Zweiter Rauswurf

Yahoo-Chefin auch aus Aufsichtsrat entfernt

Carol Bartz hat ihren Sitz im Yahoo-Aufsichtsrat aufgegeben. Die entlassene Konzernchefin hatte erklärt, in dem Gremium bleiben zu wollen. Eine höhere Abfindung über 14 Millionen US-Dollar könnte den Sinneswandel bewirkt haben.

Anzeige

Die ehemalige Yahoo-Chefin Carol Bartz hat auch ihren Sitz im Aufsichtsrat des Internetkonzerns verloren. Unternehmenssprecher Charles Sipkins sagte: "Am 9. September 2011 trat Carol Bartz mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat Yahoos zurück." Bartz hatte auch angeboten, ihren Aufsichtsratssitz bei dem Netzwerkausrüster Cisco Systems aufzugeben, was Cisco jedoch ablehnte, berichtet das Wall Street Journal.

Yahoo-Aufsichtsratschef Roy Bostock hatte Carol Bartz am 6. September 2011 entlassen. Im Aufsichtsrat herrschte Unmut über die schlechte Performance des Unternehmens. Bartz hatte nach der Entlassung in einem Interview mit dem Magazin Fortune erklärt, dass sie ihren Sitz im Yahoo-Aufsichtsrat behalten wollte.

In demselben Interview nannte Bartz die anderen Mitglieder des Yahoo-Aufsichtsrats "Idioten", die sie "verarscht" hätten. Ihr Vertrag mit Yahoo enthält eine Klausel gegen Verunglimpfung. Der Wall-Street-Journal-Journalist Amir Efrati twitterte, dass Bartz trotz der Äußerungen eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen US-Dollar erhalte. Ursprünglich sollte die Managerin eine Abfindung von rund 10 Millionen US-Dollar erhalten.

Der Aufsichtsrat hat immer noch keinen Headhunter für die Suche nach Kandidaten für die Position des Vorstandschefs engagiert. Die Investmentbanken Allen & Company und UBS Investment prüfen im Auftrag der Eigner einen Verkauf von Teilen der Firma oder des gesamten Unternehmens. Yahoo hat einen Börsenwert von 18 Milliarden US-Dollar. Yahoos Onlineanzeigenumsatz lag 2010 bei 4,6 Milliarden US-Dollar.

UBS Investment soll einen Verkauf von den Anteilen Yahoos an Yahoo Japan vorbereiten und hat Yahoo bereits in der Auseinandersetzung mit dem chinesischen Internetkonzern Alibaba und dessen Onlinepaymentsystem Alipay vertreten. Auch ein Zusammengehen von Yahoo mit Investmentkonzernen für eine Restrukturierung soll möglich sein.


Anonymer Nutzer 13. Sep 2011

Mein Gott. Wie tief muss man sinken um sich mit einer Diktatur von Massenmördern...

12345678 12. Sep 2011

Liebes yahoo, für ihre nun freigewordene Stelle als Manager interessiere ich mich sehr...

7hyrael 12. Sep 2011

es gibt durchaus genug frauen, die in so manchen job besser positioniert wären als der...

Eckstein 12. Sep 2011

http://1.bp.blogspot.com/-orMbXov9mEw/TbLIC_DaWkI/AAAAAAAAkjg/7dK7PEPi-Tc/s1600/0423-004.jpg

Kommentieren




Anzeige
  1. Teamleiter User Experience & Analytics (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Manager Quality Management Softwareentwicklung (m/w)
    imc information multimedia communication AG, Saarbrücken
  3. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter "Bildgestützte Echtzeitsysteme"
    Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  4. Ingenieur/in für den Bereich Softwarelogistik Automotive
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Filesharing

    Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

  2. Oslic und Oscad

    Ratgeber für freie Lizenzen

  3. Datenschutz-Grundverordnung

    Chaos Computer Club fürchtet Datenschutzauflösung durch EU

  4. 3M

    Quantenpunkte sollen LCDs farbiger machen

  5. Solar Impulse

    Solarflugzeug fliegt nach Dallas

  6. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet

  7. Linuxtag 2013

    Univention Absolventenpreis für Stauvermeidung

  8. Smartphones

    Kritik an Samsungs "rabiater Vorherrschaft"

  9. Steve Wilhite

    Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates

  10. Seagate

    4-TByte-Festplatte für DVR und Videoüberwachung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Ruckus Wireless: Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots
Ruckus Wireless
Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

Über 3.000 Telefonzellen stattet Ruckus Wireless als kostenlose WLAN-Hotspots aus. Das maximale tägliche Datenübertragungsvolumen liegt pro Nutzer bei 1 GByte.

  1. Projekt Millilink Fraunhofer-Institut überträgt 40 GBit/s über Richtfunk
  2. Metageek InSSIDer 3 mit Linkscore fürs Heim-WLAN
  3. Kabel Deutschland Kostenloses Berliner WLAN-Netz 250.000-mal genutzt

Zum Artikel