Thinkpad Tablet ausprobiert: Ein robustes, dickes und spiegelndes Business-Tablet
Erstes Tablet unter dem Namen Thinkpad (Bild: Lenovo)

Thinkpad Tablet ausprobiert

Ein robustes, dickes und spiegelndes Business-Tablet

Wenn ein Tablet den Namen Thinkpad bekommt, ist die Erwartung natürlich groß. Golem.de konnte sich das Honeycomb-Tablet genauer anschauen. Es ist robust, bietet viele gut geschützte Schnittstellen. Doch das spiegelnde Display im Thinkpad-Tablet nervt.

Anzeige

Lenovos Thinkpad-Tablet ist ein ziemlich dickes Gerät, vor allem verglichen mit Samsungs Galaxy Tab oder dem iPad 2. Es ist dafür aber griffig. Es wird dieselbe Oberfläche für die Unterseite verwendet, wie sie bei den Chassis der höherwertigen Thinkpad-Notebooks zu finden ist. Durch die raue Oberfläche rutscht einem das Tablet nicht so schnell aus der Hand. Durch die Dicke des Geräts ist auch genug Platz für einen vollwertigen USB-Anschluss sowie einen Schacht für einen Stift.

Der Stift des Android-Tablets ist der bereits länger verfügbare von Duosense von N-Trig. Diesen setzt etwa Fujitsu beim Q550-Tablet-PC und HTC beim Flyer-Tablet ein. Der Stift nutzt eine eigene AAAA-Batterie statt von dem Display mit Energie versorgt zu werden. Im Unterschied zum HTC Flyer lässt sich der Stift überall im System einsetzen.Samsungs Galaxy Note mit einem Wacom-Stift macht das ähnlich.

Da der Stift einen Hover-Status unterstützt, wird der Touchscreen in dem Moment abgeschaltet, in dem der Stift in Signalreichweite ist. Dabei übernimmt der Stift vollständig die Kontrolle. Sogenanntes Vectoring, also versehentliches Steuern des Touchscreens mit dem Handballen etwa, ist dann nicht mehr möglich. Kapazitiv arbeitende Stifte können das nicht. Die Erkennung des Stifts auf Distanz erschien ausreichend, um Fehlverhalten zu reduzieren. Die Bedienung mit dem Stift funktioniert recht gut. Allerdings fiel uns auf, dass der Stift manchmal etwas hakte. Beispielsweise mussten wir für die Helligkeitsregelung mehrfach ansetzen, bevor der Slider reagierte. Offenbar erwartet Android hier einen großen Finger und nicht eine kleine Stiftspitze.

  • Lenovo Ideapad Tablet K1
  • Lenovo Ideapad Tablet K1
  • Lenovo Ideapad Tablet K1
  • Lenovo Ideapad Tablet K1
  • Lenovo Ideapad Tablet K1
  • Lenovo Thinkpad Tablet
  • Anschlussvielfalt von Lenovos Thinkpad Tablet
  • Lenovo Thinkpad Tablet
  • Lenovo Thinkpad Tablet in einer Dockingstation
Lenovo Thinkpad Tablet

Das Display des Thinkpads spiegelt leider. Für ein Gerät mit dem Namen Thinkpad eigentlich keine gute Idee, schließlich sind es gerade Nutzer dieser Geräte, die einiges von der Hardware erwarten. Lenovo demonstrierte der Presse das Tablet unter freiem Himmel bei strahlender Sonne. Wir konnten dementsprechend wenig auf dem Tablet erkennen und mussten für die Videoaufnahmen in eine Halle geführt werden. Zudem verschmutzt das Display prinzipbedingt sehr leicht durch Fingerabdrücke. Bei Endkundentablets lassen sich solche Nachteile hinnehmen, im Geschäftsbetrieb, vielleicht sogar im Einsatz draußen, ist das mindestens problematisch, insbesondere, da die Displaybeleuchtung nicht hell genug ist.

Lenovo hat hier eine Chance vertan, eines der wenigen matten Tablets für Profianwendungen zu produzieren. So ist das Thinkpad doch eher ein Tablet fürs Büro, sofern eine helle Deckenbeleuchtung nicht stört. Punkten kann das Thinkpad allerdings durch Hardwaretasten, die sich zuverlässiger nutzen lassen als die virtuellen Android-Tasten. Vor allem die dedizierte Taste zum Sperren der Bildschirmrotation erleichtert die Arbeit mit dem Gerät.

Das Thinkpad-Tablet soll noch im September auf den Markt kommen und zwischen 460 und 630 Euro kosten.


aivilon 03. Nov 2011

Wie auch immer...Apple hat doch sowieso nur angst............ http://img528.imageshack...

as (Golem.de) 05. Sep 2011

Hallo, Preise und technische Details hatten wir in älteren Artikeln. Stimm aber schon...

Xstream 05. Sep 2011

das könnte ja dann ausnahmsweise positive folgen für die allgemeinheit haben

Xstream 05. Sep 2011

naja wenn wlan verfügbar ist kannst du ja das update installieren ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Qualitätsmanager (m/w) für unsere Kundenprojekte
    Lufthansa Systems AS GmbH, Frankfurt am Main oder Hamburg
  2. Produkt Manager M2M / E2E Solutions (m/w)
    Giesecke & Devrient GmbH, München
  3. Teamleiter Softwareentwicklung (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Mainz/Wiesbaden
  4. Test Engineer Produktentwicklung IT-Systeme (m/w)
    evosoft GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. O2

    Neue Prepaid-Tarife erlauben Datenmitnahme in den Folgemonat

  2. Freie .Net-Implementierung

    Mono soll schneller werden

  3. Oneplus One

    Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt

  4. Eric Anholt

    Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

  5. Teilchenbeschleuniger

    China will Higgs-Fabrik bauen

  6. Europäische Zentralbank

    20.000 Kontaktdaten von Internetserver geklaut

  7. Krise

    Ryse-Producer wendet sich von Crytek ab

  8. Luftverkehr

    Innenministerium will Laserpointer als Waffen einstufen

  9. Überwachungssoftware

    Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner

  10. Google Maps

    Neue Entdecken-Funktion zeigt Umgebungshighlights an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  2. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit
  3. Datenübertragung Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Nvidia Shield Tablet ausprobiert: Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
Nvidia Shield Tablet ausprobiert
Schnelles Spiele-Tablet für Android mit WLAN-Controller
  1. Tegra K1 Start von Nvidias Shield Tablet zeichnet sich ab
  2. GM200 und GM204 Nvidias große Maxwell-GPUs zeigen sich beim Zoll
  3. Dual-GPU-Grafikkarte EVGA macht Titan-Z schmaler und leiser als Nvidia

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel