Disney Research: Spielesteuerung mit Pico-Projektoren
Boxen an der Wand - bei Sidebyside erhält jeder Spieler seinen eigenen Pico-Projektor. (Bild: Disney Research)

Disney Research

Spielesteuerung mit Pico-Projektoren

Disney-Forscher wollen fast jede Wand zum Spielfeld für mehrere Spieler machen. Als Controller dienen dabei Pico-Projektoren, mit denen etwa virtuelle Boxkämpfe ausgetragen werden können.

Anzeige

Ein kleiner grüner Boxer geht zu Boden, sein siegreicher Kontrahent stellt sich triumphierend auf ihn - beide wackeln dabei auffällig, weil die Spieler sie mit in der Hand gehaltenen Pico-Projektoren an die Wand leuchten. Das kürzlich vorgestellte Multiplayer-System Sidebyside wird bei Disney Research in Kooperation mit der US-Universität Carnegie Mellon entwickelt.

Geboxt wird mit einem Druckknopf am jeweiligen Projektor und durch Bewegen des Projektors wird auch die Position der eigenen Spielfigur verändert. Dabei reagieren die benachbarten Projektionen aufeinander, so dass sich etwa Spielfiguren gegenseitig anschauen.

Das demonstrieren die Forscher auch mit zwei Hasen, die umeinander bewegt werden. Bei einem weiteren Spiel muss ein Spieler mit einem Flugzeug den vom anderen Spieler gesteuerten Gorilla fangen; bei einem anderen müssen beide Spieler gemeinsam versuchen, aus einem Nest fallende Küken zu retten.

Die Interaktion der einzelnen Projektionen ist möglich, da die mobilen Kleinstprojektoren nicht nur ein für den Nutzer sichtbares Bild abstrahlen. Gleichzeitig gibt es auch eine für menschliche Augen unsichtbare Projektion, die durch die mit Bildsensor bestückten anderen Projektoren ausgewertet werden kann. Die unsichtbare Projektion enthält dafür entsprechende Tracking-Daten.

Nicht nur zum Spielen

Das Sidebybide-Team von Disney Research sieht jedoch nicht nur Einsatzzwecke im Unterhaltungsbereich. So könnten etwa Smartphonebesitzer mit entsprechendem Projektionssystem auch einen Dateiaustausch initiieren - das Drag-and-Drop wird dabei an der Wand ausgeführt und über einen unsichtbaren QR-Code die Funkübertragung gestartet. Ähnlich könnten sich auch Visitenkarten oder Adressbucheinträge austauschen lassen.

  • Sidebyside - Küken retten, 3D-Modelle drehen, Blöcke zum Einstürzen bringen und Dateitransfer (Bild: Disney Research)
  • Sidebyside - Boxen mit Pico-Projektoren (Bild: Disney Research)
  • Sidebyside - der Gegner liegt am Boden. (Bild: Disney Research)
  • Sidebyside - ein Macbook Pro erstellt die Grafik und analysiert die unsichtbaren Tracking-Daten. (Bild: Disney Research)
  • Sidebyside - Pico-Projektor und Controller in einem (Bild: Disney Research)
  • Sidebyside - der zum Einsatz kommende DLP-Pico-Projektor (Bild: Disney Research)
Sidebyside - Küken retten, 3D-Modelle drehen, Blöcke zum Einstürzen bringen und Dateitransfer (Bild: Disney Research)

Laut Sidebyside-Paper SideBySide: Ad-hoc Multi-user Interaction with Handheld Projectors hängen die beiden DLP-Pico-Projektoren aber derzeit noch per Kabel an einem Apple Macbook Pro mit 2,89-GHz-Intel-Core-2-Duo-CPU. Die mit etwa 45 Bildern/s projizierten Bilder werden mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln berechnet, von den verwendeten Projektoren aber aufgrund ihrer geringen physikalischen Auflösung auf 480 x 320 Bildpunkte herunterskaliert. Die Kameras zur Erkennung der anderen Projektionen liefern 640 x 480 Bildpunkte. Für das Tracking haben die Forscher auf die Artoolkitplus-Bibliothek zurückgegriffen.

Auf ein Notebook könnte in Zukunft aber verzichtet werden: "Wir glauben, dass eine Embedded-Version von Sidebyside auch auf aktuellen mobilen Geräten ausreichend läuft und dass sie innerhalb von zwei bis vier Jahren die Leistung unserer aktuellem Umsetzung erreicht", erklärten die Forscher.


Kommentieren



Anzeige

  1. Kaufmännischer Sachbearbeiter (m/w) im Bereich Zahlungsverkehr
    LogPay Financial Services GmbH, Eschborn
  2. Enterprise Architekt IT (m/w)
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching
  4. Abteilungsleiter (m/w) im Bereich IT- & Prozessmanagement
    MehrWert Servicegesellschaft mbH, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. LG Tapbook

    Das Android-Convertible mit Ultrabook-Hardware

  2. Webmail

    Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

  3. Akku

    US-Forscher entwickeln Akku mit Lithium-Anode

  4. Betriebssysteme

    Fehler im Linux-Kernel wegen GCC

  5. Microsoft

    Die Siedler von Catan als HTML5-Demo

  6. 25GE

    Ethernet mit 25 GBit/s pro Link wird zum Standard

  7. Swell

    Apple will Pandora-Konkurrenten kaufen und schließen

  8. Windows Phone 8.1

    Update soll Ordner und Case-Unterstützung bringen

  9. Mass Effect 4

    Bioware reist in neue Universen

  10. Mobiles Bezahlsystem

    Amazon plant Kreditkartenleser für Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Beta von Destiny für alle Spieler
  2. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  3. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur

Let's Player: "Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
Let's Player
"Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
  1. Transocean Handelssimulation mit Ozeanriesen
  2. Dieselstörmers angespielt Diablo plus Diesel
  3. Quo Vadis Computec Media übernimmt Mehrheit an Aruba Events

Quantencomputer: Die Fast-alles-Rechner
Quantencomputer
Die Fast-alles-Rechner
  1. Quantencomputer Der Wundercomputer, der wohl keiner ist
  2. Das A-Z der NSA-Affäre Fantastigabyte, Kühlschrank und Trennschleifer
  3. Quantencomputer Schlüssel knacken mit Quanten-Diamanten

    •  / 
    Zum Artikel