Abo
  • Services:
Anzeige
Fox-IT findet grobe Sicherheitsmängel bei Diginotar.
Fox-IT findet grobe Sicherheitsmängel bei Diginotar. (Bild: Diginotar)

Zertifikate

Grobe Sicherheitsmängel bei Diginotar

Fox-IT findet grobe Sicherheitsmängel bei Diginotar.
Fox-IT findet grobe Sicherheitsmängel bei Diginotar. (Bild: Diginotar)

Der Einbruch in die Server des niederländischen Zertifikatsanbieters Diginotar hat weitreichendere Folgen als bisher bekannt, meldet die niederländische Regierung. Und ein erstes Zwischengutachten belegt grobe Fehler von Diginotar.

Die niederländische Regierung informiert über das Ausmaß des Einbruchs in die Server von Diginotar, das Tor-Projekt hat nun die ihm zur Verfügung gestellten Informationen veröffentlicht. Demnach haben sich die Angreifer 531 Zertifikate ausgestellt, darunter auch solche für die Websites des US-Geheimdienstes CIA, die von Skype und Wordpress, Facebook, Microsoft, Mozilla, Yahoo und dem Tor-Projekt.

Anzeige

Zwar wurde auch das Zertifikat für Microsofts Website windowsupdate.com gefälscht, über die Microsoft Updates für Windows verteilt, Microsoft weist aber darauf hin, dass die Updates nochmals mit einem zweiten Zertifikat signiert sind, über das Microsoft selbst die Kontrolle hat, so dass es nicht möglich ist, Windows-Nutzern gefälschte Zertifikate unterzuschieben.

Auch die weitreichenden Zertifikate für *.*.com und *.*.org wurden ausgestellt. Diese sollten aber von keinem Browser akzeptiert werden. Auch Zertifikate auf den Namen anderer Zertifikatsanbieter haben sich die Angreifer ausgestellt, darunter "Verisign Root CA" und "Thawte Root CA".

Veraltete Software und unsicheres Netzwerksetup

Diginotar hat derweil einen von Fox-IT erstellten Bericht zu dem Einbruch veröffentlicht. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass es den Angreifern vor allem darum ging, Nutzer im Iran auszuforschen.

Zudem kommt Fox-IT zu dem Schluss, dass das Netzwerksetup von Diginotar nicht sicher genug ist, um solche Angriffe abzuwehren: Auf den kritischsten Servern wurde Malware gefunden, die eigentlich von einer Antivirussoftware hätte entdeckt werden können. Doch eine Antivirussoftware wurde auf den Systemen nicht verwendet. Die Trennung dieser kritischen Systeme im Netzwerk habe nicht funktioniert oder nicht existiert, folgert Fox-IT.

Die CA-Server seien zwar physisch gut gesichert, aber über das lokale Verwaltungsnetzwerk zugänglich gewesen, in das eingebrochen wurde. Da alle CA-Server zudem Mitglieder der gleichen Windows-Domäne gewesen seien, hätten die Angreifer mit einer Usernamen-Passwort-Kombination auf alle CA-Server von Diginotar zugreifen können. Das Passwort selbst sei nicht sonderlich sicher und leicht per Brute-Force-Angriff auszuhebeln gewesen.

Die auf den öffentlichen Webservern installierte Software sei veraltet gewesen und auch aktuelle Sicherheitsupdates seien nicht eingespielt worden, heißt es in dem Bericht von Fox-IT, den Diginotar veröffentlicht hat.

Zwar habe es ein Intrusion Prevention System auf den Servern gegeben, es habe aber nicht angeschlagen. Warum, sei noch unklar.


eye home zur Startseite
Caprico 06. Sep 2011

Das Ding heißt "Diginotar" und nicht "Diginator", wie im erstem Absatz geschrieben. Edit...


Free Mac Software Blog / 11. Sep 2011

Apple Sicherheitsupdate 2011-005 macht Safari sicherer



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Robert Half Technology, Mönchengladbach
  2. Bilfinger GreyLogix GmbH, Augsburg
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Robert Bosch GmbH, Abstatt


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Die Bestimmung, Life of Pi, House of Wax, Predator, Der Polarexpress, X-Men)
  2. (u. a. The Knick, Person of Interest, Shameless, The Wire)
  3. (u. a. Jurassic World, Creed, Die Unfassbaren, Kingsman, John Wick, Interstellar, Mad Max)

Folgen Sie uns
       


  1. Smartphones und Tablets

    Bundestrojaner soll mehr können können

  2. Internetsicherheit

    Die CDU will Cybersouverän werden

  3. 3D-Flash-Speicher

    Micron stellt erweiterte Fab 10X fertig

  4. Occipital

    VR Dev Kit ermöglicht Roomscale-Tracking per iPhone

  5. XPG SX8000

    Adatas erste PCIe-NVMe-SSD nutzt bewährte Komponenten

  6. UBBF2016

    Telefónica will 2G-Netz in vielen Ländern abschalten

  7. Mögliche Übernahme

    Qualcomm interessiert sich für NXP Semiconductors

  8. Huawei

    Vectoring erreicht bald 250 MBit/s in Deutschland

  9. Kaufberatung

    Das richtige Solid-State-Drive

  10. Android-Smartphone

    Huawei bringt Nova Plus doch nach Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Recruiting: Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
Recruiting
Uni-Abschluss ist nicht mehr das Wichtigste
  1. Friends Conrad vermittelt Studenten für Serviceleistungen
  2. IT-Jobs Bayerische Firmen finden nicht genügend Programmierer
  3. Fest angestellt Wie viele Informatiker es in Deutschland gibt

X1D ausprobiert: Die Hasselblad für Einsteiger
X1D ausprobiert
Die Hasselblad für Einsteiger
  1. Modulares Smartphone Lenovo bringt Moto Z mit Moto Z Play nach Deutschland
  2. Hasselblad DJI hebt mit 50-Megapixel-Luftbildkamera ab

Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. In the Robot Skies Drohnen drehen einen Science-Fiction-Film
  2. Mavic Pro DJI stellt klappbaren 4K-Quadcopter für 1.200 Euro vor
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

  1. Re: Warum nicht sicher landen...

    frostbitten king | 01:28

  2. Re: Pflaumen

    Moe479 | 01:17

  3. Die Reichweite nach Fahrzyklus NEFZ ist...

    Atalanttore | 01:14

  4. Tripple Level

    kernash | 01:14

  5. Re: Klingt ungesund...

    Moe479 | 01:08


  1. 19:24

  2. 19:05

  3. 18:25

  4. 17:29

  5. 14:07

  6. 13:45

  7. 13:18

  8. 12:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel