Tomorrownow: US-Regierung will 20 Millionen US-Dollar von SAP
(Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Tomorrownow

US-Regierung will 20 Millionen US-Dollar von SAP

Im Streit um Urheberrechtsverletzungen durch eine US-Tochter von SAP wird es zu einem Vergleich mit dem Justizministerium kommen. Oracle strebt in einem neuen Verfahren weiterhin 1,3 Milliarden US-Dollar Strafe an.

Anzeige

Im Strafprozess um Urheberrechtsverletzungen durch die ehemalige SAP-Tochter Tomorrownow will das US-Justizministerium 20 Millionen US-Dollar von dem deutschen Konzern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise. SAP habe sich zu der Zahlung bereiterklärt. Der Vergleich soll am 14. September 2011 formal vor Gericht vereinbart werden.

SAP hatte in der vergangenen Woche erklärt, einen Vergleich geschlossen zu haben. Die Höhe der Strafe wurde aber nicht genannt und fand sich auch nicht in den öffentlich zugänglichen Gerichtsanträgen.

SAP übernahm Tomorrownow im Jahr 2005 für zehn Millionen US-Dollar. Das Unternehmen war Spezialist für Wartungs- und Supportdienstleistungen für Peoplesoft- und JDE-Produkte Oracles. Tomorrownow-Beschäftigte sollen Zugangsdaten von Oracle-Kunden genutzt haben, um tausende Softwareprodukte und andere vertrauliche Dokumente von Oracles Servern herunterzuladen. SAP räumte im Juli 2007 "unangemessene Downloads" von Oracle-Supportmaterial ein, auch wenn Tomorrownow berechtigt gewesen sei, sich im Auftrag seiner Kunden Material von Oracle herunterzuladen. Ende Oktober 2008 hatte SAP den Geschäftsbetrieb von Tomorrownow komplett eingestellt.

Die 1,3-Milliarden-US-Dollar-Strafe, die SAP wegen des Verstoßes an den US-Konkurrenten Oracle zahlen sollte, wurde am 1. September 2011 von Richterin Phyllis Hamilton im kalifornischen Oakland aufgehoben. Die Höhe des Bußgeldes sei stark übertrieben. Hamilton legte die Strafe auf 272 Millionen US-Dollar fest. Oracle will das Revisionsurteil nicht akzeptieren und wird ein neues Verfahren anstrengen.


Kommentieren



Anzeige

  1. Java Entwickler/in
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)
  3. Senior Manager CRM (m/w)
    Kontron AG, Augsburg
  4. Mitarbeiter/-in im Storage-Systemengineering
    Deutsche Bundesbank, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  2. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  3. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  4. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  5. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  6. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter

  7. Mozilla

    Einfache Web-Apps auf dem Smartphone erstellen

  8. Civ Beyond Earth Benchmark

    Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle

  9. Allview X2 Soul mini

    Sehr dünnes Smartphone im Alu-Gehäuse für 200 Euro

  10. Toybox Turbos

    Codemasters veranstaltet Rennen auf dem Frühstückstisch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel