Verkehrssicherheit

SMS schränkt Fahrtüchtigkeit stark ein

Das Lesen und Schreiben von Nachrichten auf einem Mobiltelefon lenkt den Autofahrer stärker ab als bisher angenommen. US-Forscher haben herausgefunden, dass sich die Reaktionszeit dabei sogar verdoppeln und der Fahrer Hindernisse übersehen kann.

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Dass das Telefonieren oder Schreiben von Textnachrichten beim Autofahren ablenkt, ist bereits bekannt. Forscher wollten nun in einem Feldversuch herausfinden, wie sehr das SMS-Schreiben die Aufmerksamkeit wirklich einschränkt.

Fahren und schreiben

An dem Projekt des Texas Transportation Institute nahmen 42 Probanden im Alter von 16 bis 54 Jahren teil. Im ersten Schritt sollten sie im Labor einen Text auf ihrem Mobiltelefon verfassen. Anschließend ging es auf eine knapp 18 Kilometer lange Teststrecke, deren Fahrbahn zum Teil durch Leitkegel verengt war. Erst absolvierten sie den Parcours, ohne dabei mit dem Mobiltelefon zu hantieren. Im zweiten Durchgang sollten sie beim Fahren den gleichen Text wie zuvor eingeben.

Die Wissenschaftler beobachteten die Probanden mit mehreren auf dem Armaturenbrett und am Rückspiegel angebrachten Kameras. Sie erfassten besonders die Reaktion der Fahrer auf ein blinkendes Warnlicht am Streckenrand. Dabei zeigte sich erwartungsgemäß, dass die Fahrer beim Schreiben einer SMS weniger aufmerksam waren, als wenn sie sich auf die Straße konzentrierten. Die Einbuße fiel jedoch deutlich stärker aus, als die Wissenschaftler im Vorfeld erwartet hatten.

Die Reaktionszeit habe sich verdoppelt, schreiben die Forscher. Normalerweise reagiert ein Fahrer in maximal zwei Sekunden auf ein Hindernis. War er durch das Schreiben einer SMS abgelenkt, verlängerte sich die Reaktionszeit auf drei bis vier Sekunden. Mit anderen Worten: Der Fahrer habe nur halb so viel Zeit, um auf ein Hindernis zu reagieren, erklärt Christine Yager, eine der Autorinnen der Studie.

Hindernis übersehen

Problematischer als die Verlängerung der Reaktionszeit war jedoch, dass die Fahrer das Hindernis oft übersahen: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Fahrer das Warnsignal überhaupt nicht wahrnahm, war elfmal höher, wenn er mit seinem Mobiltelefon beschäftigt war.

Aber auch ohne ein plötzlich auftauchendes Hindernis ist die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt: Fahrer, die eine SMS geschrieben hatten, konnten schlechter die Spur halten und mit konstanter Geschwindigkeit fahren als solche, die ihre Aufmerksamkeit auf die Straße gerichtet hatten. Dabei war es egal gewesen, ob der Fahrer eine Nachricht geschrieben oder eine empfangene Nachricht gelesen hatte.

Einfache Strecke

Um Fahrer und Wissenschaftler, die bei dem Test im Auto saßen, nicht unnötig zu gefährden, fand der Test auf einer abgeschlossenen, geraden Strecke bei relativ niedriger Geschwindigkeit, ohne Gegenverkehr und ohne Hindernisse wie zum Beispiel Kuppen statt. Es sei beängstigend, daran zu denken, um wie viel mehr die Fahrtüchtigkeit im normalen Straßenverkehr eingeschränkt gewesen wäre, resümieren die Forscher.

In den USA sind etwa 20 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle auf Ablenkungen des Fahrers zurückzuführen. Die verbreitetste Quelle der Ablenkung beim Fahren ist das Telefonieren während der Fahrt. Jeder fünfte Autofahrer in den USA schreibt und liest laut Studien unterwegs Textnachrichten auf dem Mobiltelefon.


Dubu 12. Okt 2011

Du hast natürlich recht, das war schlecht formuliert von mir.

trollwiesenvers... 11. Okt 2011

Blödgeschwätz schreiben aber ebenso ...

Captain 11. Okt 2011

Jo klar, das auch immer in jeder Situation. träum weiter...

Anonymer Nutzer 11. Okt 2011

dafür ist der Straßenverkehr viel zu komplex geworden. Nicht nur wegen der ganzen...

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