Philips-CEO Frans van Houten unterzeichnet die Joint-Venture-Vereinbarung.
Philips-CEO Frans van Houten unterzeichnet die Joint-Venture-Vereinbarung. (Bild: Philips)

TV-Hersteller Philips lagert sein Fernsehergeschäft aus

Philips wird künftig seine Fernseher nicht mehr selbst entwickeln. Stattdessen soll der Geschäftszweig in ein Joint Venture mit TPV Technology ausgelagert werden.

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Philips überträgt seine ganze Fernsehersparte auf ein Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen TPV Technology. Das neue Unternehmen wird künftig fast weltweit für das Design, die Herstellung, den Vertrieb und die Vermarktung von Philips-Fernsehern zuständig sein. Ausgenommen sind China, Indien, die USA, Kanada, Mexiko und einige südamerikanische Länder.

Die zu Philips Television zählenden Büro-, Fertigungs- und Designeinrichtungen werden dem Joint Venture übertragen. Ebenso sollen die rund 3.500 Philips-Angestellten von dem Gemeinschaftsunternehmen übernommen werden.

  • Philips-CEO Frans van Houten unterzeichnet die Joint-Venture-Vereinbarung mit dem TPV-CEO Jason Hsuan in einer Videokonferenz. (Bild: Philips)
Philips-CEO Frans van Houten unterzeichnet die Joint-Venture-Vereinbarung mit dem TPV-CEO Jason Hsuan in einer Videokonferenz. (Bild: Philips)

Laut Philips' Ankündigung soll die Übergabe des Fernsehergeschäftsbereichs im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Voraussetzung ist, dass Regierungen und Aktionäre den bereits im April 2011 eingeleiteten Verhandlungsergebnissen zustimmen. Das neue Unternehmen soll zu 70 Prozent TPV und zu 30 Prozent Philips gehören.

Finanzielle Details zum Vertrag zwischen Philips und TPV wurden nicht genannt. Philips geht aber davon aus, dass der Verkauf der Fernsehersparte vor Steuern im vierten Quartal ein Minus von 270 Millionen Euro bewirken wird. Zuvor wurden dazu bereits Belastungen in Höhe von 110 Millionen Euro ausgewiesen.

Philips-Chef Frans van Houten zeigt sich zufrieden mit der Vereinbarung. Sie ermögliche es dem Unternehmen, sich nun auf den Ausbau von Führungspositionen in den Geschäftsbereichen Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting zu konzentrieren. Seine medizinischen Produkte, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Beleuchtungstechnik wird Philips damit weiterhin selbst entwickeln.

Philips-Konkurrent Sony will sich offenbar aus einem ähnlichen Joint Venture mit Samsung Electronics wieder zurückziehen und selbst keine LCD-TV-Panels mehr herstellen. Einem Bericht aus Japan zufolge wird der Elektronikkonzern LCD-Fernseher künftig zwar noch selbst entwickeln, aber keine Kernkomponenten mehr fertigen.


nicoledos 02. Nov 2011

Mich wundert da nichts. Dort scheint doch schon seit Jahren ein Wettbewerb zwischen den...

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