Peter Jackson und Steven Spielberg auf der Comic Con 2011
Peter Jackson und Steven Spielberg auf der Comic Con 2011 (Bild: Mike Blake/Reuters)

Der Hobbit Peter Jackson will das 3D-Kino revolutionieren

Peter Jacksons Romanverfilmung von J.R.R. Tolkiens Der kleine Hobbit wird neue Maßstäbe im 3D-Kino setzen. Und das nicht nur, weil mit Red-Epic-Kameras in 5k-Auflösung und mit 48 Bildern/s gedreht wird.

Anzeige

Wie James Cameron zählt auch Filmregisseur und -produzent Peter Jackson zu den Menschen, die das 3D-Kino der Zukunft formen und neue Maßstäbe bei der räumlichen Wirkung ihrer Filme setzen. Das vierte offizielle Videoblog von Jacksons Der-Hobbit-Filmcrew lässt erahnen, was Fantasy- und Stereoskopiefans zum Kinostart 2012 zu erwarten haben.

Der Hobbit (engl. "The Hobbit") ist einer der ersten Filme, wenn nicht gar der erste Film, bei dem 3D von Anfang berücksichtigt wurde. Das soll in allen Teilen der Filmproduktion von der Konzeptzeichnung über den Dreh bis zur Postproduction von Der Hobbit der Fall sein. 3D-Brillen gehören damit zur Standardausstattung schon während der Kameraaufnahmen.

Höher und schneller

Eine der Besonderheiten: Während der Videoaufzeichnung können Jackson und sein Kamerateam in Echtzeit die räumliche Wirkung verändern. Das ist möglich, indem der Abstand zwischen den beiden Kameras mittels Motor und Regler verkleinert oder vergrößert wird. Damit wird auch der 3D-Effekt verringert oder verstärkt und es ist möglich, den Fokuspunkt zu verändern. Das soll zu einem natürlichen Bild führen - und beim Dreh nicht länger dauern als bei 2D-Filmen.

Insgesamt arbeitet das Der-Hobbit-Team mit 48 Red-Epic-Kameras, die meisten davon sind paarweise für die beiden Perspektiven des Auges etwa auf Stativen oder Kränen installiert. Die Videobilder werden auf 128-GByte-Speichermodule aufgezeichnet - in einer 5K-Auflösung von 5.120 x 2.700 Bildpunkten und mit 48 Bildern/s (fps).

24, 48 und 60 fps

Bisher gibt es weltweit nur wenige Kinos, die mit 4K-Projektoren bestückt sind. Zudem sind im Kino noch Bildraten von 24 Bildern/s üblich. Der Film Der Hobbit wird damit nicht nur im Bereich 3D Maßstäbe setzen, sondern auch bei der Schärfe des Bildes und der damit flüssigeren und realistischeren Darstellung.

Die aktuell 24 Bilder/s führen etwa dazu, dass schnelle Kameraschwenks aufgrund der zu geringen Zahl an Bildern sehr abgehackt aussehen, so dass darauf in der Regel verzichtet wird. James Cameron will wie Jackson eine weitere Steigerung der Bildrate, er präferiert allerdings 60 Bilder pro Sekunde.

Rothäute und 3D-Klamotten

Weil durch die gewählte Aufzeichnungstechnik Rottöne im Bild geschluckt werden, mussten für das Erreichen natürlicherer Hauttöne die Schauspieler rötlich geschminkt werden. Auch die Kulisse eines düsteren Waldes wurde deshalb übertrieben farblich gestaltet - was für den Kinofilm abgedämpft und darin nicht zu sehen sein wird.

Durch die sehr hohe Kameraauflösung müssen Perücken zudem aus echtem Haar sein, weil sie sonst sofort als künstlich erkannt werden. Bei der 3D-Produktion mussten bei den Kostümen Stoffe gewählt werden, die erträglich für die Augen der Zuschauer sind - Webmuster und Farben haben hier offenbar eine Auswirkung.

Das Ergebnis sollen Zuschauer Ende 2012 im Kino zu Gesicht bekommen, idealerweise mit 3D-Brille.


Nocta 21. Dez 2012

Perpetuum Mobile wäre ein Beispiel. Oder: 3D ohne Brille in der nahen Zukunft...

audiohobbit 21. Nov 2011

Doch, bei Videomaterial, also echtem interlaced Material wo in jedem Halbbild eine andere...

gouranga 15. Nov 2011

Und der kümmert sich jetzt also um den Film?

ThadMiller 15. Nov 2011

Das ist ja alles schön und gut. Körperverletzung ist es trotzdem nicht. Sonst müßte die...

Blair 13. Nov 2011

Denn 99,9 % aller Kinos werden weder die 48 FPS noch die sehr hohe Auflösung zeigen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Professur (m/w) Energy Informatics - Fakultät für Informatik / Kommunikation / Medien
    FH OÖ Studienbetriebs GmbH, Hagenberg (Österreich)
  2. Projektleiter/in im Bereich videobasierte Fahrerassistenzsysteme
    Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. Softwareentwickler/in
    Landeshauptstadt München, München
  4. Senior Software Developer (m/w)
    Empolis Information Management GmbH, Rimpar (bei Würzburg)

Detailsuche


Top-Angebote
  1. TIPP: Kingsman - The Secret Service [Blu-ray]
    11,99€
  2. TOP-PREIS: SAMSUNG UE55JU6050U, 138 cm (55 Zoll), UHD 4K, LED TV, , DVB-T, DVB-T2, DVB-C, DVB-S, DVB-S2
    799,00€ (im Preisvergleich sonst ab 1500,45€)
  3. TIPP: Fast & Furious 7 - Extended Version (inkl. Digital Ultraviolet) [Blu-ray]
    14,99€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Ifa-Ausblick im Video

    Notebook mit Wasserkühlung, ein Smartphone und eine Uhr

  2. Samsung Gear S2 im Hands on

    Drehbarer Ring schlägt Touchscreen

  3. Mobiles Internet

    Vodafone überbrückt Warten auf DSL-Anschluss mit Surfstick

  4. Alienware X51 R3

    Mini-PC setzt auf interne WaKü und externe Grafikkarten-Box

  5. Cross-Site-Scripting

    Netflix stellt Tool zum Auffinden von Sicherheitslücken vor

  6. Asynchronous Shader

    Nvidias Grafikkarten soll eine wichtige DX12-Funktion fehlen

  7. Huawei G8

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 400 Euro

  8. Pioneer XDP-100R

    Android-basierter Hi-Res-Audio-Player

  9. Verbraucherschützer

    Nicht über neue Hardware bei All-IP-Umstellung informiert

  10. Let's Play

    Machinima muss bezahlte Youtube-Videos kennzeichnen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Autonomes Fahren: Wer hat die besten Karten?
Autonomes Fahren
Wer hat die besten Karten?
  1. Nokia Ozo nimmt 360-Grad-Videos in Echtzeit auf
  2. Nokia Here Daimler will eigene Karten aus Angst vor Hackerattacken
  3. Kartendienst Nokia Here geht für 2,5 Milliarden an deutsche Autobauer

Snowden-Dokumente: Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
Snowden-Dokumente
Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
  1. Macbooks IBM wechselt vom Lenovo Thinkpad zum Mac
  2. Liske Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus
  3. IuK-Kommission Das Protokoll des Bundestags-Hacks

Ideapad Miix 700 im Hands On: Lenovo baut ein Surface
Ideapad Miix 700 im Hands On
Lenovo baut ein Surface
  1. Smartphones, Tablets und eine Smartwatch Asus' Zen-Armada
  2. Smartwatches Motorola stellt neue Moto 360 und Moto 360 Sport vor
  3. Notebooks mit neuem Intel-Prozessor Mit Skylake kommt meist USB-Typ-C

  1. Re: versteh ich nicht

    andi_lala | 01:16

  2. Re: Gibst inzwischen eine Lösung für Hausnotrufe?

    TomBe | 01:12

  3. Re: Eigentlich bin ich Nvidia Fan...

    Clarissa1986 | 01:07

  4. Re: Traurige Entwicklung

    Little_Green_Bot | 01:03

  5. Re: Perfekt für jeden, der nichts mit seinem...

    Carl Weathers | 00:57


  1. 22:52

  2. 19:00

  3. 18:14

  4. 18:09

  5. 17:34

  6. 16:42

  7. 16:33

  8. 16:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel