Grafikgerüchte: Radeon 7970 kommt mit XDR2-Speicher und 2.048 Rechenwerken
Das Radeon-Logo (Bild: AMD)

Grafikgerüchte

Radeon 7970 kommt mit XDR2-Speicher und 2.048 Rechenwerken

Rambus-Speicher für Grafikkarten kehrt zurück - wenn man den inoffiziellen Daten zu AMDs nächster Radeon-Serie glauben will. Neben XDR2-DRAM sollen in der GPU "Tahiti" bis zu 2.048 Rechenwerke für Tempo sorgen.

Anzeige

Die asiatische Site Expreview hat recht detaillierte Daten zu AMDs nächster GPU-Generation veröffentlicht. Wenig überraschend sind dabei die Modellnummern: Radeon HD 7950 und 7970 sollen im üblichen Namensschema die schnellsten Single-GPU-Karten darstellen. Ihre Codenamen, die ebenfalls schon bekannt waren, lauten Tahiti und Tahiti Pro. Als "New Zealand" soll eine Dual-GPU-Karte als Radeon HD 7990 erscheinen.

Bei diesen drei Grafikkarten will AMD den unbestätigten Angaben zufolge erstmals bei hochwertigen Spielebeschleunigern auf XDR2-Speicher von Rambus setzen. 2 GByte je GPU sind vorgesehen. Bei der schnelleren 7970 soll so eine theoretische Speicherbandbreite von 256 GByte/s erreicht werden. Das wären gut 45 Prozent mehr als die 176 GByte/s des Vorgängers Radeon HD 6970.

Eine so hohe Steigerung der Speicherbandbreite gab es selten von einer GPU-Generation zur nächsten, und offenbar will AMD damit die Radeon-Chips auch interessanter für Rechenanwendungen machen. Beim GPU-Computing ist die Speicherbandbreite besonders wichtig. Nvidias GTX 580 und ihre Tesla-Ableger sind hier mit 192,4 GByte/s schon jetzt etwas schneller als AMDs Radeons. Wie AMD aber den durch Cuda geschaffenen Vorteil bei der Software einholen will, bleibt noch abzuwarten. Erste Ansätze hat AMD bereits gemacht.

GCN-Architektur und 1.000 MHz

Durch den Umstieg auf 28 Nanometer breite Strukturen will AMD außerdem die Zahl der Rechenwerke bei den Tahiti-GPUs erhöhen. Statt bisher höchstens 1.536 Einheiten wie bei der Radeon HD 6970 sollen es 2.048 Rechenwerke werden. Diese sind in der neuen Architektur "graphics core next" (GCN) gestaltet. Das neue Design soll dabei unter anderem die Zahl der Rasterprozessoren (ROPs) von 32 auf 64 glatt verdoppeln. Auch der GPU-Takt soll sich von bisher höchstens 880 MHz bei der 6970 auf 1.000 MHz bei der 7970 steigern.

Die GCN-Architektur bleibt aber nur der Serie 7900 vorbehalten. Die kleineren Modelle 7870 und 7850 (Thames) sowie 7670 und 7650 (Lombok) sollen laut Expreview auf die VLIW4-Shader der Serie 6900 setzen. Der bisher verbaute GDDR5-Speicher bleibt bei diesen Grafikkarten ebenfalls erhalten.

Angaben zur Leistungsaufnahme gibt es auch schon, 190 Watt sollen es bei der Radeon HD 7970 sein, für die Dual-GPU-Karte 7990 gibt es noch keinen Wert. Diese Zahlen sind aber ohnehin bei High-End-Grafikkarten nicht mehr eindeutig zu bewerten, weil sowohl AMD als auch Nvidia die Leistungsaufnahme noch dynamischer als früher regeln. Bei AMD gibt es hier auch eine Einflussnahme durch den Anwender namens Powertune. Das sorgt bei der ebenfalls mit 190 Watt angegebenen Radeon HD 6970 auch nach AMDs eigenen Daten für bis zu 250 Watt. In der Spielepraxis wird dieser Wert jedoch kaum erreicht.

Die Quellen von Expreview lassen sich noch nicht zu einem möglichen Verkaufsstart für die Serie Radeon HD 7000 aus. Dabei hängt, wie bei GPUs fast immer, vieles davon ab, wann der Auftragshersteller TSMC seinen 28-Nanometer-Prozess bis zur Serienreife entwickelt hat. AMD hat sich dazu bisher noch nicht konkret geäußert, einzig, dass es noch im Jahr 2011 so weit sein soll, steht bisher im Raum.


Lokster2k 07. Sep 2011

naja, Witcher II is auch bei mir das einzige Game, was nich auf max geht... Und mein...

spanther 07. Sep 2011

Du hast nicht auf die erfolgreiche Zwischengeneration 6870 geupdatet? :) Hab so eine und...

Rulf 06. Sep 2011

da die neuere architektur mehr leistung verspricht und die neuere speichertechnologie mit...

Rulf 06. Sep 2011

genauso meinte ich es...das war bei den alten cs-versionen noch ziemlich extrem zu...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Consultant (m/w) SAP SuccessFactors
    metafinanz Informationssysteme GmbH, München
  2. IT-Senior Consultant CRM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Technischer Leiter (m/w)
    wenglor sensoric gmbh, Tettnang
  4. Web-Entwickler (m/w)
    PROJECT PI Immobilien AG, Nürnberg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. The Last of Us

    Remastered-Version schafft die Million

  2. Hybridantrieb im Motorsport

    Wer bremst, gewinnt (Energie)

  3. Gesetzentwurf

    Bundesdatenschützerin will endlich gegen Firmen durchgreifen

  4. Cinavia-Hersteller

    Digitale Wasserzeichen auch für schon verschlüsselte Filme

  5. Gestohlene Zugangsdaten

    Erhöhte Zugriffe auf Domainverwalter registriert

  6. Südafrikanische App-Enwicklerin

    "Man findet ein Problem und überlegt sich eine App"

  7. Offener Brief

    Spielentwickler gegen Hass

  8. U3415W

    Gebogener 34-Zoll-Monitor von Dell zum Spielen

  9. Promi-Hack JLaw

    Apple will Fotodiebstahl untersuchen

  10. Kaveri ohne Grafikeinheit

    Neue Athlon-Prozessoren für den Sockel FM2+



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen
  2. Teilchenbeschleuniger China will Higgs-Fabrik bauen
  3. Wissenschaft Hören wie die Fliegen

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Alienware Alpha ausprobiert: Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
Alienware Alpha ausprobiert
Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
  1. Deutschland E-Sport ist mehr als eine Randerscheinung
  2. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  3. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3

    •  / 
    Zum Artikel