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Daimler-Chef Dieter Zetsche stellte den F125 auf der IAA 2011 vor.
Daimler-Chef Dieter Zetsche stellte den F125 auf der IAA 2011 vor. (Bild: Daimler/Mercedes)

Mercedes-Zukunftsauto F125

Der Wasserstoff steckt in der Karosserie

IAA

Daimler zeigt auf der 64. IAA in Frankfurt das Forschungsfahrzeug F125! mit Wasserstoffantrieb, Akku und Elektromotoren: Im Format einer S-Klasse von Mercedes soll das Auto zeigen, wie emissionsfreies Fahren im Jahr 2025 oder später aussehen könnte.

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"Wasserstoff ist heute das bessere Öl. Und deshalb ist es Zeit für einen Ölwechsel", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche anlässlich der Präsentation der Wasserstoffluxuslimousine auf der IAA 2011. Der "F125!", der wie der "Up!" von VW ein Ausrufezeichen im Namen trägt, ist ein sogenanntes Plugin-Hybridfahrzeug, das seinen Lithium-Schwefel-Hochvoltakku nicht nur mit Hilfe der Brennstoffzelle aufladen kann, sondern auch ganz konventionell über das Stromnetz. Die Akkuladung erfolgt dabei über Induktion und nicht über ein Kabel.

Das Forschungsfahrzeug wird mit Hilfe von vier Elektromotoren angetrieben, die in der Nähe der Räder sitzen. Die Frontmotoren erreichen eine Leistung von jeweils 50 kW und die im Heck rund 100 kW. Insgesamt kommen so 230 kW Spitzenleistung und eine Dauerleistung von 170 kW zustande. Das Drehmoment liegt bei brachialen 550 Nm. Das reicht für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.

Karosserie als Tank

Auch beim Karosseriekonzept hat Daimler nicht auf eine traditionelle Stahlbauweise, sondern auf eine Hybrid-Leichtbauweise mit Flügeltüren gesetzt. Sie macht das Fahrzeug nicht nur leichter, sondern nach Angaben des Unternehmens auch sicherer. Die Karosserie besteht aus faserverstärkten Kunststoffen, Carbon-Kohlestofffasern, Aluminium und hochfestem Stahl. Das Wasserstoffauto soll als Luxuslimousine den Passagieren und dem Gepäck viel Platz bieten. Mit einer Länge von knapp fünf Metern und einem Kofferraumvolumen von 470 Litern liegt der F125 ungefähr gleichauf mit einer aktuellen S-Klasse von Mercedes.

Den Wasserstoff speichert der F125 nicht in einem unförmigen Tank, sondern in einem Teil der Karosserie. Rund 7,5 kg Wasserstoff passen in den Verbundspeicher, der in die Bodengruppe eingebaut wurde. Im Vergleich zu den derzeit verwendeten Hochdruckspeichern beansprucht der H2-Tank weniger Platz, da er nur mit einem Druck von 30 bar gefüllt wird. Mit der Tankfüllung und einem vollen Akku soll der F125 eine Reichweite von rund 1.000 Kilometern erzielen. Der Verbrauch liegt bei nur 0,79 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer. Das entspricht einem Dieseläquivalent von 2,7 Litern.

  • Daimler-Chef Dieter Zetsche mit dem Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Der F125! soll verschiedene Fahrassistenzsysteme bieten. (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Die F125-Flügeltüren lassen sich mittels Gestensteuerung öffnen. (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Die F125-Karosserie dient als Wasserstoff-Tank. (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Das Hightech-Cockpit des F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Das Hight-Tech-Cockpit des F125!  (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
  • Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)
Daimler-Chef Dieter Zetsche mit dem Mercedes-Forschungsauto F125 (Bild: Daimler/Mercedes)

Gestensteuerung und teilautonomes Fahren

Auch für den Fahrer bietet der F125 einige Überraschungen. So soll er durch eine Sprach- und Gestensteuerung bedienungsfreundlicher werden. Auch die in Kunststoff-Leichtbauweise gebauten Flügeltüren lassen sich mittels Gestik öffnen und schließen.

Mit dem Fahrerassistenzsystem "Advanced Driving Assist" kann sich der Fahrer auf Wunsch chauffieren lassen. Das System ermöglicht Spurwechsel auf mehrspurigen Straßen mit gleichgerichtetem Verkehr und soll künftig automatisch überholen können.

Auch mit anderen Fahrzeugen nimmt der F125 Kontakt auf. Die Car-to- X-Kommunikation kann auch Daten von entsprechend ausgerüsteten Ampeln oder Warneinrichtungen sowie Verkehrszentralen erhalten und den Fahrer vor Einsatzfahrzeugen warnen, die vorfahrtsberechtigt sind. Wer so ein ähnliches Auto gerne hätte, muss sich noch etwas gedulden - mindestens bis 2025. Das Fahrzeug soll seiner Zeit um mehr als zwei Generationen voraus sein.


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Chevarez 11. Jun 2012

Je nach Energiemix zumindest zum Teil ganz ohne eine solche. Das ist ja das Elegante an...

Chevarez 11. Jun 2012

Sehe das fast alles genauso. Aber ... Energiedichte ist nicht gleich Energiedichte...

Chevarez 11. Jun 2012

Kein Witz, denn genau das könnte durchaus passieren. Zwar in sehr kleinem und eher lokal...

Chevarez 11. Jun 2012

Wie sich das Dieseläquivalent errechnet war mir beim Lesen auch nicht ganz schlüssig...

Chevarez 11. Jun 2012

Das Stromnetz ist ja auch deutlich weiter verbreitet und der Umgang mit Stecker und...

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