Mehrbedarf: ARD und ZDF wollen 1,5 Milliarden Euro mehr GEZ-Gebühren
(Bild: ARD/ZDF)

Mehrbedarf

ARD und ZDF wollen 1,5 Milliarden Euro mehr GEZ-Gebühren

Die Öffentlich-Rechtlichen wollen mehr Geld. Davon soll ein großer Teil für Sportrechte ausgegeben werden.

Anzeige

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen in der nächsten Gebührenperiode mehr Geld. ARD und ZDF haben bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) für die neue Gebührenperiode von 2013 bis 2016 1,47 Milliarden Euro mehr beantragt. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung sollen davon 500 Millionen Euro für Übertragungsrechte an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich und den Olympischen Sommerspielen bezahlt werden. Die GEZ-Gebühren bringen ARD, ZDF, Deutschlandradio und den Landesmedienanstalten jährlich bereits über 7 Milliarden Euro.

Jürgen Doetz, Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), kommentierte: "Diese Zahlen zeugen von einem völligen Realitätsverlust der gebührenfinanzierten Anstalten und im Besonderen beim ZDF. Eine solche Gebührenerhöhung anzumelden und damit die vom VPRT immer wieder kritisierte Expansion in Gebühren zu meißeln, ist gleichermaßen ein Affront gegenüber den Gebührenzahlern und eine Ohrfeige für die Politiker, die sich derzeit für ein neues Finanzierungsmodell engagieren."

Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Burkhardt Müller-Sönksen sprach von dreister Selbstbedienungsmentalität von ARD und ZDF. "Zusätzliche Gelder würden die Vielfalt unserer Medienlandschaft gefährden, die von einem fairen Wettbewerb des privaten und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie der Printverlage lebt. Dies gilt insbesondere für die Konkurrenzsituation im Internet."

Die Rundfunkgebühr soll durch eine Haushaltsgebühr ersetzt werden. Diese muss jeder zahlen, auch Menschen, die kein Rundfunkgerät besitzen. Die Höhe soll pro Haushalt bei monatlich 17,98 Euro liegen. Damit soll die Nutzung von Fernsehen, Hörfunk, Telemedien, Computer und Autoradio der Haushaltsmitglieder abgedeckt sein. Wer nur 5,76 Euro für die reine Nutzung eines Radios oder 5,52 Euro für einen internetfähigen PC zahlt, wird auf 17,98 Euro im Monat heraufgestuft. Wer schon Radio und Fernseher angemeldet hat, zahlt weiter 17,98 Euro.

"Wie sich die Einnahmesituation durch das neue Beitragsmodell entwickeln wird, ist unsicher", gab die ARD bekannt. Die ARD hatte mehr Sachlichkeit in der Gebührendebatte gefordert. Der beantragte Bedarf sei geringer als der, den die KEF für die laufende Gebührenperiode für die ARD anerkannt habe. Pro Jahr entspreche die aktuelle Anmeldung einer Anpassung von 1,1 Prozent und bleibe damit deutlich unter der allgemeinen Kostensteigerung. Hierbei handele es sich um die niedrigste Rate, die von der ARD jemals angemeldet wurde. Zudem bewege sich die ARD - gemessen an ihrer Größe - deutlich unterhalb des ZDF.


dfm 27. Sep 2011

Was gehtn? 1,5 milliarden fürs f***ing fernsehen? also da wird sich ja wohl ne bessere...

Maxiklin 26. Sep 2011

Den Link hätteste dir auch schenken können :) Für JEDES Argument kann man entsprechende...

Maxiklin 26. Sep 2011

Vorher fällt mir da noch Monica Lierhaus ein, die für 2 Minuten pro Woche ARD-Lotterie...

Maxiklin 26. Sep 2011

Tja, die ÖR haben sich eh schon extrem den Privaten angenähert und umgekehrt. Auf beiden...

Maxiklin 26. Sep 2011

Dann verlierste spätestens 2013 eh deinen Arbeitsplatz weil GEZ braucht dann keiner mehr :D

Kommentieren



Anzeige

  1. Fachbereichsleiter (m/w) Produktionsmittelmanagement Storage
    gkv informatik, Wuppertal
  2. IT-Systemanalytiker (m/w)
    Schuberth Group, Magdeburg
  3. Engineering Consultant (m/w)
    RUETZ SYSTEM SOLUTIONS GmbH, München
  4. Datenbank-Administrator (m/w) - Schwerpunkt Oracle
    ISD - Industrie Service für Datenverarbeitung GmbH, Ludwigshafen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Geheimdienste

    DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

  2. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  3. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  4. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  5. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen

  6. Phishing-Angriffe

    Nigerianische Scammer rüsten auf

  7. Nvidia Shield Tablet ausprobiert

    Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller

  8. Videostreaming

    Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

  9. Mozilla

    Kompakte String-Kodierung in Firefox spart Speicher

  10. Smart City

    New Yorker sollen sich gegenseitig überwachen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Defense Grid 2 angespielt: Kerne, Türme, Aliens
Defense Grid 2 angespielt
Kerne, Türme, Aliens
  1. Ex-Stalker Vorwürfe gegen Actionspiel-Projekt Areal
  2. Crowdfunding Kickstarter unterstützt ab Herbst deutsche Projekte
  3. Catlateral Damage 40.000 US-Dollar für Katzen-Chaos

Plasma 5 im Test: Eine frische Brise für den KDE-Desktop
Plasma 5 im Test
Eine frische Brise für den KDE-Desktop
  1. Unix-Desktop KDE SC 4.14 wird 4er-Reihe abschließen
  2. Qt-Addons KDE Frameworks 5.0 endlich erschienen
  3. KDE-Arbeitsfläche Plasma-5-Beta zeigt neues Design

Syncthing im Test: P2P-Synchronisierung leicht gemacht
Syncthing im Test
P2P-Synchronisierung leicht gemacht

    •  / 
    Zum Artikel