Künstlicher Muskel

Nanofaden als Antrieb für einen Mixer

Ein winziger, aus Nanofasern gesponnener Faden kann als Nanoantrieb dienen. Die Entwickler haben aus dem sogenannten künstlichen Muskel einen Nanomixer gebaut.

Anzeige

Einen Mixer ohne Motor hat ein internationales Team von Wissenschaftlern gebaut. Ihr Rührflügel wird von einem künstlichen Muskel aus Nanofäden in Rotation versetzt.

Der Muskel besteht aus einer Vielzahl von Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die zu einem Faden verdrillt wurden. Der Faden wird in eine leitfähige Flüssigkeit getaucht und saugt sich damit voll. Wird an den Faden Spannung angelegt, wandern geladene Ionen in das Garn. Das quillt dadurch etwas auf und wird etwa 1 Prozent kürzer.

Durch diesen Vorgang beginnt der Faden, sich zu drehen. Er versetze dabei einen Flügel, der fast 2.000-mal so schwer ist wie der Faden selbst, in Rotation. 590-mal in der Minute ließ der Faden den Flügel rotieren. Diese Geschwindigkeit erreichte er in 1,2 Sekunden.

Eine mögliche Anwendung für den künstlichen Muskel könnte beispielsweise der Antrieb für einen Mixer im Nanomaßstab sein. Herkömmliche Motoren seien zu komplex, um sie beliebig zu verkleinern. Der von ihnen entwickelte Antrieb hingegen könnte in diesen Dimensionen eingesetzt werden, erklären die Forscher.

Sie haben einen solchen Mixer bereits gebaut: Ein Faden mit einem Durchmesser von 15 Mikrometer trieb dabei einen Flügel an, der 200-mal größer und 80-mal schwerer war als der Faden.

An der Entwicklung des künstlichen Muskels haben Forscher der Universität in Wollongong im australischen Bundesstaat New South Wales, der Universität des US-Bundesstaates Texas in Dallas, der Universität der kanadischen Provinz British Columbia in Vancouver sowie von der Hanyang-Universität in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mitgearbeitet. Sie beschreiben ihn in einem Aufsatz im US-Fachmagazin Science.


Seet 17. Okt 2011

Musste ich als einziger sofort an Crysis denken?!

Abseus 15. Okt 2011

nix zumal man ja auch noch spannung anlegen müsste!

Kommentieren




Anzeige
  1. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Projektmanager für Webapplikationen (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg
  3. SAP Modulbetreuer mit dem Schwerpunkt Logistik (m/w) Betriebswirtschaftliche Systeme
    CQLT SaarGummi Deutschland GmbH, Wadern-Büschfeld
  4. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"
  3. Zu erfolglos Yahoo schließt sieben Apps und Dienste

Zum Artikel