Anzeige
Assange im Interview mit N24
Assange im Interview mit N24 (Bild: N24)

Wikileaks

Assange hält Risiko für Informanten für "überbewertet"

In mehreren Interviews hat Wikileaks-Gründer Julian Assange die ungeschwärzte Veröffentlichung von US-Botschaftsdepeschen verteidigt. Seiner Organisation sei gar nichts anderes übrig geblieben.

Anzeige

Julian Assange sagte N24 laut der Übersetzung des Nachrichtensenders: "Es gab ein Risiko. Aber das Risiko wurde überbewertet - denke ich jedenfalls". In den viereinhalb Jahren, seit Wikileaks Geheiminformationen veröffentliche, sei noch nie jemand zu Schaden gekommen, erklärte Assange. Zudem habe Wikileaks ohnehin vorgehabt, die Depeschen bis zum 24. September 2011 vollständig zu veröffentlichen. Diesen Termin habe die Organisation nun vorziehen müssen.

Der Gründer der Whistleblower-Plattform, der in Großbritannien unter Hausarrest steht, war bei seinen Interviews über eine Videoverbindung zur Medienwoche in Berlin am Rande der Ifa zugeschaltet worden. Bisher hat N24 nur ein kurzes Interview sowie Assanges 20 Minuten langen Vortrag als Video veröffentlicht. Assange wurde aber auch von der US-Journalistin Melinda Crane interviewt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung sagte Assange laut Heise Online, es habe ein "Rennen zwischen den Bösen und den Guten" um die Depeschen gegeben. Nach den ersten Veröffentlichungen der auch Cables genannten Berichte in Auszugsform, die zusammen mit Medien wie dem Spiegel, dem britischen Guardian und der New York Times erfolgten, waren die Dokumente von Wikileaks selbst in einer verschlüsselten Datei im Internet verteilt worden.

Der Schlüssel für die Daten wurde aber im Februar 2011 in einem Buch eines Guardian-Journalisten abgedruckt. Der Autor ging davon aus, dass es sich nur um einen längst ungültigen, für ihn gedachten Schlüssel handelte. Ohne den Sachverhalt genau zu erklären, wies auf die Existenz des noch gültigen Schlüssels schließlich Ende August 2011 ein Artikel der Wochenzeitung Freitag hin.

Anfang September 2011 veröffentlichte Wikileaks selbst die ungeschwärzten und unverschlüsselten Cables. Laut Heise Online befürchtete Assange, jeder Geheimdienst hätte die Depeschen über den sich weiterverbreitenden Schlüssel lesen können, nicht aber die in den Cables namentlich genannten Informanten.

In seinem längeren Vortrag, der von den Interviews abgekoppelt bei N24 zu sehen ist, führte Assange seine bekannten Vorwürfe gegen die Reaktion der USA und US-Unternehmen auf die ersten Veröffentlichungen der geschwärzten Cables fort. So habe seiner Meinung nach fast jeder der anwesenden Medienvertreter in Form einer Kreditkarte von Visa "ein Instrument der Politik von Washington" in der Tasche.

Das Kreditunternehmen erlaubt seit der Publizierung der Botschaftsdepeschen keine Spenden mehr an Wikileaks über seine Mechanismen. Im Interview mit N24 sagte Assange, seiner Organisation seien dadurch "15 Millionen Dollar" entgangen.


eye home zur Startseite
ChaosGeek 07. Sep 2011

Leben gegenueberstellen und schauen welche Variante weniger fordert ist...

ChaosGeek 07. Sep 2011

"Einige Menschen mögen keine Veränderung. Für alle anderen gibt es Wikileaks." Was ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. Algorithmenentwickler/-in Smart Headline Control
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Citrix Administrator (m/w)
    ADLON Intelligent Solutions GmbH, Ravensburg
  3. Embedded Softwareentwickler/-in
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar
  4. Manager Entwicklung Internet / Interactive (m/w)
    OSRAM GmbH, München

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Hitman

    Patch behindert Spielstart im Direct3D-12-Modus

  2. Peter Molyneux

    Lionhead-Studio ist Geschichte

  3. Deskmini

    Asrock zeigt Rechner mit Intels Mini-STX-Formfaktor

  4. Die Woche im Video

    Schneller, höher, weiter

  5. Ransomware

    Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt wurde verschlüsselt

  6. Kabelnetzbetreiber

    Angeblicher 300-Millionen-Deal zwischen Telekom und Kabel BW

  7. Fathom Neural Compute Stick

    Movidius packt Deep Learning in einen USB-Stick

  8. Das Flüstern der Alten Götter im Test

    Düstere Evolution

  9. Urheberrecht

    Ein Anwalt, der klingonisch spricht

  10. id Software

    Dauertod in Doom



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ubuntu on Windows im Test: Eine neue Hassliebe auf der Kommandozeile
Ubuntu on Windows im Test
Eine neue Hassliebe auf der Kommandozeile
  1. Subsystem für Linux Microsoft entschlackt den Kernel für Ubuntu on Windows
  2. Windows 10 Neue Insider-Preview verbessert Stift-Unterstützung
  3. Windows 10 Insider Build Vorschau mit dem Windows Subsystem for Linux ist da

850 Evo v2 im Test: Samsungs neue SSDs sind kleiner und doch gleich groß
850 Evo v2 im Test
Samsungs neue SSDs sind kleiner und doch gleich groß
  1. Z410 Sandisk packt planaren TLC-Flash in seine Client-SSDs
  2. PNY CS2211 XLR8 im Test Überarbeiteter Controller trifft 15-nm-MLC-Flash
  3. MX300 Crucial bringt erste 3D-Flash-basierte SSDs noch im April

Industrie 4.0: Wenn die Fracht dem Frachter Vertrauliches erzählt
Industrie 4.0
Wenn die Fracht dem Frachter Vertrauliches erzählt
  1. Industrie 4.0 Datendesigner dringend gesucht
  2. Studie zu Digitalisierung Das Milliardenpotenzial von Industrie 4.0
  3. Alpha-Go-Schock Südkorea investiert 760 Millionen Euro in KI-Förderung

  1. Hoffentlich greift irgendwer die Idee von B&W...

    Bujin | 16:56

  2. Re: Warum ist Esperanto so selten?

    Analysator | 16:55

  3. Re: Verknöcherte alte Struckturen

    mambokurt | 16:47

  4. Re: 2006 gegründet, 2001 Spiel released :>

    Linuxschaden | 16:45

  5. Re: Sowas hat in Schulen nichts zu suchen

    Snowi | 16:22


  1. 13:13

  2. 12:26

  3. 11:03

  4. 09:01

  5. 00:05

  6. 19:51

  7. 18:59

  8. 17:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel