Auktion abgesagt

TV-Videoplattform Hulu geht nicht an Apple oder Google

Die TV-Videoplattform Hulu wird nicht an Apple oder Google verkauft. Die Angst der Medienkonzerne, ihre Inhalte in fremde Hände zu geben, war offenbar zu groß. Auch über den Kaufpreis wurde zu lange gestritten.

Anzeige

Der Verkauf der TV-Videoplattform Hulu ist gescheitert. Das gaben die Eigner am 13. Oktober 2011 bekannt. Wie das Wall Street Journal berichtet, konnten sich die Verhandlungspartner nicht auf einen Kaufpreis einigen. Auch über die Lizenzverträge für die Fernsehinhalte wurde gestritten. Hulu gehört dem Medienkonzern News Corporation, der Walt Disney Company und dem Kabelnetzbetreiber Comcast über dessen Beteiligung an NBC Universal.

"Weil Hulu einen einzigartigen und überzeugenden strategischen Wert für jeden seiner Besitzer bietet, haben wir den Verkaufprozess beendet und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit auf dem Weg zu noch größeren Erfolgen", hieß es in der Mitteilung.

Walt Disney, die News Corporation und Comcasts NBC Universal boten Hulu eine Verlängerung der Exklusivrechte für ihre Serien über zwei Jahre an. Offenbar hatten die Eigner aber Befürchtungen, ihre Inhalte in die Hände von branchenfremden Unternehmen zu geben.

Hulu stand für über 2 Milliarden US-Dollar zum Verkauf. Nach unbestätigten Berichten hatte Apple ein Angebot vorbereitet. Apples iTunes bietet bereits Fernsehserien an. Auch Google, Microsoft, AT&T und Yahoo wollten die Streamingplattform kaufen. Microsoft hatte sich aber schon im Vorfeld der Auktion zurückgezogen.

Apples iTunes bietet bereits Fernsehserien an. Hulu Plus hat ein kostenpflichtiges Monatsabo für den erweiterten Zugriff auf das Archiv der Plattform im Angebot. Hulu Plus konnte im Oktober 2011 die Anzahl von über 1 Million Kunden erreichen. Im Jahr 2011 machte das Unternehmen einen Umsatz von 500 Millionen US-Dollar. Eine Nutzung außerhalb der USA unterbindet Hulu mit IP-Sperren. Hulu hat laut der Reichweitenerfassung von Comscore monatlich 28 Millionen Nutzer.


Kommentieren




Anzeige
  1. Projektmanager (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  2. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)
  3. IT-Systemadministrator/in IT System Analyst (m/w)
    DE-STA-CO, Oberursel bei Frankfurt
  4. Teamleiter (m/w) Projektmanagement
    DEXINA AG, Raum Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Antifeatures

    Freie Software gegen Bevormundung

  2. Video

    Yahoo gibt Angebot für Hulu ab

  3. Google X

    Google baut mobiles Internet in Afrika und Südostasien

  4. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  5. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  6. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  7. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  8. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  9. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  10. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Seattle Campus: Amazon baut sich einen Wald in riesigen Glaskugeln
Seattle Campus
Amazon baut sich einen Wald in riesigen Glaskugeln

Nach einem Entwurf des Architekturbüros NBBJ will Amazon eine extravagante neue Konzernzentrale bestehend aus drei riesigen Gewächshauskugeln und Bürohochhäusern errichten.

  1. Amazon Coins Amazon bringt virtuelle Währung auf Kindle Fire
  2. Cloud Drive Photos Amazon schickt Fotos auf dem iPhone in die Cloud
  3. Quartalsbericht Amazon gibt 3,2 Milliarden Dollar für Lager und Filme aus

Offene Formate in Deutschland: "Passiert ist nix!"
Offene Formate in Deutschland
"Passiert ist nix!"

Linuxtag 2013 Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern tun sich die deutschen Behörden in Deutschland mit Open-Source-Software noch schwer. Eine Podiumsdiskussion auf dem Open-IT Summit 2013 offenbart das Problem: geschlossene Dokumentenstandards.

  1. Matthew Garrett "Secure Boot ist nicht gleich Restricted Boot"
  2. Chart.js Hübsche Diagramme, wieder online
  3. Elektronische Steuererklärung Elster für Linux und Mac OS X existiert

Scanadu Scout: Tricorder für 200 US-Dollar
Scanadu Scout
Tricorder für 200 US-Dollar

Der Scanadu Scout ist ein mobiles Diagnosegerät nach dem Vorbild des Tricorders aus der Star-Trek-Serie. Damit lassen sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und ein Elektrokardiogramm anfertigen. Das Handgerät soll 200 US-Dollar kosten.

  1. Quantified Self Alkoholmessgerät für das Smartphone
  2. WLAN-Netzwerk Cubesensors als Heimsensoren für besseres Raumklima

Zum Artikel