Digitask: Staatstrojaner könnte von hessischer Firma stammen
Bundestrojaner (Bild: CCC Mellowbox Creative Commons Lizenz 2.0)

Digitask

Staatstrojaner könnte von hessischer Firma stammen

Der vom Chaos Computer Club veröffentlichte Staatstrojaner könnte von der Firma Digitask stammen. Der Hersteller "spezieller Sicherheits- und Kommunikationslösungen für Behörden" soll bereits den Bayerntrojaner entwickelt haben.

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Die staatliche Spionagesoftware, die der Chaos Computer Club analysiert (PDF) hat, stammt vermutlich von der Firma Digitask im hessischen Haiger, die auch den Bayerntrojaner entwickelt haben soll. Das berichtet die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf Dokumente aus dem bayerischen Justizministerium, des Oberlandesgerichtspräsidenten und von Generalstaatsanwälten.

Bei Wikileaks im Januar 2008 veröffentlichte Dokumente beschreiben bereits die Zusammenarbeit zwischen Digitask und der bayerischen Landesregierung. Auch der österreichische IT-Journalist Erich Möchel vermutet Digitask hinter dem Bundestrojaner.

"Die Digitask GmbH ist bundesweit führender Anbieter von speziellen Sicherheits- und Kommunikationslösungen für Behörden", erklärt das Unternehmen in einer Selbstdarstellung.

"Zur Verschleierung der eigenen IP-Adresse müssen noch zwei Proxyserver von Ihrem Amt angemietet werden", riet Digitask laut Frankfurter Rundschau den bayerischen Behörden. "Es empfiehlt sich hier, einen Proxy in Übersee zu mieten." Der Chaos Computer Club berichtete über den Staatstrojaner: "Zur Tarnung der Steuerzentrale werden die ausgeleiteten Daten und Kommandos obendrein über einen in den USA angemieteten Server umgelenkt."

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar 2008 gegen den Staatstrojaner für die Onlinedurchsuchung in Nordrhein-Westfalen geurteilt. Danach wurde an einer geänderten Variante der Spionagesoftware gearbeitet, die als "Quellen-TKÜ-Software" jedoch ausschließlich zur Überwachung von VoIP verwendet werden darf. Doch die dem Chaos Computer Club vorliegende Software kann weit mehr, nämlich die Inhalte per Bildschirmfoto ausspionieren. Das sollen die extrahierten Binärdateien der Schadsoftware belegen. Die Funktionen des Bundestrojaners lassen sich zudem durch Nachladen erweitern. Damit werde der Vollzugriff auf den Rechner möglich, zum Hinterlegen gefälschten belastenden Materials oder zum Löschen von Dateien, erklärte der Chaos Computer Club.


d333wd 12. Okt 2011

Digitask. ~d333wd

unsacred666 11. Okt 2011

wer will da auch schon arbeiten! auch wenn sich die stellenbeschreibungen gut lesen, ich...

quetzal 11. Okt 2011

Klasse, und schon hast Du mit großem Aufwand eine Möglichkeit der Überwachung erschwert...

chrizzy 10. Okt 2011

http://www.n-tv.de/politik/Staatstrojaner-ist-ein-Bayer-article4494121.html

Testdada 10. Okt 2011

Tut mir leid für dich, aber du hast das System des Staatsapparates noch nicht...

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