Gefälschte Diginotar-Zertifikate: Iraner sollen Google-Accounts überprüfen
Gefälschte Zertifikate von Diginotar: Iraner sollen ihre Gmail-Konten überprüfen. (Bild: Diginotar)

Gefälschte Diginotar-Zertifikate

Iraner sollen Google-Accounts überprüfen

Google hat iranischen Nutzer nahegelegt, die Einstellungen ihrer Gmail-Konten zu überprüfen und danach ihre Passwörter zu ändern. Auch andere Google-Apps, etwa Docs, könnten durch die gefälschten Zertifikate von Diginotar betroffen sein.

Anzeige

In einem Blogeintrag erklärt Google, wie Iraner sich bei möglicherweise gehackten Gmail-Konten verhalten sollen. Google weist darauf hin, dass das Ändern des Passworts unbedingt erforderlich ist, aber unter Umständen nicht ausreicht, um den Schaden durch einen erfolgten Angriff zu beseitigen. Anwender sollen auch ihre Konteneinstellungen überprüfen, etwa ob der Angreifer eine unerwünschte Weiterleitung eingerichtet hat. Außerdem sollen die Angaben überprüft werden, an Hand derer Nutzer ihr Passwort bei Verlust erneut anfordern können, beispielsweise über weitere E-Mail-Adressen oder Telefonnummern.

Außerdem sollten Nutzer alle Webseiten und Anwendungen überprüfen, die auf die Anwenderkonten zugreifen dürfen. Über die Kontoeinstellungen können Nutzer die Einstellungen zu autorisierten Webseiten oder Applikationen ändern. Sollten Nutzer Warnungen beim Aufrufen von Webseiten erhalten, sollten sie diese berücksichtigen und nicht mehr weiterklicken.

Hacker hatten sich Anfang Juli 2011 Zugriff auf die Server des niederländischen Unternehmens Diginotar verschafft und bereits am 10. Juli gefälschte Zertifikate in Umlauf gebracht. Seitdem könnten insbesondere iranische Nutzer Angriffen ausgesetzt worden sein.

Inzwischen wurde bekannt, dass über 500 gefälschte Zertifikate in Umlauf sind. Zahlreiche Betriebssystem- und Browserhersteller haben inzwischen durch Updates die Zertifikate entfernt. Besonders in den Niederlanden führten die gefälschten Zertifikate zeitweilig dazu, dass fast die gesamte behördliche digitale Infrastruktur durch die gefälschten Zertifikate lahmgelegt wurde. Diginotar werden grobe Sicherheitsmängel vorgeworfen.


Kommentieren



Anzeige

  1. Business Analyst SAP (m/w)
    CSL Behring GmbH, Marburg
  2. Software-Entwickler Java / JavaScript (m/w)
    TONBELLER AG, Bensheim
  3. Manager (m/w) of End User Support Services
    CSM Deutschland GmbH, Bremen
  4. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  2. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  3. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  4. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  5. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  6. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus

  7. Gameworks

    Nvidia rollt den Rasen aus

  8. Rolling-Release

    Opensuse Factory und Tumbleweed werden zusammengeführt

  9. Project Ara

    Google will nicht nur das Smartphone neu erfinden

  10. Wildstar

    NC Soft entlässt Mitarbeiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel