Robotik Drohne hilft bei der Erkennung von Flächenbränden

US-Wissenschaftler haben ein System entwickelt, das der Feuerwehr bei der Bekämpfung von Flächenbränden helfen soll: Eine Drohne nimmt aus der Luft Bilder eines Feuers auf. Auf dem Computer wird das Ausmaß des Feuers in Google Earth angezeigt. Eine Software errechnet, wie es sich weiter ausbreitet.

Anzeige

Brände zerstören immer wieder große Flächen an Wald und Natur in den USA. Oft genug kommen sie auch Städten gefährlich nahe. Bei Flächenbränden werden jedoch bisher keine Drohnen zur Aufklärung eingesetzt. Das wollen Wissenschaftler der Universität von Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio ändern: Sie haben ein System entwickelt, das der Feuerwehr einen Überblick über einen Waldbrand liefern soll.

Eine Stunde Flugzeit

Im Zentrum steht ein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) des US-Herstellers Marcus UAV. Die Drohne hat eine Spannweite von 1,37 Meter und wiegt knapp 2,3 Kilogramm. Sie erreicht eine Geschwindigkeit von rund 56 Kilometern pro Stunde und kann etwa eine Stunde im Einsatz sein.

 
Video: Start einer Drohne von Marcus UAV

Die Drohne kann bis in eine Höhe von 254 Meter steigen. Für ihre Zwecke reiche es jedoch aus, wenn sie in einer Höhe von etwa 150 Metern unterwegs sei, sagt Projektleiter Kelly Cohen. Das UAV ist mit einer Kamera sowie mit dem Satellitennavigationssystem GPS ausgestattet.

Bilder und Vorhersage

Die Drohne kreist über dem Feuer und funkt Videobilder des Feuers und ihre Positionsdaten an einen Computer. Der führt diese mit den Wetterdaten der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zusammen und zeigt das Ausmaß des Feuers auf Google Earth an. Eine Software errechnet schließlich, wie sich das Feuer weiter ausbreiten wird. Auf Basis dieser Informationen sollen dann Entscheidungen von der Einsatzleitung besser getroffen werden können.

Sie hätten ein Komplettsystem geschaffen, erklärt Cohen. "Es ist kostengünstig und risikoarm. Das ist in diesem Fall wichtig, da die Technik zwar vorhanden ist, aber Feuerwehrleute moderne Technik nicht so schnell annehmen." Die Wissenschaftler könnten aber zeigen, dass das System, das den Namen Surveillance for Intelligent Emergency Response Robotic Aircraft (Sierra) trage, funktioniere.

Brand erkennen

Eine der großen Schwierigkeiten bei der Bekämpfung von Feuern in der Natur sei, das Ausmaß des Feuers abzuschätzen, sagt Cohen. Zum einen sei es gerade in gebirgigem Gelände nur schwer erkennbar, wo es brenne. Hinzu komme der Rauch, der sich in Schwaden über die Landschaft lege. Mit Hilfe von Sierra soll das Abschätzen vereinfacht werden.

Cohen und seine Kollegen haben Sierra in der vergangenen Woche bei einem kontrollierten Feuer im US-Bundesstaat West Virginia getestet.


wuschti 11. Nov 2011

Klar, mit integriertem, hochsensiblen Paranoia-Detektor :)

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager (m/w) Wechselprozesse in SAP IS-U
    über InterSearch Personalberatung GmbH & Co. KG, Norddeutschland
  2. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  3. Senior System Architect (m/w)
    PAYBACK GmbH, Munich
  4. Netzwerk Administrator (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, keine Angabe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

    •  / 
    Zum Artikel