Biografie: Warum Steve Jobs immer einen Rollkragenpullover trug
Steve Jobs im Jahr 2010 (Bild: Kimberly White/Reuters)

Biografie

Warum Steve Jobs immer einen Rollkragenpullover trug

Die autorisierte Biografie über Steve Jobs lüftet das Geheimnis der stets gleichen schwarzen Pullover, die er bei öffentlichen Auftritten trug. Der Apple-Gründer wünschte sich eine Uniform für seine Beschäftigten.

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Walter Isaacson, der Autor der ersten autorisierten Steve-Jobs-Biografie, erklärt in einem vorab veröffentlichten Textauszug, warum Steve Jobs bei öffentlichen Auftritten immer einen schwarzen Rollkragenpullover trug. In dem bei Gawker publizierten Auszug erzählt er, Jobs sei in den 80er Jahren zu Sony nach Japan gereist und begeistert von den Uniformen gewesen, die alle Beschäftigten trugen.

Sony-Aufsichtsrat Akio Morita erklärte, dass nach dem Zweiten Weltkrieg niemand mehr ordentliche Kleidung gehabt habe. Daher habe der Konzern Garderobe ausgeben müssen. In den folgenden Jahren wurden die Uniformen dann zu einem Teil der Marke Sony. Sie stärkten das Zugehörigkeitsgefühl der Beschäftigten zum Unternehmen. "'Ich beschloss, dass ich diese Art von Bindung für Apple wollte', erinnerte sich Jobs." Sony hatte den berühmten Designer Issey Miyake für den Entwurf einer Sony-Uniform engagiert. Er schuf eine Jacke aus reißfestem Nylon mit abnehmbaren Ärmeln.

Isaacson schreibt: "'So rief Jobs Issey Miyake an und fragte ihn, ob er eine Weste für Apple kreieren könne', erzählte Jobs. 'Ich kam mit einigen Mustern zurück und erzählte jedem, wie toll es wäre, wenn wir alle diese Westen tragen würden. Oh Mann, haben die mich auf der Bühne ausgebuht. Alle hassten diese Idee.'"

Jobs freundete sich später mit Miyake an und besuchte ihn regelmäßig. Isaacson schreibt: "Er begann sich mit der Idee anzufreunden, selbst eine Uniform zu tragen. Teils aus Bequemlichkeit im Alltag, wie er behauptete, und um einen eigenen Stil zu vermitteln. 'Darum fragte ich Issey, ob er mir einige dieser schwarzen Rollkragenpullover machen könnte, die mir gefielen, und er stellte gleich Hunderte für mich her. Das ist es, was ich anziehe', sagte Jobs, und zeigte mir seinen Kleiderschrank. 'Ich habe genug für den Rest meines Lebens.'"

Das Buch "Steve Jobs: A Biography" wird am 24. Oktober 2011 auf Englisch bei dem Verlag Simon & Schuster erscheinen, der zum Medienkonzern CBS gehört. In Deutschland ist es ab dem 27. Oktober 2011 erhältlich. Isaacson arbeitete seit 2009 an dem Buch. Er hat dafür Jobs über 40-mal interviewt und mit dessen Familienangehörigen, Arbeitskollegen und Konkurrenten gesprochen. Es gibt verschiedenste Biografien über Jobs, aber keine, die mit seiner Zustimmung veröffentlicht wurde.

Autor Isaacson, Chef der Denkfabrik Aspen-Institut, war Aufsichtsratschef des US-Senders CNN und Managing Editor des Time-Magazins. Er hat Bestsellerbiografien zu den US-Staatsmännern Benjamin Franklin und Henry Kissinger und zu Albert Einstein verfasst.


Crass Spektakel 14. Okt 2011

Klasse, das ist ja mal wieder so typisch Jobs: One Size fits all. Or else...

idk 14. Okt 2011

...und ich bin mitnichten ein Fanboy, Ich habe nicht ein Apple Produkt. Fakt ist aber...

Bassa 14. Okt 2011

Also, wenn ich mir die Seitenzahl auf Seite 6 anschaue und dann die auf Seite 66... BÄM!

Bassa 14. Okt 2011

'Darum fragte ich Issey, ob er mir einige dieser schwarzen Rollkragenpullover machen...

Hotohori 13. Okt 2011

Geht mir genauso, darum liebe ich Hemden. ;)

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