mikrolab GmbH, Heimsheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren

  2. Highway Signs

    Wiko zeigt neues Smartphone, legt beim Marktanteil zu

  3. Für Core i7-5960X

    X99-Mainboards ab 200 Euro oder mit Streaming-CPU

  4. Deutschland

    Mehrheit der Milliarden Pakete sind Onlinebestellungen

  5. Capcom

    Gameplay aus Resident Evil

  6. Broadcom Wiced Sense

    Externes Sensorpaket für Bluetooth-LE-Geräte

  7. Security

    Promi-Bilder angeblich aus der iCloud gestohlen

  8. Wegen Landmangels

    Schwimmende Solarkraftwerke in Japan geplant

  9. Studie

    Markt für Spiele-Apps wächst um 133 Prozent

  10. Rollenspiel

    Icewind Dale mit neuen alten Quests



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Qnap QGenie im Test: Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
Qnap QGenie im Test
Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
  1. Qnap QGenie NAS-System für die Hosentasche
  2. HS-251 Qnap beschleunigt lüfterloses NAS-System
  3. QNAP TS-EC1080 Pro Erweiterbares NAS-System im Tower mit mSATA-Plätzen

Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
Kinkobox angeschaut
E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
  1. IT-Sicherheitsgesetz Telekomfirmen müssen Nutzer über Cyberangriffe informieren
  2. IT-Sicherheitsgesetz Unternehmen dürfen ungefährliche Angriffe anonym melden
  3. Cryptophone Telekom mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Smartphones

Neues Instrument Holometer: Ist unser Universum zweidimensional?
Neues Instrument Holometer
Ist unser Universum zweidimensional?
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  3. Nahrungsmittel Trinken statt Essen

    •  / 
    Zum Artikel