Anzeige
Microsoft bedroht erneut die Freiheit der Nutzer, glaubt die FSF.
Microsoft bedroht erneut die Freiheit der Nutzer, glaubt die FSF. (Bild: windows7sins.org)

FSF

Kampagne gegen Windows 8 Secure Boot

Microsoft bedroht erneut die Freiheit der Nutzer, glaubt die FSF.
Microsoft bedroht erneut die Freiheit der Nutzer, glaubt die FSF. (Bild: windows7sins.org)

Mit der Funktion Secure Boot, die Windows 8 voraussetzt, könnten freie Systeme ausgeschlossen werden. Dagegen macht die Free Software Foundation mobil.

Die Free Software Foundation (FSF) startet eine Kampagne gegen die Funktion des Secure Boot. Eine Zertifizierung für Windows 8 setzt Secure Boot zwingend voraus. Die FSF befürchtet, dass es dadurch nur noch möglich sein wird, Windows zu starten, jedoch kein freies Betriebssystem. In bekannter Wortspielmanier nennt die FSF die Funktion entsprechend "Restricted Boot" - beschränktes Starten, statt sicheres Starten.

Anzeige

Die Funktion Secure Boot ist Teil der UEFI-Spezifikation. Diese legt fest, dass UEFI - der Bios-Nachfolger - nur noch signierten Code starten soll. Ist kein Schlüssel für Software vorhanden, wird das Ausführen des Codes verweigert, so zum Beispiel bei Malware. Auch die FSF erkennt diese Funktion als sicher an, aber nur, "solange der Nutzer in der Lage ist, Programme zu autorisieren, die er nutzen möchte".

Windows-Zertifizierung ist das Hauptproblem

Ob Anwender andere Betriebssysteme starten können, hängt von der Implementierung der Hardwarehersteller ab. So sehen das auch der Blogger und Red-Hat-Angestellte Matthew Garrett und auch Microsoft selbst. Doch die Hauptschuld daran, dass das Starten von freien Systemen verhindert werden kann, gibt Garrett der Zertifizierungspolitik von Microsoft.

Microsoft habe die Marktmacht, Hersteller dazu zu bringen, ihre Schlüssel zu integrieren, um das Zertifizierungslogo zu bekommen, sagt Garrett. Die Marktmacht, jeden Hersteller mit seinen Schlüsseln zu versorgen, hätten aber weder "Red Hat noch Canonical oder Nvidia oder AMD", erklärte Garrett.

Als Anfang August erste Nachrichten über die Secure-Boot-Funktion von Windows 8 auftauchten, begannen Red Hat und andere Linux-Distributoren, zusammen mit Hardware- und Bios-Herstellern Fakten zu sammeln. So schreibt Garrett, dass einige Hersteller bereits geantwortet hätten, keine Möglichkeit bieten zu wollen, Secure Boot abzuschalten. Auch gaben Hersteller bekannt, keine anderen Schlüssel als die für Windows 8 zu hinterlegen, wie Garrett schreibt.

Kampagne sucht Unterstützer

Noch ist die Kampagne der FSF nur eine Unterschriftenaktion. Die Unterzeichner der Forderung rufen damit Hersteller auf, "Secure Boot in einer Weise zu implementieren, die es ermöglicht, freie Betriebssysteme zu installieren". In den knapp zwei Tagen seit Beginn der Aktion fanden sich bereits über 6.500 Unterzeichner.

Sollten sich die Befürchtungen der FSF bewahrheiten, wird die Aktion möglicherweise weiter ausgebaut. Denn auch schon zum Marktstart von Windows Vista und Windows 7 organisierte die FSF medienwirksam die Kampagnen "Bad Vista" und "Windows 7 Sins".


eye home zur Startseite
Thaodan 23. Okt 2011

atm 12732 Unterzeichner.

SSD 21. Okt 2011

du kennst die Problematik von Secure Boot? naja, zumindest scheint sie dir relativ egal...

joseejd 21. Okt 2011

Am besten wäre es Microsoft mischt sich überhaupt nicht ein, dann kommt son Zusatz Müll...

joseejd 21. Okt 2011

@MabuseXX Microsoft hat sich den Dreck ausgedacht mit SecureBoots als neue Spezifikation...

Bankai 20. Okt 2011

Nöö

Kommentieren




Anzeige

  1. Prozess- und Methodenberater(in) Digitale Planung / Industrie 4.0
    Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  2. Professional User Experience Design Services (m/w)
    Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn
  3. Ingenieur, Informatiker, Mathematiker (m/w)
    DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Neustrelitz
  4. Requirements Engineer Integrationsprojekte Insurance (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Battlefield 1 angespielt

    Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburts-Spritze

  2. Förderung

    Telekom räumt ein, dass Fiber-To-The-Home billiger sein kann

  3. Procter & Gamble

    Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

  4. AVM

    Routerfreiheit bringt Kabel-TV per WLAN auf mobile Geräte

  5. Oculus App

    Vive-Besitzer können wieder Rift-exklusive Titel spielen

  6. Elektroauto

    Supersportwagen BMW i8 soll 400 km rein elektrisch fahren

  7. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  8. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen

  9. Dota

    Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

  10. Die Woche im Video

    Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

Zelda Breath of the Wild angespielt: Das Versprechen von 1986 wird eingelöst
Zelda Breath of the Wild angespielt
Das Versprechen von 1986 wird eingelöst

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

  1. Re: Skins für Echtgeld sind doch echt bescheuert

    bentol | 03:40

  2. Re: Ich versteh gerade nur Bahnhof

    bentol | 03:24

  3. Re: Automatische Waffen beim WW1?

    teddybums | 02:38

  4. Golem.de: Magie für Profis (kT)

    Keridalspidialose | 02:06

  5. Re: Hahahaa was ein Schwachsinn!

    xMarwyc | 01:52


  1. 15:00

  2. 10:36

  3. 09:50

  4. 09:15

  5. 09:01

  6. 14:45

  7. 13:59

  8. 13:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel