Erklärt, wie ein Computer funktioniert: Horst Zuse
Erklärt, wie ein Computer funktioniert: Horst Zuse (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Zuses Z3-Nachbau

Ein Kleiderschrank, der rechnen kann

Sie ist riesig, laut, teuer und unglaublich viel langsamer als ein moderner Computer, aber Horst Zuse liebt sie: die Z3. Im Gespräch mit Golem.de erklärt der pensionierte Informatiker, warum er aus tausenden Relais den klappernden Rechner nachbaut, den sein Vater Konrad Zuse vor 70 Jahren erfunden hat.

Anzeige

Was tun, wenn sich die Tore des Arbeitsplatzes zum letzten Mal schließen? Der eine kauft sich eine Harley Davidson und durchquert damit die USA, der andere eine Yacht, mit der er die Erde umrundet. Horst Zuse hat sich einer anderen Herausforderung gestellt: Er baut einen Computer.

Den Computer erklären

Horst Zuse ist der Sohn des Computerpioniers Konrad Zuse, der vor 70 Jahren in Berlin die Z3 herstellte, den ersten programmierbaren Computer. Diese Maschine will Zuse Junior nachbauen - um "die Frage zu beantworten: Was ist ein Computer, wie funktioniert eine solche Maschine?" Baue man einen modernen Computer auseinander, sagt Zuse, lasse sich das anhand von dessen Einzelteilen nämlich nicht erklären.

Am 12. Mai 1941 führte Konrad Zuse seine Rechenmaschine in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Kreuzberg vor. Was die Maschine gegenüber anderen Rechenmaschinen auszeichne, sei, dass sie von der Architektur und der Logik her "eine hohe Ähnlichkeit" mit den Strukturen eines modernen PC und Großrechners aufweise, erzählt Zuse im Gespräch mit Golem.de. Sein Vater habe "genau richtig gelegen. Das verblüfft auch heute noch Wissenschaftler."

Z3, Turing-Bombe, Colossus

Und noch etwas hatte die Z3 den anderen Rechenmaschinen ihrer Zeit voraus, den riesigen Bomben und Colossus', mit denen der britische Geheimdienst in Bletchley Park Funksprüche der Deutschen knackte, die mit den Chiffriergeräten wie der Enigma oder der Lorenz-Schlüsselmaschine codiert waren.

Die Colossus' seien "fantastische Maschinen" gewesen, sagt Zuse. Doch anders als sie konnte die Z3 etwas, das sie zum Vorgänger der modernen Computer machte: "Sie war programmierbar." Mit anderen Worten: Der Nutzer konnte die Z3 dazu bringen, verschiedene Rechenoperationen selbstständig nacheinander durchzuführen. "Das war einer der großen Fortschritte 1941."

Speicherschränke statt Speicherriegel 

Somian 26. Dez 2011

Hätte er das gerät lieber mit runden Ecken ausgestattet, das ließe sich wohl besser...

ioxio 19. Sep 2011

Mal wieder ein guter Beitrag, Danke an die GOLEM-Redaktion und Horst Zuse ! :-)

zilti 17. Sep 2011

Warum auch nicht? Vielleicht Interesse an den möglichen Szenarien?

Lokster2k 14. Sep 2011

Was mal wieder zeigt, dass die Interessen Einzelner nicht wichtiger als die Interessen...

adsfg 13. Sep 2011

sig +1

Kommentieren



Anzeige

  1. Modul Manager (m/w) SAP/MM & SAP/PP
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen
  2. Problem Manager Telematik-Endgeräte (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  3. Projektentwicklungsingenieur (m/w) Hardware / Software
    MEKRA Lang GmbH & Co. KG, Ergersheim (zwischen Ansbach und Würzburg)
  4. Security Consultant (m/w)
    Microsoft Deutschland GmbH, Berlin, Köln, München

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. MSI-Cashback-Aktion: Ausgewählte Grafikkarte und Mainboard kaufen
  2. Seagate 8-TB-Festplatte vorbestellbar
    264,00€
  3. Amazon Fire TV
    89,00€ statt 99,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Nachruf

    Dif-tor heh smusma, Mr. Spock!

  2. Click

    Beliebige Uhrenarmbänder an der Apple Watch nutzen

  3. VLC-Player 2.2.0

    Rotation, Addons-Verwaltung und digitale Kinofilme

  4. Stellenangebote

    Apple sucht nach Mitarbeitern für VR-Hardware

  5. Snapcash

    Bezahlte Sexdienste entstehen bei Snapchat

  6. Robear

    Bärenroboter trägt Kranke

  7. Mobiles Internet

    Nvidia analysiert 4G-Daten bereits im Funkmast

  8. Spionagesoftware

    OECD rügt Gamma wegen Finfisher

  9. MWC 2015

    Ericsson zeigt 5G-Testsystem

  10. Hostingdienst Blogger

    Google entfernt doch keine sexuellen Inhalte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test The Order 1886: Sir Galahad geht in Deckung
Test The Order 1886
Sir Galahad geht in Deckung

Lenovo Tab S8-50F im Test: Uns stinkt's!
Lenovo Tab S8-50F im Test
Uns stinkt's!
  1. Adware Lenovo-Laptops durch Superfish-Adware angreifbar
  2. Lenovo Anypen Auf dem Touchscreen mit beliebigem Stift schreiben
  3. Yoga Tablet 2 mit Windows 8.1 im Test Wie die Android-Variante, aber ein winziges bisschen besser

Die Woche im Video: Ein Spionagering, Marskandidaten und Linux für den Desktop
Die Woche im Video
Ein Spionagering, Marskandidaten und Linux für den Desktop
  1. Die Woche im Video New 3DS, Stromzähler und der schnellste Smartphone-Chip
  2. Die Woche im Video Raspberry Pi 2, die Telekom am DE-CIX und Alienware Alpha
  3. Die Woche im Video Autonome Autos, Spionageprogramme und Werbelügen

  1. Re: Apple - Das Unternehmen der Adapter

    ger_brian | 23:32

  2. Re: Ein Contra Argument mehr...

    fluppsi | 23:30

  3. Re: Da gab's doch schon 1964 die Pilotfolge "The...

    Peter Brülls | 23:30

  4. Bildunterschriften

    Abdiel | 23:29

  5. Re: Wo bleibt eigentlich 64bit?

    Tzven | 23:26


  1. 19:46

  2. 18:56

  3. 18:43

  4. 18:42

  5. 18:15

  6. 17:59

  7. 16:57

  8. 16:46


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel