Right Hemisphere: SAP übernimmt Anbieter von 3D-Visualisierungssoftware
Right Hemisphere/Screenshot Golem.de (Bild: Right Hemisphere)

Right Hemisphere

SAP übernimmt Anbieter von 3D-Visualisierungssoftware

SAP traut sich wieder Übernahmen in den USA zu. Right Hemisphere hat Niederlassungen in Kalifornien und Neuseeland und stellt modellbasierte 3D-Software her.

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SAP übernimmt Right Hemisphere, einen Softwareanbieter, der Geschäftsdaten visualisiert. Das Unternehmen hat Niederlassungen im kalifornischen San Ramon sowie in Auckland, Neuseeland. Das gab SAP am 7. September 2011 bekannt. Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht.

Die modellbasierten 3D-Technologien sollen die SAP Business Suite erweitern. Möglich werden soll eine visuelle Navigation durch Informationen sowie visualisierte Abfragen zu Produkten und Prozessen in einer einheitlichen Umgebung. SAP plant, die Technologie des Right-Hemisphere-Software Enterprise Visualization auch in mobile Produkte zu integrieren. Anwender würden somit Zugriff auf visuelle Produktabbildungen auf mobilen Endgeräten erhalten.

Laut der neuseeländischen Zeitung New Zealand Herald hat Right Hemisphere von der Regierung des Landes einen Kredit über 8 Millionen US-Dollar erhalten. Das Privatunternehmen mit mehreren großen Kunden in den USA galt der Regierung als eine der Erfolgsstorys für neuseeländische Firmen. In Neuseeland erzielte das Unternehmen in dem im März 2010 abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 700.000 Neuseeland-Dollar. Right-Hemisphere-Sprecher Stephen Knightly erklärte der Zeitung, der Regierungskredit werde nach Abschluss der Übernahme durch SAP zurückgezahlt. Der Kaufpreis sei "signifikant" gewesen, sagte Knightly.

SAPs Übernahme von Tomorrownow im Jahr 2005 für zehn Millionen US-Dollar hatte für das Unternehmen weitreichende Folgen: Nachdem Tomorrownow-Beschäftigte Software und vertrauliche Dokumente von Oracle-Servern heruntergeladen haben sollen, klagte Oracle und bekam 1,3 Milliarden US-Dollar zugesprochen. Am 1. September 2011 hob ein US-Gericht das Bußgeld als "stark übertrieben" auf und legte die Strafe auf 272 Millionen US-Dollar fest. Oracle kündigte neue juristische Schritte an.


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