Datenschutz Schutz der Privatsphäre fällt Nutzern schwer

Wie einfach ist es, beim Surfen die Privatsphäre zu schützen? Mit dieser Frage haben sich US-Forscher beschäftigt. Sie testeten die Datenschutzeinstellungen unter anderem der Browser Firefox 5 und Internet Explorer 9 und mehrere entsprechende Programme - und fanden heraus, dass diese nicht sehr nutzerfreundlich sind.

Anzeige

Der Schutz privater Daten ist im Internetzeitalter wichtig, viele Browser bieten entsprechende Einstellungen, um die Privatsphäre zu schützen. Daneben stehen viele Plugins und Programme zur Verfügung, die beispielsweise dafür sorgen, dass Websitebetreiber nicht zu viele Informationen über die Nutzer sammeln. Diese seien aber für die Nutzer häufig zu schwer zu bedienen, kritisieren Lorrie Cranor und ihr Team von der Carnegie-Mellon-Universität (CMU) in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Mit der Zunahme des sogenannten Online Behavioral Advertising (OBA), der Werbung auf der Basis des Nutzerverhaltens, versuchen mehr Nutzer, ihre Privatsphäre zu schützen, indem sie den Werbeanbietern die Datensammlung untersagen oder Werbung ganz ausblenden. Die CMU-Wissenschaftler haben mehrere entsprechende Werkzeuge sowie Browser untersucht, die solche Funktionen anbieten.

Schwächen in der Nutzerfreundlichkeit

Das Ergebnis ist nicht sehr ermutigend: Für den Durchschnittsnutzer ist Datenschutz schwierig. "Das Ergebnis war, dass die Anleitung die meisten Testpersonen verwirrte und sie Schwierigkeiten hatten, die Werkzeuge richtig zu installieren. Oft wählten sie Einstellungen, die die Privatsphäre nicht so stark wie erwartet oder überhaupt nicht schützten", erzählt Cranor, Leiterin des Cylab Usable Privacy and Security Laboratory. Ihr ernüchterndes Resümee: "Alle neun von uns getesteten Werkzeuge haben ernste Schwächen in der Nutzerfreundlichkeit."

Die Wissenschaftler hatten die Datenschutzeinstellungen der Browser Firefox 5 und Internet Explorer 9 getestet. Hinzu kamen die Programme DAA Consumer Choice, Evidon Global Opt-Out und Privacy Mark, die ein Cookie setzen und so verhindern, dass Werbung angezeigt wird, sowie Ghostery 2.5.3, TACO 4.0, Adblock Plus 1.3.9 und IE9 Tracking Protection, die verhindern sollen, dass Websites das Nutzerverhalten aufzeichnen.

Es werde zwar Aufwand für die Schaffung von Werkzeugen investiert, um die Privatsphäre zu schützen. Der aber sei vergebens, wenn die Entwickler nicht mehr Wert auf Usability legten, sagte Cranor. Die Ergebnisse ihrer Tests haben die Forscher in der Studie Why Johnny Can't Opt Out (etwa: Warum Johnny nicht widersprechen kann) zusammengefasst.


S-Talker 03. Nov 2011

...mehr darf es nicht geben, damit das Ganze benutzerfreundlich ist. Denn jede weitere...

Dadie 02. Nov 2011

Die Programme sind nicht benutzerfreundlich oder besser gesagt, sie haben mehr als eine...

Raketen... 02. Nov 2011

System Fonts: Das reisst es richtig runter und am Ende bin ich zu circa 90...

Kommentieren



Anzeige

  1. Developer SAP ERP (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning Raum München
  2. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  3. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  4. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Statt Asus

    Google will Nexus 8 angeblich mit HTC produzieren

  2. 25 Jahre Gameboy

    Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste

  3. Digitalkamera

    Panono macht Panoramen im Flug

  4. Nach EuGH-Urteil

    LKA-Experten wollen weiter Vorratsdatenspeicherung

  5. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  6. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  7. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  8. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  9. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  10. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Bleichenbacher-Angriff TLS-Probleme in Java
  2. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  3. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel