Test Crysis

Gleiches Spiel, anderer Look

Offene Welt, die erste Version des Nano-Anzugs plus böse Koreaner und Außerirdische: Crysis ist rund vier Jahre nach der PC-Fassung auch für Xbox 360 und Playstation 3 verfügbar. Die Konsolenversion schickt den Spieler durch die gleichen Umgebungen - aber die sehen teils völlig anders aus, wie der Videovergleich zeigt.

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Ein Sprung aus dem Flugzeug, eine trotz Fallschirm harte Landung, und schon steht der Held in Crysis an einem nur vermeintlich friedlichen Sandstrand. Dort streiten sich trotz Traumkulisse nicht etwa Urlauber um Liegen, sondern großkalibrig ausgestattete Nordkoreaner und ebenso schwer bewaffnete Außerirdische um die Macht. PC-Spieler wissen das schon, denn sie konnten im November 2007 in der weitgehend offenen Inselwelt kämpfen - sofern ihr Rechner schnell genug war. Jetzt veröffentlicht das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek seinen Ego-Shooter auch für Playstation 3 und Xbox 360.

Zwar ist die Umgebungsgeometrie mehr oder weniger identisch mit der PC-Version. Trotzdem ist die Inselwelt kaum mehr wiederzuerkennen: Auf der Konsolenfassung wirkt die Grafik dunkler und etwas grober, dafür gibt's - immerhin verwendet die Portierung die Cryengine 3 - an manchen etwas bessere Lichteffekte, etwa durch Laub durchbrechende Sonnenstrahlen. Die erste große Bucht, die der Spieler nach dem Start sieht, ist am PC in zarte Morgenröte getaucht, während auf Konsole ein leichter Nebeleffekt über dem Meer zu liegen scheint. Problematischer ist allerdings, dass fehlendes Anti-Aliasing für Flimmern sorgt, was öfter schuld daran ist, dass weit entfernte Gegner im Dschungel kaum zu erkennen sind. Ab und an gibt es kleinere Probleme mit der Kollisionsabfrage, dann schwebt etwa ein Stück Mauer in der Luft. Die vom PC bekannten Effekte, etwa umknickende Bäume oder das nach dem Auftauchen vom Display ablaufende Wasser, gibt es auch auf PS3 und Xbox 360.

Die Steuerung hat Crytek vorbildlich an das Gamepad angepasst. Einige Funktionen sind automatisch verfügbar, nur den Tarnmodus und die Extrapanzerung muss der Spieler per Schultertaste selbst aktivieren. Manuelles Speichern gibt es nicht, dafür sichert das Spiel automatisch an Kontrollpunkten - die allerdings teils sehr weit auseinanderliegen. Verbunden mit der auch im einfachsten der vier Schwierigkeitsgrade nicht ganz einfachen Kampagne und der guten Gegner-KI kann das für Frust sorgen. Das Zielen ist mit Gamepad für die meisten PC-Spieler zwar nicht so komfortabel wie mit Maus und Tastatur, funktioniert dank Autotargeting jedoch ganz gut.

Die Konsolenversion von Crysis enthält lediglich die rund acht Stunden lange Kampagne, aber keinerlei Multiplayermodi. Das Spiel ist auf Xbox Live und im Store des Playstation Networks als rund 4,1 GByte großer Download für 20 Euro erhältlich. Neben der deutschen Sprachausgabe gibt es noch Unterstützung für ein gutes Dutzend weiterer Sprachen.

Fazit

Selbst nach vier Jahren hat Crysis immer noch echte Stärken. Die Kämpfe machen auch auf Konsole dank offener Spielewelt und der Taktikkomponente durch den Nano-Anzug viel Spaß. Allerdings sind einige Abstriche gegenüber der PC-Fassung hinzunehmen, was vor allem in dunkleren Abschnitten und im Dschungel auch mal für Frust sorgen kann, weil sich Gegner kaum von der Umgebung abheben. Trotzdem: Konsolenspieler, die bislang nur Crysis 2 kennen, sollten dem Vorgänger eine Chance geben. Nicht angemessen erscheint uns allerdings der Preis: 20 Euro für ein paar Stunden Kampagne ist viel Geld.


gotit 13. Okt 2011

In der Vergangheit hat sich auch so manches geändert in Sachen Grafik. Früher haben die...

DER GORF 12. Okt 2011

Du meinst das mit den Straßensperren von Afrikanischen Söldnern an jeder Ecke die immer...

feierabend 12. Okt 2011

Oh Gott! Bei diesem Denglish "läimen" sich meine Geschmacksnerven X-(

iDroide 12. Okt 2011

...ist das Gamepad. (Allerdings ohne Akku, sondern das mit Kabel) Kann man Crysis...

Croin 11. Okt 2011

Eigentlich hasse ich diesen Satz weil er einfach nie stimmt! Hier ist er jedoch...

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