Electric Blue

Elektroauto beschleunigt auf Weltrekordniveau

Das Elektroauto Electric Blue erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 280 Kilometern pro Stunde und wiegt rund 500 Kilogramm. Auf normalen Straßen wird der blaue Flitzer jedoch niemals fahren können.

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Electric Blue ist ein sogenannter Streamliner - ein Rekordfahrzeug mit extrem langer Karosserie, einem Sitz und vollverkleideten Rädern. Die Bodenfreiheit liegt bei gerade einmal 2,5 Zentimetern. Der Wenderadius des Fahrzeugs liegt bei rund 182 Metern - ein normales Auto benötigt ungefähr 11 Meter zum Wenden.

Das aerodynamische Profil der Karosserie wurde von Studenten der Brigham Young University in Utah entwickelt und schließlich aus Karbonfasern und anderen Leichtbaumaterialen gefertigt. Insgesamt 130 Studenten arbeiteten sieben Jahre lang unter der Leitung von Professor Perry Carter an Electric Blue. Der Wissenschaftler bezeichnete die Arbeit am Rekordfahrzeug als Krönung seiner 31-jährigen Karriere an der Brigham Young University.

Auf dem Bonneville-Speedway-Gelände in der Großen Salzwüste in Utah fuhr Electric Blue einen Weltrekord für elektrisch betriebene Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht unter 500 kg in der Klasse E1. Dabei wurde eine Spitzengeschwindigkeit von 280 Kilometern pro Stunde und eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 250 km/h erzielt. Jim Burkdoll, Präsident der Utah Salt Flats Racing Association, fuhr das Elektroauto in den beiden notwendigen Qualifizierungsläufen, die von der Southern California Timing Association zertifiziert wurden.

Im vorigen Jahr passierte bei einer Geschwindigkeit von rund 290 Kilometern pro Stunde im zweiten Qualifizierungslauf ein Unfall, der Electric Blue stark beschädigte, so dass die Fahrt nicht anerkannt wurde. Der Fahrer blieb unverletzt. Den Fahrzeugen wird bei ihrer Rekordjagd rund 3,2 Kilometer Beschleunigungsstrecke zugeteilt. Die folgenden 1,6 Kilometer dürfen sie auf Höchstgeschwindigkeitsjagd gehen, während die nächsten 3,2 Kilometer zum Bremsen gedacht sind.

Die Stromversorgung des Fahrzeugs übernehmen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Eine besondere Herausforderung bei der Konstruktion war die Karosserie. Sie musste stabil genug sein, die schweren Akkus zu tragen und durfte gleichzeitig das Gesamtgewicht in der E1-Klasse nicht überschreiten, das bei 500 kg liegt.


Lokster2k 07. Okt 2011

Dass du jemandem seine Meinung in einem derartigen Tonfall absprechen musst, zeugt sehr...

Maxiklin 06. Okt 2011

Speziell ist eben das Gewicht. Weniger Gewicht = größere Reichweite, und das ist eins der...

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