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Artwork des Fedora-Projekts
Artwork des Fedora-Projekts (Bild: liquidat / Wikimedia.org)

Fedora: Binärdateien alle in /usr/bin

Artwork des Fedora-Projekts
Artwork des Fedora-Projekts (Bild: liquidat / Wikimedia.org)

Künftig sollen alle Binärdateien von Fedora im Ordner /usr/bin abgelegt werden. Das schlagen einige Entwickler der Linux-Distribution vor und verweisen auf diverse Vorteile.

Die Entwickler der Linux-Distribution Fedora diskutieren das Verschieben sämtlicher Binärdateien und Werkzeuge in das Verzeichnis /usr. Dabei werden die Ordner für Binärdaten /bin und /sbin in /usr/bin zusammengefasst und auch /lib und /lib64 werden nach /usr verschoben. Die Neuordnung der Verzeichnisse soll vor allem eine Vereinfachung sein.

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Unterteilung in /bin und /sbin

Auch der Red-Hat-Angestellte Lennart Poettering spricht sich für den Vorschlag aus und fasst einige der Argumente der Diskussion in einem Mailinglisteneintrag zusammen. Demnach bereitet die Trennung in /sbin und /bin Entwicklern häufig Probleme. Denn sie müssen dabei bedenken, ob ihr Programm stets nur mit Administratorrechten ausgeführt wird oder auch aus irgendeinem Grund mit Nutzerrechten ausgeführt werden muss. Das führt zu Problemen und Verwirrung, deshalb legt der Init-Daemon Systemd auch keine Dateien in /sbin an.

Ebenso sei die Trennung in /bin und /sbin ohnehin obsolet, schreibt Poettering. Denn diese spiele lediglich in der "$PATH"-Variablen ein Rolle. Im Fall von Fedora jedoch sind beide Verzeichnisse in der "$PATH"-Variablen vorhanden und die Dateien darin somit für den Nutzer erreichbar. Ein eventuelles Verstecken von Dateien in /sbin aus Sicherheitsgründen funktioniere in Fedora also nicht und ergebe auch generell wenig Sinn, schreibt Poettering.

Bootprozess

Für den Bootvorgang sollten die Dateien im Wurzelverzeichnis ein Minimalsystem bilden, das sämtliche anderen Dateien des Betriebssystems in /usr findet. Dies habe jedoch nie richtig funktioniert und sei auch nicht mehr nötig, bemerkt Poettering. Denn das minimale System zum Booten sei Initrd, ein anderes werde also nicht benötigt.

Auch würden keine Hacks mehr benötigt, um verschiedene Verzeichnisse während des Bootvorgangs einzuhängen. Das gesamte Betriebssystem könne so nur lesbar (read-only) eingehängt werden, da sich die relevanten Dateien in einem Ordner befänden.

Ein weiterer Aspekt, der für den Vorschlag spricht, betreffe die Snapshot-Funktion von Dateisystemen, etwa Btrfs. Statt der derzeit nötigen Snapshots von fünf Ordnern reiche einer. Das wiederum vereinfache das Anlegen eines Schnappschusses des gesamten Betriebssystems.

Wenig Probleme für Entwickler

Einige Tests der Entwickler zeigten bereits, dass das Zusammenfügen nur sehr wenige Probleme bereiten würde. Ebenso sei die nötige Entwicklungsarbeit klar definiert und daher überschaubar. Außerdem hätten sich bereits Fedora-Entwickler bereiterklärt, die nötige Arbeit zu übernehmen. Für Poettering spricht also nichts gegen die Umsetzung des Vorschlags.

Die Entwickler planen die Umsetzung ihres Vorschlags bereits in Fedora 17, das im Mai 2012 erscheinen soll. Ob die neue Ordnerstruktur tatsächlich so schnell umgesetzt werden kann, ist fraglich. Dass die Fedora-Entwickler jedoch gewillt sind, das Wurzelverzeichnis ihrer Distribution neu zu organisieren, zeigte sich bereits mit der Einführung des Ordners für Laufzeitdaten /run.


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SSD 12. Nov 2011

Was braucht man denn für Sachen vor dem Init? Und was hast du wann warum von Hand...

Hello_World 03. Nov 2011

Blödsinn, nur weil ein Programm in /opt statt in /usr liegt, lässt es sich doch nicht...

SSD 02. Nov 2011

oh ok wenn man für das jeweilige Programm Symlinks macht, dann hat man sowas wie ein...

tendenzrot 01. Nov 2011

Die Argumentation, dass bei Fedora sowieso schon alles in der $PATH-Variablen enthalten...

hb 01. Nov 2011

Oh, ja, erst für jeden Pfad "which" aufrufen zu müssen ist natürlich eine großartige...



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