Test: Huaweis Android-Smartphone Vision setzt auf Design
Das Vision von Huawei setzt vor allem auf das Design. (Bild: Huawei)

Test Huaweis Android-Smartphone Vision setzt auf Design

Das Android-Smartphone Vision von Huawei soll vor allem mit einem hochwertigen Design punkten. Das schicke Aussehen hat aber auch einen entscheidenden Nachteil.

Anzeige

Mit dem Smartphone Vision will Huawei in das mittlere Preissegment einsteigen und Käufer vor allem mit dem Design locken. Dazu wurde das Vision mit einem Unibody-Gehäuse aus Aluminium ausgestattet und sticht damit durchaus hervor. Das Smartphone mit aktuellem Android 2.3.5 hat dafür aber andere Schwächen.

Das Gehäuse ist aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst und hat eine gebürstete Oberfläche. Der Nachteil des Designs ist, dass sich der Lithium-Ionen-Akku mit 1.400 mAh nicht vom Anwender austauschen lässt. Die Akkulaufzeit ist im Normalbetrieb ordentlich, teilweise reichte die Akkuladung für eineinhalb bis zwei Tage. Mit einem Gewicht von 121 Gramm wiegt das Vision mehr als 30 Gramm weniger als das Sensation von HTC, das ebenfalls ein Aluminiumgehäuse hat. Das Vision ist aber mit 120 x 60 x 9,9 Millimetern etwas kleiner als das HTC Sensation mit 126 x 65,4 x 11,3 Millimetern.

3D-Karussell dank SPB Shell 3D

Oben und unten sind Aussparungen, die mit schwarzem Plastik abgedeckt sind. In der oberen Abdeckung sind die Linse für die 5-Megapixel-Kamera und der LED-Blitz eingelassen. Darunter sind die Antennen verborgen. Die untere Abdeckung lässt sich entfernen und offenbart den Einschub für die SIM- und für die Micro-SD-Karte. Das Gerät unterstützt Speicherkarten mit bis zu 32 GByte, ansonsten steht ein interner Speicher von 1 GByte zur Verfügung. Wird der Deckel geöffnet, schaltet sich das Smartphone automatisch ab.

Das 3,7-Zoll-Display ist durch eine Glasabdeckung geschützt, die an den Außenrändern nach unten gewölbt ist. Die Auflösung beträgt 480 x 800 Pixel. Die Farben auf dem Display wirken satt und sind blickwinkelstabil. Die Benutzeroberfläche hat Huawei mit der SPB Shell 3D ausgestattet. Diese integriert die Homescreens in einem 3D-Karussell. Die Anzahl der Homescreens lässt sich erweitern. Liegt das Smartphone waagerecht, rotiert das Karussell automatisch durch die Homescreens und startet für jeden eine Animation. Dabei werden beispielsweise Bilder aus der Fotogalerie angezeigt.

Gute Leistung trotz wenig Arbeitsspeicher

Außerdem sind die Telefoneinstellungen in einem eigenen Applet mit dem Namen Extras untergebracht. Dort können Bluetooth oder WLAN sowie der Vibrationsalarm ein- und ausgeschaltet sowie die Displayhelligkeit verändert werden. Die Klangqualität beim Telefonieren war ordentlich.

Trotz vergleichsweise kleinem Arbeitsspeicher - beim Vision beträgt er 352 MByte - starten Anwendungen zügig. Im Browser lässt sich auch bei bildlastigen Webseiten gut scrollen, wenn auch mit kaum wahrnehmbaren Rucklern. Videos, etwa von Youtube, laufen hingegen ruckelfrei und auch Angry Birds lässt sich problemlos spielen. Lediglich im Browser reagierte das Gerät verzögert auf Eingaben.

Im Inneren läuft ein Snapdragon-Prozessor mit einem Kern, der mit 1 GHz getaktet ist. Das Vision unterstützt WLAN nach 802.11b/g/n, Bluetooth 2.1 und HSPA. Für die Videotelefonie steht auf der Vorderseite eine VGA-Kamera bereit.

Das Vision wird ab dem 2. November 2011 für 300 Euro zunächst nur bei Fonic angeboten und später auch bei anderen Anbietern erhältlich sein. Den Listenpreis gibt Huawei mit 350 Euro an.

Fazit

Wirklich Bahnbrechendes bietet das Vision nicht. Das Unibody-Aluminum-Gehäuse sieht zwar schick aus, dass dadurch der Anwender den Akku nicht selbst austauschen kann, relativiert diesen Vorteil aber wieder. Die Verarbeitung des Geräts ist immerhin solide und macht einen hochwertigen Eindruck.

Die mit der SPB 3D Shell erweiterte Benutzeroberfläche ist ansehnlich. Normalerweise kostet die Shell etwas mehr als zehn Euro im Android Market. Die teils zeitversetzte Reaktion auf Eingaben im Browser trübt das Bild zwar ein wenig, sonst reagiert das Gerät aber zügig auf Eingaben, selbst in der SPB Shell 3D.

Das Huawei Vision ist für den Preis ab 300 Euro ein durchaus ansehnliches und funktionales Gerät.


zZz 05. Nov 2011

leider kein einzelfall in androidland http://theunderstatement.com/post/11982112928...

ulkfisch 02. Nov 2011

Ein weit verbreiteter Irrglaube, das Kartenmaterial wird natürlich nicht in den App...

rms69 01. Nov 2011

das Huawei Vision ist nach dem technischen Daten mit dem HTC DesireS und nicht mit dem...

.02 Cents 01. Nov 2011

Ja wenn ich weit ab von der Zivilisation Youp*** browsen will, dann ist die Restlaufzeit...

Non_Paternalist 01. Nov 2011

Scheint doch ganz ordentlich zu sein, das Teil. Ottonormalanwender dürfte damit durchaus...

Kommentieren


Prepaid Tarife Vergleich / 03. Nov 2011

Fonic mit neuen Prepaid-Handy: Huawei Vision



Anzeige

  1. Senior Referent - Servicereporting Service Center (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  2. Software-Entwickler (m/w) Embedded Systems
    Gebrüder Frei GmbH & Co., Albstadt
  3. SAP SD / CRM Inhouse Berater (m/w)
    Thalia Holding GmbH, Hagen
  4. Technischer Projekt Manager (m/w) Online Services
    Alltrucks GmbH und Co. KG über IRC International Recruitment Company Germany GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bedeutungsverlust

    Google-Plus-Profil für Gmail kein Zwang mehr

  2. Mehr Lohn

    Neue mehrtätige Streikwelle bei Amazon Deutschland

  3. Holzleim

    Fingerabdrucksensor des iPhone 6 ausgetrickst

  4. Virtual-Reality-Brille

    Oculus Crescent Bay mit besserem Display und Kopfhörern

  5. Electric Blue

    Elektroauto bricht Geschwindigkeitsrekord

  6. Soziale Netzwerke

    Offline-Freund bleibt wichtiger als Online-Freund

  7. Internet-Partei

    Kim Dotcom scheitert bei Wahl in Neuseeland

  8. SpaceX

    Privater Raumfrachter Dragon zur ISS gestartet

  9. NSA-Affäre

    Staatsanwaltschaft ermittelt nach Cyberangriff auf Stellar

  10. HP Elitepad 1000 G2 im Test

    Praktisches Arbeitsgerät dank Zubehör



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Hyrule Warriors: Gedrücke und Gestöhne mit Zelda
Test Hyrule Warriors
Gedrücke und Gestöhne mit Zelda
  1. Mario Kart 8 Rennen mit Link und Prinzessin Peach
  2. Nintendo Streit um Smartphone-Spiele und das Internet

DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel: Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel
Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
  1. Miraisens Virtuelle Objekte werden ertastbar
  2. Autodesk Pteromys konstruiert Papiergleiter am Computer

Rezension What If: Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
Rezension What If
Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
  1. Physik Zeitreisen ohne Paradoxon
  2. Transistoren Rechnen nach dem Schmetterlingsflügel-Prinzip
  3. MIT-Algorithmus Wie rotiert Schrott in Schwerelosigkeit?

    •  / 
    Zum Artikel