Linux

Kernel 3.1 erhält NFC-Subsystem

Mit deutlicher Verspätung hat Linus Torvalds den Linux-Kernel 3.1 freigegeben. Er erhält ein Subsystem für Near Field Communication (NFC). Außerdem haben die Kernel-Hacker diverse Verbesserungen an der Virtualisierung eingearbeitet.

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Einige Wochen später als geplant ist der Linux-Kernel 3.1 erschienen. Er war für Anfang bis Mitte September erwartet worden, die Freigabe verzögerte sich aufgrund eines Einbruchs auf die Server der Webseite Kernel.org. Wesentliche Änderungen haben die Kernel-Hacker bei der Virtualisierung und im Virtual File System (VFS) vorgenommen. Außerdem hat Linux 3.1 ein NFC-Subsystem und zahlreiche neue WLAN-Treiber.

Kernel.org gehackt

Der Einbruch auf Kernel.org erfolgte über einen gestohlenen SSH-Schlüssel von einem der Kernel-Hacker. Angreifer hatten sich darüber Zugang zu den Servern verschafft und weitere SSH-Schlüssel entwendet. Den Administratoren blieb nichts anderes übrig, als die Server komplett vom Netz zu nehmen und neu aufzusetzen. Als Konsequenz sind künftig Shell-Zugänge über SSH nicht mehr möglich. Stattdessen müssen Kernel-Entwickler künftig Gitolite verwenden, um ihre Änderungen in den Sourcecode einzubauen.

Nach und nach wurden neue Schlüssel an die Entwickler verteilt und Backups des Quellcodes der verschiedenen Kernel-Versionen eingespielt. Jeder Kernel-Entwickler hat eine Kopie des Quellcodes auf seinem lokalen Rechner. Dass der Sourcecode der Linux-Kernel verändert wurde, ist unwahrscheinlich. Denn Git-Dateien werden über einen SHA-1-Hashwert überprüft und zusätzlich wird der gesamte Quellcode eines Entwicklungszweigs gehasht. Da mehrere tausend Entwickler häufig mehrmals täglich ihre Quellen überprüfen und mit dem Kernel.org-Repository vergleichen, würde veränderter Code sofort auffallen. Kernel-Hacker Jonathan Corbet sagt: "Wenn wir sagen, der Quellcode auf Kernel.org wurde nicht kompromittiert, wissen wir es auch wirklich."

Datentausch per NFC

Der Kernel 3.1 erhält ein Subsystem für den Datenübertragungsstandard Near Field Communication (NFC). Das NFC-Subsystem stellt eine Schnittstelle für diverse Treiber zur Verfügung, kümmert sich um die Datenübertragung und hat auch eine Schnittstelle für die Userspace-Anwendungen.

Für die Opensource-CPU Openrisc bringt Kernel 3.1 ebenfalls Unterstützung. Das Hardwaredesign für die Prozessorfamilie Openrisc 1000 ist unter der LGPL veröffentlicht und beschreibt den Grundriss für Risc-basierte CPUs in 32- und 64-Bit-Versionen samt FPU. Die Modelle und die Firmware für die CPUs stehen unter der GPL.

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samy 24. Okt 2011

wenn es darum geht offene Standards umzusetzen. USB 3.0 wurde auch schon lange vor...

tilmank 24. Okt 2011

Dass das schon eine zeitlang möglich ist, habe ich vor Monaten in einem Video gesehen...

msi 24. Okt 2011

@golem die aktuelle version kann momentan via github bezogen werden. kernel.org wird...

Satan 24. Okt 2011

äh, ich meine natürlich auch 3.0.7.

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