AOL-Chef Tim Armstrong
AOL-Chef Tim Armstrong (Bild: Joe Corrigan/Getty Images)

Feindliche Übernahme

Gerüchte über Yahoo-Verkauf an AOL

Yahoo steht zum Verkauf. Doch die Eigner wollen nicht von AOL und Investmentkonzernen geschluckt werden, die an einer feindlichen Übernahme arbeiten sollen.

Anzeige

AOL soll Interesse an einem Kauf von Yahoo haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. AOL-Chef Tim Armstrong soll sich an Investmentkonzerne gewandt haben, um eine Übernahme oder eine Fusion zu prüfen. Armstrong soll den Vorstandvorsitz in einem möglichen Gemeinschaftsunternehmen anstreben.

Der Yahoo-Aufsichtsrat hatte Firmenchefin Carol Bartz am 6. September 2011 wegen der schlechten Performance des Unternehmens entlassen. Die Eigner prüfen zugleich einen Verkauf des Internetkonzerns und sind in Kontakt mit der Investmentbank Allen & Company, die die Möglichkeiten für strategische Optionen prüfen soll. Das Aufsichtsratsmitglied David Kenny, der President bei Akamai ist, leitet ein Komitee für den Verkauf. Yahoo-Mitbegründer Jerry Yang hat sich dagegen öffentlich gegen einen Verkauf Yahoos ausgesprochen.

CNBC berichtet, dass Yahoo nicht an einem Verkauf an AOL interessiert sei. Die AOL-Investoren hätten darauf enttäuscht reagiert. AOL hatte bereits 2010 versucht, zusammen mit den Finanzinvestoren Silver Lake Partners und Blackstone Group Yahoo zu übernehmen. Yahoo war in die Gespräche nicht einbezogen und hatte die Investmentbank Goldman Sachs Group engagiert, um das feindliche Übernahmeangebot abzuwehren.

Die Journalistin Kara Swisher vom Blog des Wall Street Journal All Things Digital, die über gute Quellen bei Yahoo verfügt, hat den Bericht von Bloomberg als hochspekulativ und unrichtig bezeichnet.

Armstrong sei gegenwärtig selbst bei AOL als Vorstandschef umstritten. Die AOL-Aktie ist seit Ende 2009, als Armstrong die Konzernführung übernahm, um 36 Prozent gefallen. Der Umbau des Unternehmens mit mehreren Übernahmen zu einer Nachrichten- und Unterhaltungsplattform, die Werbekunden anzieht, habe nicht funktioniert.


zZz 11. Sep 2011

wenn man aol auf zugangsanbieter sieht, hast du sicher recht. aber zu aol gehören auch...

Rainer Tsuphal 10. Sep 2011

Keiner bietet mehr. Yahoo geht damit an firehorse. Das hat er nun davon.

Kommentieren



Anzeige

  1. Experte/-in IT Security / Network / Infrastructure
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  2. Executive Assistant CTO (m/w)
    über delphi HR-Consulting GmbH, keine Angabe
  3. Software Entwickler Energie PHP / MySQL (m/w)
    CHECK24 Services GmbH, München
  4. Consultant Daten- und Prozessmanagement im Energiehandel (m/w)
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  2. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  3. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  4. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  5. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  6. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  7. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  8. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  9. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  10. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

OS X Yosemite im Test: Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
OS X Yosemite im Test
Continuity macht den Mac zum iPhone-Helfer
  1. OS X 10.10 Yosemite ist da
  2. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  3. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

    •  / 
    Zum Artikel