Proteste in Indien im Jahr 1995
Proteste in Indien im Jahr 1995 (Bild: Sunil Malhotra/Reuters)

Anonymous-Aktion Legale Erfolge gegen Pädophilen-Plattform kaum möglich

Ohne Hackerangriffe sind kaum Erfolge gegen Kinderpornografie-Plattformen zu erzielen, die sich hinter anonymisierenden Netzwerken verstecken. Das haben Ermittler von Naiin eingeräumt. Den Angriff von Anonymous lehnen sie jedoch ab.

Anzeige

Internetermittler können mit legalen Mitteln wenig gegen im Darknet versteckte Pädophilen-Plattformen wie Lolita-City ausrichten. Das sagte ein Sprecher von Naiin, einem Verein für die Missbrauchsbekämpfung der Internetwirtschaft, Golem.de auf Anfrage.

"Das Darknet beziehungsweise die Vorgänge und Inhalte in diesem beschäftigen uns bereits seit geraumer Zeit", sagte der Sprecher. Das Darknet sei mit seiner Struktur des Missbrauchs von anonymisierenden Netzwerken wie Tor, I2P und Freenode dazu geschaffen worden, Maßnahmen, die im offenen "Internet gegen derartige Angebote ergriffen werden können, außer Kraft zu setzen. Die Handhabe wird demnach eingeschränkt. Das Vorgehen ist in jedem Fall zeit- und arbeitsintensiver. Erfolge sind auf legalem Wege nur im Kleinen zu erzielen."

Das Hackerkollektiv Anonymous hatte mit der Operation Darknet Server angegriffen, auf denen Pädophile Informationen und Missbrauchsabbildungen austauschen, und Nutzerdaten veröffentlicht. Genannt wurden die Wiki-Rubrik Hard Candy, das Webhosting-Unternehmen Freedom Hosting und die Kinderpornografie-Plattform Lolita City. Naiin betont, dass die Veröffentlichung von Nutzerdaten grundsätzlich abgelehnt wird. "Wir würden es befürworten, wenn die Daten unmittelbar an Strafverfolgungsbehörden gegeben werden. Generell lehnen wir jede Form rechtswidrigen Handelns ab", betonte der Sprecher.

Im Blog von Tor heißt es zu der Operation Darknet von Anonymous: "Offenbar hat Anonymous das Setup der Apache/PHP/Mysql-Konfiguration von Freedom Hosting gecrackt und einige oder alle Nutzer der Datenbank offengelegt. Diese Seiten waren auf einem versteckten Tor-Dienst gehostet." Zudem habe Anonymous den Apache-Server von Freedom Hosting mit TCP SYN-Flood angegriffen. "Dabei handelte es sich nicht um einen Angriff auf Tor, sondern um einen Angriff auf die Software hinter dem Tor Hidden Service", so das Team von Tor.


elknipso 31. Okt 2011

Du merkst hoffentlich wenigstens noch selbst welche Scheinargumente Du versuchst hier zu...

elgooG 28. Okt 2011

/+1 Es ist unglaublich wie hysterisch und völlig irrational unsere Gesellschaft zu dem...

Bouncy 26. Okt 2011

Abschreckungspotential, eben durch jene zu befürchtende Lynchjustiz. Da geht es um Angst...

ChinaFan 26. Okt 2011

Ich bin absolut Deiner Meinung! Kein Mensch sucht sich seine Neigung aus. http://www...

Bouncy 26. Okt 2011

Sie werden doch schon längst unterwandert, sie werden auf die gleiche Art angegriffen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Release Manager (m/w) (Division Issuing)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim (near Munich)
  2. Mathematisch-Technische Assistenz 3D-Messtechnik für die Verkehrstechnik
    VITRONIC GmbH, Wiesbaden
  3. Betriebs-System Engineer Citrix (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Köln
  4. Bereichsleiter (m/w) Entwicklung Personalsoftware
    AKDB, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Nick Hayek

    Swatch-Chef hat keine Angst vor der Apple Watch

  2. Hdmyboy

    HDMI-Ausgang für den ersten grauen Gameboy

  3. Merkel-Handy

    NSA-Ausschuss kritisiert Stopp von Ermittlungen

  4. Unitymedia

    Liberty Global schafft Marke KabelBW ab

  5. NSA-Ausschuss

    BND trickst bei Auslandsüberwachung in Deutschland

  6. IT-Anwalt

    "Facebook geht bei neuen AGB illegal vor"

  7. Erbgut

    DNA überlebt Ausflug ins All

  8. Windows-Nachbau

    ReactOS bekommt neuen Explorer

  9. Bundesgerichtshof

    Kopierschutzmaßnamen für Konsolen sind zulässig

  10. Linshof i8

    Achteck-Smartphone mit Übertaktung und Turbo-Speicher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Dragon Age Inquisition: Grand Theft Fantasy
Test Dragon Age Inquisition
Grand Theft Fantasy
  1. Technik-Test Dragon Age Inquisition Drachentöten flott gemacht
  2. Dragon Age Inquisition Zusatzabenteuer für den Weltengenerator
  3. Dragon Age Inquisition Rollenspiel mit 4K am PC und 900p auf der Xbox One

Core M-5Y70 im Test: Vom Turbo zur Vollbremsung
Core M-5Y70 im Test
Vom Turbo zur Vollbremsung
  1. Benchmark Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M
  2. Prozessor Schnellster Core M erreicht bis zu 2,9 GHz
  3. Die-Analyse Intels Core M besteht aus 13 Schichten

Intel Edison ausprobiert: Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt
Intel Edison ausprobiert
Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt
  1. Intel Edison Kleinrechner mit Arduino-ähnlichem Board als Breakout

    •  / 
    Zum Artikel