Anzeige
Krishna Naishadham zeigt einen Prototyp des funkenden Sprengstoffsensors.
Krishna Naishadham zeigt einen Prototyp des funkenden Sprengstoffsensors. (Bild: Georgia Tech Photo/Gary Meek)

Nanotechnik Tintenstrahler druckt Sprengstoffsensor

Amerikanische Forscher haben einen Sprengstoffsensor entwickelt, der mit Tintenstrahldrucktechnik auf Papier ausgedruckt werden kann. Die Meldung über einen Bombenfund erfolgt per Funk.

Anzeige

Wissenschaftler am Georgia Institute of Technology in den USA haben einen Funksensor entwickelt, der Sprengstoffspuren entdecken und melden kann. Der Sensor besteht aus Kohlenstoff-Nanoröhren und wird mit normaler Tintenstrahldrucktechnick zu Papier gebracht.

  • Xiaojuan (Judy) Song (l.) und Krishna Naishadham zeigen zwei Versionen des Sprengstoffsensors. (Bild: Georgia Tech/Gary Meek)
  • Krishna Naishadham (l.) und Xiaojuan (Judy) Song zeigen zeigen zwei Versionen des Sprengstoffsensors. (Bild: Georgia Tech/Gary Meek)
  • Professor Manos Tentzeris (l.) und Rushi Vyas arbeiten mit dem Tintenstrahldrucker, der Schaltkreise und Antennen drucken kann. (Bild: Georgia Tech)
Xiaojuan (Judy) Song (l.) und Krishna Naishadham zeigen zwei Versionen des Sprengstoffsensors. (Bild: Georgia Tech/Gary Meek)

Nach Angaben von Krishna Naishadham vom Georgia Tech Research Institute (GTRI) stellt der jetzt vorgestellte Prototyp einen wichtigen Schritt zur Entwicklung von Funksensoren für Sprengstoffe dar, die eine Erkennung auch aus sicherer Entfernung möglich machen. Der Strom für den Sensor könnte zum Beispiel aus Dünnfilmbatterien, Solarzellen oder anderen Techniken kommen. Künftig könnte er auch passiv arbeiten, wie zum Beispiel ein RFID-Modul.

Das Funkmodul, mit dem der Sensor kommunizieren kann, besteht aus einer leichten Antenne, die mit einem Tintenstrahler auf Fotopapier gedruckt wurde. Die Drucktechnik wurde von Professor Manos Tentzeris vom Fachbereich Georgia Tech School of Electrical and Computer Engineering entwickelt.

Der eigentliche Sensor besteht aus winzigen Kohlenstoffröhrchen, die von Xiaojuan (Judy) Song am GTRI weiterentwickelt wurden. Nach Angaben von Tentzeris ist der Sensor in der Lage, auch kleinste Ammoniumspuren bis zu 5 ppm (Parts per Million) festzustellen.

Beschichtete Kohlenstoffröhrchen als Ammonium-Detektoren

Beim Drucken der Schaltkreise und Antennenelemente verwendete Tentzeris neuartige Tinten, die Silbernanopartikel in einer Emulsion enthalten, die vom Drucker bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen von rund 100 Grad Celsius aufgebracht werden kann. Die optimale Viskosität und Homogenität erzielt der Produktionsprozess nach Angaben von Gizmag durch eine Ultraschallbehandlung.

Naishadham erklärte, dass die gleiche Tintenstrahldrucktechnik auch für die Aufbringung der Kohlenstoffröhrchen genutzt wird. Ihr Durchmesser liegt bei rund einem Milliardstel Meter oder einem 1/50.000tel eines menschlichen Haares. Sie werden mit einem leitenden Polymer überzogen, das Ammonium anzieht. Die Röhrchen werden in Form einer wasserbasierten Tinte auf den Papierträger aufgebracht.

Theoretisch könnten auch andere Sensoren mit der Technik hergestellt werden, die auf andere Stoffe, wie etwa auf gefährliche Gase im Haushalt, reagieren.


eye home zur Startseite
Juzam 01. Nov 2011

Bei uns in der Uni sprayen sie die mitm Paintbrush.

Kommentieren



Anzeige

  1. Project Director (m/w) Serialization Pharmaceuticals EMEA
    Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg
  2. Solution Inhouse Consultant PLM (m/w)
    Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  3. Software-Architekt/in für Bremssysteme
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Softwareentwickler Automotive (m/w)
    Bertrandt Services GmbH, Karlsruhe

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Konkurrenz für Bandtechnik

    EMC will Festplatten abschalten

  2. Mobilfunk

    Telekom will bei eSIM keinen Netzwechsel zulassen

  3. Gründung von Algorithm Watch

    Achtgeben auf Algorithmen

  4. Mobilfunk

    Störung zwischen E-Plus-Netz und Telekom

  5. Bug-Bounty-Programm

    Facebooks jüngster Hacker

  6. Taxidienst

    Mytaxi-Bestellungen jetzt per Whatsapp möglich

  7. Koalitionsstreit über WLAN

    Merkel drängt auf rasche Einigung zu Störerhaftung

  8. Weltraumteleskop Hitomi

    Softwarefehler zerstört japanisches Röntgenteleskop im Orbit

  9. Sailfish OS

    Jolla sichert sich Finanzierung über 12 Millionen US-Dollar

  10. Lede Project

    OpenWRT-Kernentwickler starten eigenen Fork



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nordrhein-Westfalen: Deutsche Telekom beginnt mit Micro-Trenching für Glasfaser
Nordrhein-Westfalen
Deutsche Telekom beginnt mit Micro-Trenching für Glasfaser
  1. DNS:NET "Nicht jeder Kabelverzweiger bekommt Glasfaser von Telekom"
  2. Glasfaser Swisscom erreicht 1,1 Millionen Haushalte mit FTTH
  3. FTTH Deutsche Glasfaser will schnell eine Million anschließen

Spielebranche: "Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
Spielebranche
"Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
  1. Neuronale Netze Weniger Bugs und mehr Spielspaß per Deep Learning
  2. Spielebranche "Die große Schatztruhe gibt es nicht"
  3. The Long Journey Home Überleben im prozedural generierten Universum

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Kaspersky-Analyse Fast jeder Geldautomat lässt sich kapern
  2. Alphabay Darknet-Marktplatz leakt Privatnachrichten durch eigene API
  3. Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen will 13.500 Cyber-Soldaten einstellen

  1. Re: Glasfasern sind gefährlich.

    Flyns | 03:00

  2. Re: Kein Softwarefehler, Ingenieursfehler!

    mgra | 02:29

  3. Re: Ha! Das war doch die ABSICHT hinter der eSIM!

    plutoniumsulfat | 02:16

  4. Re: Joa, wow

    plutoniumsulfat | 02:14

  5. Re: Kundenfreundlichkeit?

    quineloe | 02:10


  1. 19:01

  2. 16:52

  3. 16:07

  4. 15:26

  5. 15:23

  6. 15:06

  7. 15:06

  8. 14:17


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel