Abo
  • Services:
Anzeige
Faltenfrei: Künstliche Haut hält einen Elefanten aus.
Faltenfrei: Künstliche Haut hält einen Elefanten aus. (Bild: Steve Fyffe/Stanford University)

Sensor: US-Wissenschaftler entwickeln künstliche Haut

Faltenfrei: Künstliche Haut hält einen Elefanten aus.
Faltenfrei: Künstliche Haut hält einen Elefanten aus. (Bild: Steve Fyffe/Stanford University)

Ein berührungsempfindlicher, sehr dehnbarer Sensor, den US-Forscher entwickelt haben, könnte in Zukunft als künstliche Haut Prothesen oder Roboter überziehen. Egal wie sehr er gedehnt wird - er kehrt in seine ursprüngliche Form zurück und bekommt keine Falten.

Wissenschaftler von der Universität im kalifornischen Stanford um die Chemikerin Zhenan Bao haben einen durchsichtigen Drucksensor entwickelt, der stark gedehnt werden kann. Er soll beispielsweise als künstliche Haut auf Prothesen eingesetzt werden.

Anzeige

Silikon und Nanoröhrchen

Der Sensor besteht aus einem dünnen Silikonfilm als Trägermaterial, auf den eine Lösung mit Nanoröhrchen aufgesprüht wird. Anschließend wird das Silikon gedehnt. Dadurch richten sich die Nanoröhrchen, die als kleine Klumpen auf dem Trägermaterial landen, aus, und zwar in der Richtung, in die das Silikon gedehnt wurde. Kehrt das Silikon in seine ursprüngliche Form zurück, bilden die Nanoröhrchen eine Form vergleichbar einer Schraubenfeder. Gedehnt wird in zwei Richtungen, die rechtwinklig zueinander sind, so dass der Sensor in verschiedene Richtungen dehnbar ist.

Der Sensor besteht aus zwei Lagen des mit Nanoröhrchen beschichteten Silikons, die die Elektroden des Sensors bilden. Zwischen ihnen befindet sich eine weitere dünne Lage verformbaren Silikons, in der eine elektrische Ladung gespeichert ist. Wird Druck auf den Sensor ausgeübt, verändert sich die Fähigkeit der mittleren Silikonschicht, eine elektrische Ladung zu speichern. Die beiden Elektroden kommen näher zueinander und registrieren diese Veränderung.

Druck oder Dehnung

Wird der Sensor gedehnt, nähern sich die Elektroden genauso einander an, wie wenn Druck ausgeübt wird. Die Wissenschaftler sind sich aber sicher, dass sie beide Arten der Verformung auseinanderhalten können, da sie verschiedene Charakteristika aufweisen. Werde Druck an einer bestimmten Stelle ausgeübt, sei die Verformung in der Mitte am größten und werde zum Rand hin schwächer. Werde der Sensor hingegen gedehnt, indem er etwa mit zwei Greifern gepackt und in die Länge gezogen werde, dann werde er am stärksten auf einer geraden Linie zwischen den beiden Greifern verformt, erklärt Darren Lipomi, der an der Entwicklung beteiligt war.

Vorteil des Sensors sei, dass er nicht nur wie ein herkömmlicher Touchscreen eine Berührung erkenne, sondern auch, mit welchem Druck diese ausgeübt werde, sagt Lipomi. Der Sensor hat einen großen Wirkungsbereich: Er könne "vom Kneifen mit Daumen und Zeigefinger bis zum Doppelten des Drucks, den ein Elefant ausübt, der auf einem Bein steht", aufzeichnen.

Künstliche Haut ohne Falten

Und: Keine dieser Belastungen führe zu einer dauerhaften Deformation des Sensors. Er könne um mehr als das Doppelte gedehnt werden und nehme anschließend wieder seine ursprüngliche Form an, ohne dass Falten zurückblieben.

Anwendungen für den Sensor gebe es viele, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature Nanotechnology. Er könne beispielsweise als künstliche Haut über eine Prothese gezogen werden. Eine andere Möglichkeit sei, einen Roboter mit einer solchen Haut zu überziehen. Eine weitere Möglichkeit sei, daraus einen druckempfindlichen Verband herzustellen. Außerdem könne er als Touchscreen genutzt werden.


eye home zur Startseite
slashwalker 25. Okt 2011

Könnt man ja noch weiter spinnen. Das lässt sich sicher irgendwie mit OLED oder so...

Threat-Anzeiger 25. Okt 2011

Also soweit mir bekannt ist das messen des drucks nichts zwangsläufig besonderes. Sogar...

YoungManKlaus 25. Okt 2011

bei den T800 ist außen richtige haut drauf, wegen den Spürhunden ;)

Hugo1of2 25. Okt 2011

Er sprüht unter einer Abzugshaube. Diese Erzeug (ja..wie in der Küche) Unterdruck...

Anonymer Nutzer 25. Okt 2011

würde ich mir glatt in die Fresse schmieren :) Wenn nicht dafür und nur für jene die es...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. afb Application Services AG, München
  2. Hemmersbach GmbH & Co. KG, Nürnberg
  3. Neoperl GmbH, Müllheim
  4. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Expendables 3 Extended 7,29€, Fight Club 6,56€, Predator 1-3 Collection 24,99€)
  2. (u. a. Interstellar 8,99€, Django Unchained 8,99€, Das Leben des Brian 7,99€)
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  2. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  3. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie

  4. Gigabit-Breitband

    Google Fiber soll Alphabet zu teuer sein

  5. Google-Steuer

    EU-Kommission plädiert für europäisches Leistungsschutzrecht

  6. Code-Gründer Thomas Bachem

    "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"

  7. Pegasus

    Ausgeklügelte Spyware attackiert gezielt iPhones

  8. Fenix Chronos

    Garmins neue Sport-Smartwatch kostet ab 1.000 Euro

  9. C-94

    Cratoni baut vernetzten Fahrradhelm mit Crash-Sensor

  10. Hybridluftschiff

    Airlander 10 streifte Überlandleitung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
­Cybersyn: Chiles Traum von der computergesteuerten Planwirtschaft
­Cybersyn
Chiles Traum von der computergesteuerten Planwirtschaft
  1. Princeton Piton Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen
  2. Programmiersprache Go 1.7 läuft schneller und auf IBM-Mainframes
  3. Adecco IBM will Helpdesk-Geschäft in Erfurt und Leipzig loswerden

Thinkpad X1 Carbon 2013 vs 2016: Drei Jahre, zwei Ultrabooks, eine Erkenntnis
Thinkpad X1 Carbon 2013 vs 2016
Drei Jahre, zwei Ultrabooks, eine Erkenntnis
  1. Huawei Matebook im Test Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
  2. iPad Pro Case Razer zeigt flache mechanische Switches
  3. Thinkpwn Lenovo warnt vor mysteriöser Bios-Schwachstelle

Asus PG248Q im Test: 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt
Asus PG248Q im Test
180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt
  1. Raspberry Pi 3 Booten über USB oder per Ethernet
  2. Autonomes Fahren Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen
  3. Radeon RX 480 Dank DX12 und Vulkan reicht auch eine Mittelklasse-CPU

  1. Re: Irgendwas stimmt da aber nicht....

    large-m | 21:39

  2. Re: "aber weiterhin Probleme mit der Kultur der...

    Seismoid | 21:38

  3. Re: Hat sich eigentlich die Compression beim...

    Kleine Schildkröte | 21:32

  4. Re: Q.E.D.

    Wallbreaker | 21:30

  5. Re: Jetzt ist sie raus. Ich habe mehr erwartet.

    t3st3rst3st | 21:19


  1. 15:33

  2. 15:17

  3. 14:29

  4. 12:57

  5. 12:30

  6. 12:01

  7. 11:57

  8. 10:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel