Solid State Drives Intels SSD-Toolbox 3.0 ist fertig

Mit der Version 3.0 hat Intel seine SSD-Toolbox vollständig überarbeitet. Neben einer neuen Gestaltung gibt es auch Einblicke in mehr Smart-Daten und integrierte Firmwareupdates sowie sicheres Löschen von SSDs.

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Die SSD-Toolbox ist ein kostenloses Programm von Intel, das zur Verwaltung der Solid-State-Drives des Unternehmens dient. Es steht nun in der neuen Version 3.0 zum Download bereit. Intel hat das vorher recht nüchtern in Schwarz-Weiß gehaltene Programm völlig neu gestaltet, es ähnelt nun dem Aero-Design von Windows 7.

Neben der neuen Optik gibt es aber auch neue Funktionen. Am auffälligsten ist der Knopf "Firmware-Update", der mit einem Ausrufezeichen darauf hinweist, wenn es für das Laufwerk eine neue Firmware gibt, was bei Intel-SSDs manchmal dringend nötig ist. Über die SSD-Toolbox lässt sich das Update dann auch sofort installieren. Bevor das geschieht, ist jedoch ein vollständiges Backup auf einem anderen und sicher verwahrten Datenträger unbedingt empfehlenswert. Das gilt erst recht für "Secure Erase" - diese Funktion löscht Intel-SSDs vollständig.

Einen umfassenderen Einblick in die Smart-Daten der SSD als bei früheren Versionen gibt es nun auch. Dabei ist aber zu beachten, dass die Zähler für Werte wie die Start-/Stop-Zyklen des Laufwerks abstrahiert sind. Intel sieht hier einen Wert von 100 vor, er steht für einen fabrikneuen Zustand. Erst wenn sich der Zähler reduziert, nutzt sich das Laufwerk merklich ab. Die tatsächlichen Daten zeigt die Toolbox in der Spalte "Raw" an. Relevant für die Lebensdauer sind aber die Werte in der Spalte "Normalisiert".

Manuelles Trim auch ohne Windows 7

Die wichtigste Funktion der SSD-Toolbox bleibt auch mit Version 3.0 das manuelle Auslösen des Befehls "TRIM". Damit werden durch das Betriebssystem gelöschte Daten auch wieder für den Flash-Controller als nicht belegt gekennzeichnet. Windows 7 macht das mit den richtigen SATA-Treibern zwar automatisch, andere Betriebssysteme in der Werkseinstellung aber nicht. Intel empfiehlt, die in der Toolbox als "SSD Optimizer" umschriebene Funktion von Trim einmal pro Woche auszulösen, wenn die SSD in einem täglich mehrere Stunden genutzten PC steckt.

Trim ist eine Lösung, um den bei frühen SSDs oft aufgefallenen Leistungsverlust zu verhindern. Wurden diese Laufwerke länger fast vollständig mit Daten gefüllt betrieben, sank auch die Lesegeschwindigkeit neu geschriebener Dateien: Der Controller musste die in vielen Bereichen der Flash-Chips verteilten Daten zusammensuchen. Ein herkömmliches Defragmentierungsprogramm kann dabei nicht helfen, weil es nicht sieht, wie der Flash-Controller die Daten verteilt. Das ist bei jedem dieser Bausteine anders, um durch den Mechanismus des "Wear Leveling" die Flashzellen gleichmäßig abzunutzen.

Auch die SSD-Toolbox 3.0 kann aber den Tempoverlust der ersten Intel-SSDs (X25-M und X25-E) nicht verhindern - diese Laufwerke beherrschen den Trim-Befehl nicht. Der Effekt lässt sich nur verhindern, wenn eine Partition angelegt wird, die mindestens 10 Prozent kleiner als die Kapazität der SSD ist. Dann kann der Controller fast immer auf leere Bereiche zugreifen. Bei moderneren SSDs ist das als "Over Provisioning" bereits einkalkuliert: Sie melden dem PC weniger Kapazität, als ihre Flash-Chips tatsächlich haben.


Shorari 30. Okt 2011

http://communities.intel.com/community/tech/solidstate?view=discussions So wie es...

SoniX 29. Okt 2011

Du bist hier bei Golem. Es würde an ein Wunder grenzen wenn Fehler eingestanden werden...

hackgrid 29. Okt 2011

Welcome to 2011! :)

Gaius Baltar 28. Okt 2011

Der Systemwiederherstellung traue ich nicht, nachdem die mir mal einige persönliche Daten...

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