Spaceport America

Virgin Galactic weiht Raumflughafen ein

Es ist der erste kommerzielle Raumflughafen der Welt: Virgin Galactic, das Raumfahrtunternehmen von Richard Branson, hat den Spaceport America eingeweiht, von dem aus Touristen ins All fliegen können.

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Einfach ein Band durchzuschneiden, reichte Virgin-Galactic-Chef Richard Branson nicht: Der exzentrische britische Geschäftsmann seilte sich zur Einweihung des Spaceport America vom Dach des Gebäudes ab, von dem ab Ende kommenden Jahres Weltraumtouristen abfliegen werden.

Entwurf von Norman Foster

Der Spaceport liegt bei Upham im US-Bundesstaat New Mexico und ist der erste private Raumflughafen. Er besteht aus einer 2 Meilen (3,2 Kilometer) langen Landebahn und dem Virgin Galactic Gateway to Space. Das vom renommierten britischen Architekten Norman Foster gestaltete Gebäude ist gleichzeitig Terminal für die Passagiere, Hangar für die Raumflugzeuge und Kontrollzentrum.

Zu der Feier waren neben Susana Martinez, der Gouverneurin von New Mexico, und Buzz Aldrin, Astronaut und zweiter Mensch auf dem Mond, auch etwa 150 Kunden von Virgin Galactic gekommen.

Ausklinken in 15 Kilometern Höhe

Bei einem Raumflug wird das etwa 18 Meter lange Raketenflugzeug Spaceship Two von dem Trägerflugzeug Whiteknight Two bis in eine Höhe von 15 Kilometern transportiert. Dort wird das Raketenflugzeug ausgeklinkt.

Dann startet der Pilot das Triebwerk. Aus eigener Kraft steigt das Spaceship Two dann mit seinen acht Insassen - sechs Passagieren und den zwei Piloten - bis in etwa 100 Kilometer Höhe auf. In dieser Höhe wirkt die Schwerkraft nicht mehr - die Passagiere können den Sitzgurt lösen und schwerelos durch die Kabine schweben, während sie den Blick auf die Erde genießen. Nach etwa 5 Minuten in der Schwerelosigkeit gleitet das Spaceship Two zurück zur Erde.

Branson fliegt als Erster

Über 450 Interessenten haben nach Angaben des Unternehmens bereits einen Flug mit dem Spaceship Two gebucht. Der Flug wird rund 2,5 Stunden dauern und soll 200.000 US-Dollar kosten. Die ersten Flüge sind für Ende 2012 geplant. Wer die ersten Passagiere sein werden, steht bereits fest: Gründer Branson selbst und seine beiden Kinder Sam und Holly.

Vor wenigen Tagen erst hat Virgin Galactic die Verpflichtung des ehemaligen Nasa-Mitarbeiters Mike Moses bekanntgegeben. Moses war stellvertretender Leiter des im Juli 2011 eingestellten Spaceshuttle-Programms bei der US-Weltraumbehörde. Virgin Galactic wird zudem Flüge für die Nasa durchführen: Die Nasa hat Spaceship Two für mindestens drei Forschungsflüge gebucht.


mats 19. Okt 2011

Ob wir so den CO2 Ausstoss halbieren können ;-)

wp (Golem.de) 19. Okt 2011

Dieser Satz ist in der Tat nicht ganz zutreffend - es fehlt der kleine, aber wichtige...

Yeeeeeeeeha 19. Okt 2011

Sie geht gegen 0 (von einem Objekt ausgehend), erreicht aber nie 0. "An diesen Punkten...

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