Abo
  • Services:
Anzeige
Diginotar-Zertifikate werden von Adobe-Programmen nicht mehr akzeptiert.
Diginotar-Zertifikate werden von Adobe-Programmen nicht mehr akzeptiert. (Bild: Golem.de)

Adobe

Entfernung von Diginotar-Zertifikaten kann dauern

Diginotar-Zertifikate werden von Adobe-Programmen nicht mehr akzeptiert.
Diginotar-Zertifikate werden von Adobe-Programmen nicht mehr akzeptiert. (Bild: Golem.de)

Ein weiterer großer Softwarehersteller wirft die Diginotar-Root-Zertifikate aus seinem Programm. Das heißt aber nicht, dass die Adobe-Programme das sofort umsetzen. Bestenfalls vergehen zwischen 30 und 90 Tagen, bis das Update ankommt.

Adobe warnt Anwender seiner PDF-Programme vor. In Adobe Reader und Acrobat soll es mehrere als kritisch eingestufte Sicherheitslücken geben. Demzufolge wird Adobe zu seinem ohnehin geplanten Quartalspatchday ein Sicherheitsupdate am 13. September 2011 veröffentlichen. Meist geschieht das durch die Zeitverzögerung erst am Abend in Europa.

Anzeige

Die genauen Probleme nennt Adobe nicht in seinem Security Advisory. Betroffen sind alle noch von Adobe unterstützten PDF-Programme, genauer gesagt die Versionen 8, 9 und 10.

Gleichzeitig hat Adobe angekündigt, die Root-Zertifikate der niederländischen Firma Diginotar zu entfernen. Sie werden aus der Adobe Approved Trust List (AATL) entfernt, die Adobe-PDF-Programme der Version 9 und 10 unterstützen. Wer nicht warten will, kann einer Anleitung folgen, um die Zertifikate selbst zu entfernen. Es liegt nahe, dass Adobe die AATL zusammen mit den Sicherheitsupdates anpasst. Das bedeutet allerdings nicht, dass die aktuellen Daten auch beim Endanwender ankommen.

Die AATL ist für Angriffe auf Certificate Authorities nicht vorbereitet

Laut Adobe aktualisiert sich die AATL der PDF-Programme bestenfalls nur alle 30 bis 90 Tage. Das setzt aber voraus, dass der Anwender ein digital signiertes Dokument öffnet, ein Dokument signiert oder Zugriff auf die Signaturfunktionen nimmt. Wer das nicht tut, der bekommt kein Update der AATL. Für Angriffe auf die Infrastruktur der Certificate Authority ist das zu viel Zeit, die vergeht, um sich zu wehren. Es besteht zumindest die Möglichkeit, dass Adobe mit dem Patch am 13. September 2011 den Umgang mit der AATL verändert. Allerdings sagt die Firma dies nicht in ihrer Ankündigung.

Damit haben zahlreiche Softwareentwickler drastische Konsequenzen aus dem Einbruch gezogen. Unter anderem haben Mozilla, Microsoft und zahlreiche Linux-Distributionen Diginotar die Geschäftsgrundlage genommen. Betriebssystemhersteller Apple hat bisher nicht reagiert.

Nach einem Einbruch bei Diginotar konnten Angreifer über 500 Zertifikate ausstellen, was insbesondere die Niederlande in Bedrängnis brachte. Die Niederlande haben als Konsequenz Diginotar komplett das Vertrauen entzogen und fordern ihre Bürger auf, zu Stift und Papier zu greifen.


eye home zur Startseite
sphere 10. Sep 2011

Warum bringen Adobe-Produkte (und nebenbei auch Mozilla-Software) eine eigene Krypto...

elgooG 09. Sep 2011

Gekaperte Zertifikate sind verdammt gefährlich, um so mehr sehe ich es mit sehr viel...

Anglizismus 09. Sep 2011

Der Grund Adobes es nicht zu aktualisieren:



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München
  2. über Tröger & Cie. Aktiengesellschaft, Baden-Württemberg
  3. SICK AG, Karlsruhe
  4. T-Systems International GmbH, München, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Gears of War 4 gratis erhalten
  2. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)
  3. und Gears of War 4 gratis erhalten

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  3. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen


  1. Smartphones und Tablets

    Bundestrojaner soll mehr können können

  2. Internetsicherheit

    Die CDU will Cybersouverän werden

  3. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  4. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone

  5. XPG SX8000

    Adatas erste PCIe-NVMe-SSD nutzt bewährte Komponenten

  6. UBBF2016

    Telefónica will 2G-Netz in vielen Ländern abschalten

  7. Mögliche Übernahme

    Qualcomm interessiert sich für NXP Semiconductors

  8. Huawei

    Vectoring erreicht bald 250 MBit/s in Deutschland

  9. Kaufberatung

    Das richtige Solid-State-Drive

  10. Android-Smartphone

    Huawei bringt Nova Plus doch nach Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Swift Playgrounds im Test: Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
Swift Playgrounds im Test
Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
  1. Asus PG248Q im Test 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt

MacOS 10.12 im Test: Sierra - Schreck mit System
MacOS 10.12 im Test
Sierra - Schreck mit System
  1. MacOS 10.12 Sierra fungiert als alleiniges Sicherheitsupdate für OS X
  2. MacOS Sierra und iOS 10 Apple schmeißt unsichere Krypto raus
  3. Kaspersky Neue Malware installiert Hintertüren auf Macs

Android 7.0 im Test: Zwei Fenster für mehr Durchblick
Android 7.0 im Test
Zwei Fenster für mehr Durchblick
  1. Android-X86 Desktop-Port von Android 7.0 vorgestellt
  2. Android 7.0 Erste Nougat-Portierung für Nexus 4 verfügbar
  3. Android 7.0 Erste Nougat-Portierungen für Nexus 5 und Nexus 7 verfügbar

  1. Re: "Macht fast alles anders"

    rasenpfleger | 02:53

  2. Re: So eine Verschwendung von Steuergeldern

    Moe479 | 02:45

  3. Re: o2 Free Tarife betroffen!

    Moe479 | 02:42

  4. Re: rote / blaue pille / pua

    pk_erchner | 02:39

  5. Re: Schickt diesen Irren endlich in Rente!

    Moe479 | 02:37


  1. 19:24

  2. 19:05

  3. 18:25

  4. 17:29

  5. 14:07

  6. 13:45

  7. 13:18

  8. 12:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel