Neuausrichtung
Sony Ericsson setzt bald voll auf Smartphones
Im kommenden Jahr wird Sony Ericsson vollständig zum Smartphonehersteller und wird dann keine normalen Handys mehr entwickeln und auf den Markt bringen. Derzeit laufen alle Smartphones von Sony Ericsson mit Googles Android.
"Wir werden weiter in den Smartphonemarkt investieren und im Laufe des Jahres 2012 das gesamte Portfolio auf Smartphones umstellen", hat der Chef von Sony Ericsson, Bert Nordberg, angekündigt. Damit wird es von Sony Ericsson schon bald keine normalen Handys mehr geben. Im zurückliegenden Geschäftsquartal entfielen mehr als 80 Prozent aller Verkäufe auf Smartphones, wie das Unternehmen mitteilte.
Im laufenden Quartal 2011 peilt Sony Ericsson einen Anteil von 12 Prozent im Smartphonemarkt an. Im zweiten Quartal 2011 lag Sony Ericssons Marktanteil bei unter 11 Prozent, denn der Hersteller schaffte es nicht in die Topliste der Smartphonehersteller. In der jüngsten Vergangenheit verringerte sich der Marktanteil von Sony Ericsson im Handymarkt kontinuierlich, was auch daran lag, dass sich der Hersteller schon seit einiger Zeit vor allem auf Smartphones konzentriert hatte.
Im dritten Quartal 2011 konnte Sony Ericsson das Ruder herumreißen, denn die Verkäufe legten um 33 Prozent zu. Sony Ericsson erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe von 31 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2011 musste der Konzern noch einen Verlust in Höhe von 42 Millionen Euro verkraften. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat sich der Gewinn aber halbiert, denn vor einem Jahr verzeichnete Sony Ericsson einen Gewinn von 62 Millionen Euro.
In diesem Monat wurde bekannt, dass Sony gerne Sony Ericsson vollständig übernehmen will, um mehr Einfluss auf die Smartphoneentwicklung zu nehmen. Bereits vor Jahren wollte Sony die Anteile von Ericsson an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, scheiterte bislang aber an der Finanzierung. Analysten bewerten den Ericsson-Anteil auf 1 Milliarde Euro bis 1,25 Milliarden Euro.
