Die zentrale Zeitzonendatenbank ist wieder online.
Die zentrale Zeitzonendatenbank ist wieder online. (Bild: Eric Muller/Wikimedia Commons/CC0 1.0)

Zeitzonen

tz-Datenbank ist wieder online

Die zentrale Datenbank für Informationen zu Zeitzonen ist wieder verfügbar. Künftig soll die Iana als neue Heimat der tz-Datenbank dienen. Gründer Arthur David Olson will sich aus dem Projekt zurückziehen.

Anzeige

Die tz-Datenbank ist wieder online. Dort werden aktuelle Informationen zu Zeitzonen gespeichert, auf die nicht nur Unix-basierte Systeme zugreifen. Nach einer Copyrightklage wurden die FTP-Server des Projekts abgeschaltet. In der wieder aktiven Mailingliste wird die Zukunft des Projekts diskutiert. Es soll bei der Iana (Internet Assigned Numbers Authority) eine neue Heimat finden.

Nachdem die Mailingliste wieder aktiviert wurde, begannen Projektmitarbeiter auch ihre eigentliche Arbeit wieder aufzunehmen, denn es geschehen laufend Änderungen an den Zeitzonen und den Sommerzeiten, schreibt der gegenwärtige Betreuer Robert Elz, der nach dem Rücktritt des Gründers Arthur David Olson und des bisherigen Betreuers Paul Eggert das Projekt weiterführt.

Beide werden wegen Copyrightverletzungen verklagt. Sie sollen urheberrechtlich geschützte Daten aus dem American Atlas kopiert und über die tz-Datenbank der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben. Astrolabe hat die Rechte an American Atlas erst kürzlich erworben.

Aufgrund der Klage waren Mailingliste und FTP-Server des Open-Source-Projekts zunächst abgeschaltet worden, dessen Daten frei verfügbar sind (Public Domain). Java-Entwickler Stephen Colebourne wies auf die Auswirkungen hin, die die Abschaltung haben könnte, werde die Datenbank doch in zahlreichen Systemen verwendet. Und anders als viele vermuten, gebe es recht häufig Änderungen an den Zeitzonen. Colebourne geht von weltweit 20 bis 100 einzelnen Änderungen pro Jahr aus. Die Datenbank wurde 15-mal im Jahr aktualisiert.

Aufgrund ihrer Genauigkeit nutzt eine riesige Zahl von Betriebssystemen und Frameworks die Datenbank als Referenz. Dazu gehören die freien Systeme der BSD-Familie, Mac OS X und iOS, sämtliche Systeme mit der Gnu C Library, darunter fast alle Linux-Distributionen, das Java Runtime Environment oder auch Module von Python und dem .Net-Framework.

Allerdings weist Eggert in einem Beispiel in der Datenbank tatsächlich auf den American Atlas hin und nennt ihn als Quelle für die meisten Datenbankeinträge von vor 1991. Doch Fakten sind eigentlich nicht durch das Urheberrecht geschützt, auch nicht in den USA. Deshalb glauben viele Aktivisten der freien Software, der Prozess sei von vornherein zum Scheitern verurteilt. So auch Bruce Perens, der keine Urheberrechtsverletzung sieht. Denn die Informationen der Datenbank seien kein kreativer Ausdruck.


Kommentieren



Anzeige

  1. Software-Entwickler/-in für Bildverarbeitung und sensorbasierte Sortieranlagen
    TOMRA Sorting Solutions über GiPsy® Beratungsgesellschaft für Personal und Organisation mbH, Mülheim-Kärlich
  2. Senior SAP Solution Inhouse Consultant (m/w)
    Leica Camera AG, Wetzlar
  3. Multi-Cloud Senior Consultant / Architect (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, Leinfeld-Echterdingen
  4. Multi-Cloud Senior Consultant / Architect (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Hamburg

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Sapphire AMD Radeon R9 FURY
    549,00€
  2. GTX-950-TIPP: 10 € Casbhack auf EVGA GeForce GTX 950 SC+ & GTX 950 FTW
  3. Fire TV Stick
    34,00€ statt 39,00€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Supernerds

    Angst schüren gegen den Überwachungswahn

  2. O2-Netz

    Mobilfunkkunden von Kabel Deutschland gekündigt

  3. Landkreistag

    Warum der Bund den Glasfaserausbau nicht fördert

  4. Millionen Tonnen

    Große Mengen Elektronikschrott verschwinden aus Europa

  5. Autosteuerung

    Uber heuert die Jeep-Hacker an

  6. Contributor Conference

    Owncloud führt Programm für Bug-Bounties ein

  7. Flexible Electronics

    Pentagon forscht mit Apple und Boeing an Wearables

  8. Private Cloud

    Proxy für Owncloud soll Heimnutzung erleichtern

  9. Geheimdienste

    NSA kann weiter US-Telefondaten sammeln

  10. Die Woche im Video

    Diskettenhaufen und heiße Teilchen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Open Source: Sticken! Echt jetzt?
Open Source
Sticken! Echt jetzt?
  1. München CSU-Stadträte wettern über Limux
  2. Guadec15 "Beiträge zu freier Software sind zu schwer"
  3. Guadec15 "Open-Source-Software braucht Markenrechte"

Game Writer: Warum Quereinsteiger selten gute Storys für Spiele schreiben
Game Writer
Warum Quereinsteiger selten gute Storys für Spiele schreiben
  1. Swapster Deutsche Börse plant Handelsplattform für Spieler
  2. Ninja Theory Hellblade und eine Heldin mit Trauma
  3. Unterwasser Aquanox sucht Community

Uberchord ausprobiert: Besser spielen statt Highscore jagen
Uberchord ausprobiert
Besser spielen statt Highscore jagen
  1. Play Music Googles Musikdienst bekommt kuratierte Playlisten
  2. GTA 5 Rockstar-Editor bald für PS4 und Xbox One
  3. DAB+ WDR schaltet seine Mittelwellensender ab

  1. Re: Ziel wurde bereits verfehlt...

    Mr Miyagi | 13:51

  2. Kostenlos gebe ich keinen Schrott ab

    MagentaLove | 13:46

  3. Seltsamer Titel des Artikels

    Raulsinropa | 13:44

  4. Re: Jet Force Gemini

    Gwels | 13:44

  5. Re: Ganz einfache Antwort! :)

    sneaker | 13:43


  1. 12:57

  2. 11:23

  3. 10:08

  4. 09:35

  5. 12:46

  6. 11:30

  7. 11:21

  8. 11:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel