Frühere Homepage von Kino.to
Frühere Homepage von Kino.to (Bild: kino.to)

Urheberrecht

Erste Anklage im Fall Kino.to

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen der mutmaßlichen Betreiber von Kino.to Anklage erhoben. In den nächsten Tagen soll die Entscheidung über weitere Anklagen fallen, auch gegen den als Chef von Kino.to Beschuldigten.

Anzeige

Der 29-jährige Bastian P. ist einer Meldung von Leipzig Fernsehen zufolge als erster mutmaßlicher Betreiber von Kino.to angeklagt worden. Den Dresdner Neuesten Nachrichten sagte die Oberstaatsanwältin Heike Teitge, dem Mann würden "Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fällen" vorgeworfen. Vor der Schließung der noch immer erreichbaren Webseite sollen dort rund 30.000 Kinofilme, Serienfolgen und Fernsehsendungen abrufbar gewesen sein.

Gegen den mutmaßlichen Drahtzieher von Kino.to, Dirk B., gibt es noch keine Anklage. Über seinen Fall sowie den weiterer Beschuldigter soll laut Leipzig Fernsehen in den kommenden Tagen entschieden werden. Allen Verdächtigen drohen im Falle einer Verurteilung hohe Haftstrafen, weil ihnen gewerbsmäßiges Handeln vorgeworfen wird. Nach der Schließung des Portals im Juni 2011 wurden auf Konten von Dirk B. 2,5 Millionen Euro gefunden und drei Luxusautos beschlagnahmt, die ihm gehört haben sollen.

Kino.to war ein mindestens seit 2007 existierender Dienst in deutscher Sprache, bei dem die Inhalte als Streams direkt im Browser angesehen werden konnten. Die Inhalte selbst wurden auf der Webseite nicht gespeichert, sondern bei Streamhostern. Viele dieser Unternehmen sollen aber von den Betreibern von Kino.to selbst gegründet worden sein. Strafverfolgungsbehörden und der private Verband GVU versuchten das Angebot seit Jahren zu schließen, was jedoch unter anderem durch häufige Serverumzüge immer wieder misslang. Erst Tipps aus der Szene sollen schließlich zu den Betreibern geführt haben.


JulianStoner 21. Okt 2011

ich finde kino.to war eine absolute betrügerseite. sie haben zwar ein großes filmangebot...

Dinh 21. Okt 2011

VIelen Dank an alle für eure Erklärungen, war alles sehr informativ! Da soll noch einer...

Loolig 21. Okt 2011

Zumal Sharehoster bisher IMMER freigesprochen wurden.. denn die Sharehoster laden selber...

Zentrum für... 21. Okt 2011

+

Kommentieren



Anzeige

  1. Facharchitektin / Facharchitekt
    Landeshauptstadt München, München
  2. Analog Test / Product Engineer (m/w)
    TEXAS INSTRUMENTS Deutschland GmbH, Freising near Munich
  3. IT-Support-Spezialisten (m/w)
    Thinking Objects GmbH, Korntal-Münchingen (bei Stuttgart)
  4. Mitarbeiter / Mitarbeiterin für IT-Systemadministration
    Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., Marburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Inmarsat und Alcatel Lucent

    Internetzugang im Flugzeug mit 75 MBit/s

  2. Managed Apps

    Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

  3. Elektronikdiscounter

    Wie Preisvergleichsdienste ausgehebelt werden

  4. Open Data

    Cern befreit LHC-Kollisionsdaten

  5. Multimediabibliothek

    FFmpeg dank Debian wieder in Ubuntu

  6. Valve Software

    Neue Richtlinien für Early Access

  7. US-Musiker

    Nikki Sixx kritisiert Labels für magere Streaming-Profite

  8. Telemonitoring

    Generali will Fitnessdaten von Versicherten

  9. 3D-NAND

    Intel entwickelt Speicherbausteine für 2-TByte-SSDs

  10. Amazon Travel

    Amazon bereitet Hotelbuchungen vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Assassin's Creed Rogue: Abstecher zu den Templern
Test Assassin's Creed Rogue
Abstecher zu den Templern
  1. Assassin's Creed Unity Patch-Evolution statt Revolution
  2. Test Assassin's Creed Unity Schöner meucheln in Paris
  3. Radeon und Geforce Grafiktreiber von AMD und Nvidia für Call of Duty und Unity

IMHO zum Jugendmedienschutz: Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
IMHO zum Jugendmedienschutz
Altersschranke nützt nicht Kindern, sondern Erotikseiten
  1. Pornofilter Internet Provider gegen britische Zensurkultur
  2. Internetzensur Tor und die große chinesische Firewall
  3. Kein britisches Modell Medienrat will Pornofilter ohne Voraktivierung

Lichtfeldkamera Lytro Illum: Das Spiel mit der Tiefenschärfe
Lichtfeldkamera Lytro Illum
Das Spiel mit der Tiefenschärfe
  1. Lichtfeldkamera Lytro will in neue Märkte einsteigen
  2. Augmented Reality Google investiert 542 Millionen US-Dollar in Magic Leap
  3. Lytro Lichtfeldfotografie bildet die Tiefe der Welt ab

    •  / 
    Zum Artikel