Studie: Tabletnutzer mögen Zeitungen
Tageszeitung auf dem iPad: Kombiangebot aus digitaler und geduckter Ausgabe (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Studie

Tabletnutzer mögen Zeitungen

Tablets bieten Tageszeitungen eine gute Chance, Leser zu erreichen. Die Besitzer der mobilen Endgeräte sollen auch bereit sein, Geld für eine digitale Zeitung auszugeben - zumindest die bestimmter Geräte.

Anzeige

Im vergangenen Jahr lobhudelte Springer-Chef Mathias Döpfner, das iPad werde die Verlagsbranche retten. Glaubt man einer Studie, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und dpa-infocom, eine Tochter der Deutsche Presse-Agentur, in Auftrag gegeben haben, hat er in gewisser Weise recht.

Die Besitzer der mobilen Geräte scheinen durchaus Interesse an der Zeitung zu haben: So nutzen 52 Prozent der iPad-Nutzer täglich oder fast täglich eine Zeitungsapp. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) derer, die den Kauf eines Tablets planen, wollen darauf eine digitale Zeitung lesen. Keine andere App-Kategorie erhalte so viel Zuspruch, erklärt der BDZV.

Bezahlte Inhalte

Viel wichtiger für die Verleger aber ist, dass die Nutzer sich nicht nur für die digitale Ausgabe der Zeitung interessieren, sondern dass sie dafür auch bezahlen wollen: Laut der Studie sind sie bereit, rund neun Euro im Monat auszugeben.

Bemerkenswert: Die Bereitschaft, kostenpflichtige journalistische Angebote zu nutzen, scheint vom Typus des mobilen Geräts abzuhängen. So gaben etwa ein Drittel der Nutzer von Android-Smartphones und knapp die Hälfte von Android-Tablets an, Geld für journalistische Inhalte ausgeben zu wollen. Besitzer von Apple-Geräten hingegen sind eher dazu bereit: Etwa die Hälfte der iPhone- und etwa 80 Prozent der iPad-Besitzer zeigten sich zahlungswillig.

Digital und gedruckt

Tabletnutzer wollen die Tageszeitung allerdings nicht nur auf ihrem Gerät, sondern auch auf Papier lesen. Über 80 Prozent sind an einem Kombiangebot aus gedruckter und digitaler Ausgabe der Zeitung interessiert, ergab die Studie. Es entstehe "ein neuer attraktiver Markt für Verlage", kommentierte dpa-infocom-Chef Meinolf Ellers. "Zeitungen sind gut beraten, sich zu positionieren und Erfahrungen zu sammeln."

Die Studie wurde von Ende Juni bis Anfang September 2011 von der Berliner Marktforschungsagentur F&B über die Websites der beteiligten Verlage durchgeführt. Befragt wurden 3.290 Personen. Die Ergebnisse werden auf der Tagung Zeitungen machen mobil - E-Publishing, Apps und mobiles Internet vorgestellt, die am 5. Oktober 2011 in Berlin stattfindet.


Bassa 02. Okt 2011

Ich lese sehr gerne Bücher und finde das besser als einen E-Book-Reader, wobei ich mir...

samy 01. Okt 2011

Webkataloge sind keine Zeitungen. Hab mir gerade beides Angeschaut ist nicht im...

Xstream 30. Sep 2011

asdf movie ;)

Paritz 30. Sep 2011

Die direkte Vergütung der erbrachten leistung sehe ich gar nicht als Hauptfragestellung...

neocron 30. Sep 2011

"vom Laster gefallen" würde ich vermuten ...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Host (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, Wilhelmshaven
  2. IT-Senior Analyst SAP Support (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Linux Systemadministrator (m/w)
    Gameforge AG, Karlsruhe
  4. Senior Consultant SAP CRM / Solution Architect SAP CRM (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Facebook, Google, Twitter

    Branchenweite Interessengruppe zum Open-Source-Einsatz

  2. Typ 007

    Leica Mittelformatkamera S filmt in 4K

  3. Cloud-Computing

    Mathematica Online für den Browser

  4. Taxi-Konkurrent

    Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

  5. Stadt München

    Zweiter Bürgermeister Münchens lobbyiert gegen Limux

  6. Wettbewerbsverfahren

    Justizminister Maas will an Googles Algorithmus

  7. Test Bernd das Brot

    "Dieses Spiel ist Mist"

  8. Apple

    Vorerst keine NFC-Funktion für deutsche iPhone-Käufer

  9. Sicherheitslücke bei Android

    AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein

  10. Betriebssystem

    Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Destiny: Schicksal voller Widersprüche
Test Destiny
Schicksal voller Widersprüche
  1. Destiny 500 Millionen US-Dollar Umsatz mit "steriler Welt"
  2. Destiny "Größter Unterschied sind sehr pixelige Schatten"
  3. Bungie Kostenloses Upgrade von Old- zu Current-Gen-Konsolen

Doppelmayr-Seilbahn: Boliviens U-Bahn der Lüfte
Doppelmayr-Seilbahn
Boliviens U-Bahn der Lüfte

Mobile Encryption App angeschaut: Telekom verschlüsselt Telefonie
Mobile Encryption App angeschaut
Telekom verschlüsselt Telefonie
  1. Magenta Mobil Deutsche Telekom startet neues Tarif-Portfolio
  2. Telekom Störungen bei der IP-Telefonie
  3. Quartalsbericht Telekom macht weiter keine genauen Angaben zu FTTH

    •  / 
    Zum Artikel