Urteil

SAPs Milliardenstrafe an Oracle aufgehoben

Ein US-Gericht hat zugunsten von SAP entschieden. Der Prozess um Urheberrechtsverletzungen durch die ehemalige SAP-Tochter Tomorrownow könnte damit beendet sein oder vor einem Neubeginn durch Oracle stehen.

Anzeige

Die 1,3-Milliarden-US-Dollar-Strafe, die der Softwarekonzern SAP an den US-Konkurrenten Oracle zahlen sollte, ist aufgehoben. Richterin Phyllis Hamilton im kalifornischen Oakland bezeichnete das Bußgeld am 1. September 2011 als "stark übertrieben" und legte die Strafe auf 272 Millionen US-Dollar fest. Oracle kann das Urteil akzeptieren oder es kommt zu einem neuen Verfahren.

"Wir sind zufrieden mit der deutlichen Reduzierung des Schadenersatzes", erklärte ein SAP-Sprecher: "Wir hoffen, dass die Entscheidung des Gerichts helfen wird, diesen Fall zu einem Ende zu bringen."

"Wir sind der Überzeugung, dass die Jury recht hatte", erklärte Oracle-Sprecherin Deborah Hellinger. "Und wir beabsichtigen, den vollen Umfang des Schadenersatzes einzutreiben, der unserer Meinung nach Oracle zusteht." Die gestohlenen Daten hätten einen "gewaltigen Wert" gehabt.

Im Prozess um Urheberrechtsverletzungen durch die ehemalige SAP-Tochter Tomorrownow hatte ein US-Gericht Oracle im November 2010 den Schadensersatz zugesprochen. Zusätzlich wurden Zinsen in Höhe von 16,5 Millionen US-Dollar angesetzt.

SAP übernahm Tomorrownow im Jahr 2005 für zehn Millionen US-Dollar. Das Unternehmen war Spezialist für Wartungs- und Supportdienstleistungen für Peoplesoft- und JDE-Produkte Oracles. Tomorrownow-Beschäftigte sollen Zugangsdaten von Oracle-Kunden genutzt haben, um tausende Softwareprodukte und andere vertrauliche Dokumente von Oracles Servern herunterzuladen. SAP räumte im Juli 2007 "unangemessene Downloads" von Oracle-Supportmaterial ein, auch wenn Tomorrownow berechtigt gewesen sei, sich im Auftrag seiner Kunden Material von Oracle zu holen. Ende Oktober 2008 hatte SAP den Geschäftsbetrieb von Tomorrownow eingestellt.


Testdada 02. Sep 2011

Dieses Urteil lässt doch den Schluss zu, dass bei den Amis doch noch halbwegs faire...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  2. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  3. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  4. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  5. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  6. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  7. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  8. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  9. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  10. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel