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RIMs CO-CEO Mike Lazaridis
RIMs CO-CEO Mike Lazaridis (Bild: Getty Images)

RIM

Blackberry-Hersteller taumelt abwärts

RIMs CO-CEO Mike Lazaridis
RIMs CO-CEO Mike Lazaridis (Bild: Getty Images)

Während Apple mit der Produktion seines iPhones kaum hinterherkommt, laufen dem Blackberry-Hersteller RIM die Kunden davon. Im zweiten Geschäftsquartal schrumpften die Auslieferungen auf 10,6 Millionen Smartphones.

Mit einem massiven Gewinneinbruch beendete der Blackberry-Hersteller RIM das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Bei einem Umsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar blieb ein Nettogewinn von 329 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal waren es noch zehn Prozent mehr Umsatz und 796 Millionen Dollar Nettogewinn. Blackberry-Smartphones fanden weniger Käufer und der Absatz des Tablets Playbook war schlicht eine Enttäuschung. Nachbörslich brach die RIM-Aktie bis zu 19 Prozent ein. Investoren verlangen immer lauter nach einer Kurskorrektur.

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Gut 10,2 Millionen Blackberrys wurden verkauft, rund 1,9 Millionen weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur 200.000 Playbook-Tablets, die Antwort auf Apples iPad, fanden einen Käufer. Analysten korrigieren mittlerweile ihre Verkaufsschätzungen bis Ende 2011 von gut drei Millionen Playbooks auf 1,9 bis 2,2 Millionen Stück. Im Analysten-Call nach der Veröffentlichung der Zahlen kündigte Co-CEO Mike Lazaridis ein "substanzielles Software Upgrade" für das Playbook an und verstärkte Marketinganstrengungen zum Weihnachtsgeschäft.

Während es für den Handflächen-PC wohl wenig Hoffnung gibt, erwartet der kanadische Hersteller bei den Smartphones im laufenden Quartal wieder eine Erholung um 27 bis 37 Prozent auf 13 bis 14 Millionen Geräte. Grund ist die Einführung einer Reihe neuer Modelle mit einem verbesserten Betriebssystem Ende des abgelaufenen Quartals, was sich positiv auswirken soll. "Wir sehen gutes Interesse für die neuen Modelle", so Co-CEO Jim Balsillie, "der Absatz im Quartal war geringer als erwartet, weil die Nachfrage nach den alten Modellen schwächer als erwartet war".

Weiterer Zuspruch findet der sichere E-Mail-Service von Blackberry. Mit 70 Millionen Kunden liegt er deutlich über den 50 Millionen des Vorjahres und hat erstmals mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz eingefahren. Auf Analystennachfrage wurde aber eine Aufsplittung der neuen Nutzer in Regionen abgelehnt. "Das veröffentlichen wir nicht mehr", hieß es schlicht. Besonders im US-Markt musste RIM zuletzt massiv Marktanteile an Apple und Android-Geräte abgeben.

Das Mitte des Jahres angekündigte Kostenoptimierungsprogramm, zu dem auch ein massiver Stellenabbau gehört, hat bislang 90 Millionen US-Dollar verschlungen. RIM verliert kontinuierlich Marktanteile an Apples iPhone, dessen nächstes Modell (iPhone 5) im Oktober 2011 erwartet wird. Hier wird weiterer Druck auf Blackberry erwartet. Auch Smartphones mit Googles Android legen stark zu und zehren an RIMs Kundenbasis.

Besondere Verwunderung hatte der starke Einbruch der Bruttomarge im Vergleich zum 1. Quartal ausgelöst, von 43,9 Prozent auf 38,7, sowie eine prognostizierte weitere Verschlechterung auf 37 Prozent im laufenden Quartal. Im Analystengespräch begründete RIM dies mit zusätzlichen Marketingaufwendungen, um den Playbook-Absatz anzukurbeln. Außerdem stiege der prozentuale Anteil des Hardwareumsatzes am Gesamtmix, so dass der margenstärkere Servicebereich, der E-Mail-Dienst, nicht so stark zum Tragen komme.

Trotzdem verbreitet Balsillie für das laufende Quartal verhaltenen Optimismus: Der Umsatz wird bei 5,3 bis 5,6 Milliarden Dollar erwartet, was zumindest wieder an das Niveau des Vorjahresquartals von 5,49 Milliarden Dollar herankäme. Der Gewinn pro Aktie wird auf 1,20 bis 1,40 Dollar geschätzt. Hier sind allerdings weitere Restrukturierungskosten noch unberücksichtigt, und im Vorjahr blieben 1,74 Dollar pro Aktie übrig.

Die vorgelegten Zahlen bringen keine Entlastung für das angeschlagene Führungsduo Jim Balsillie und Mike Lazaridis. Erst vor wenigen Tagen hat eine Gruppe um den Investmentfonds Jaguar Financial Corp. gefordert, RIM solle sich von einem Teil seines Patentportfolios trennen und den Aktionären die Gewinne zukommen lassen. Die Chancen sind allerdings gering: Gerade erst hat RIM 780 Millionen Dollar in den Kauf von zusätzlichen Nortel-Patenten investiert.

Für das gesamte Finanzjahr erwartet RIM jetzt nur noch einen Gewinn pro Aktie "am unteren Ende" der früher genannten 5,25 bis 6,00 Dollar. [von Axel Postinett/Handelsblatt]


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nicoledos 17. Sep 2011

10,6 Millionen Einheiten konnten in einem gesättigten Markt verkauft werden, welche dafür...

DY 16. Sep 2011

Scheint sich noch nicht so richtig gefunden zu haben. Die Produkte sind nicht schlecht...

bofhl 16. Sep 2011

Blos auch bei Android gibts eine Firewall (bei vielen Installationen ist iptables ja mit...

RazorHail 16. Sep 2011

längst nicht mehr zeitgemäß einige nerds werden trotzdem immer noch darauf bestehen :)



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