Bürgerrechte

Alvar Freude mit der SPD für IP-Vorratsdatenspeicherung

Der Softwareentwickler Alvar Freude vom Arbeitskreis Zensur will in Deutschland die Speicherung aller IP-Adressen durchsetzen. Er arbeitet dazu in einem beim SPD-Parteivorstand angesiedelten Gesprächskreis mit. Der Überwachungsgegner Felix von Leitner (Fefe) nennt Freude einen Verräter.

Anzeige

Der Internet-Bürgerrechtler Alvar Freude tritt zusammen mit einer SPD-Arbeitsgruppe für IP-Vorratsdatenspeicherung ein. Er fordert die Speicherung aller IP-Adressen von Internetnutzern in Deutschland für 80 Tage. Eine Herausgabe der Daten durch die Internetprovider und Telekommunikationskonzerne solle nur bei Straftaten und unter Richtervorbehalt erfolgen.

Der Fachanwalt für IT-Recht Thomas Stadler hält dagegen, dass IP-Adressen bei der Ermittlung im Bereich der Schwerstkriminalität praktisch keine Rolle spielten. Stadler: "Denn es gibt in diesem Bereich ganz andere Möglichkeiten, den Ermittlern stehen eine Fülle von Befugnissen der TK-Überwachung zur Verfügung."

Freudes Position zur Vorratsdatenspeicherung und der Speicherung von IP-Adressen ist nicht neu. Freude sagte der Zeit Online schon im Januar 2011: "Beim Speichern von IP-Adressen auf Vorrat sehe ich keine große Gefahr.". Er vertritt dies nach eigenem Bekunden seit rund zehn Jahren. Neu ist dagegen, dass der bekannte Aktivist für digitale Bürgerrechte sich mit der SPD-Führung für eine Form der Vorratsdatenspeicherung engagiert.

Freude arbeitet nach eigenem Bekunden als "Externer" in einem beim SPD-Parteivorstand angesiedelten Gesprächskreis Netzpolitik und digitale Gesellschaft mit. Dieser Gesprächskreis habe in den vergangenen Wochen einen Antrag zum Thema Vorratsdatenspeicherung formuliert. Am 30. August 2011 hatte Freude zusammen mit den SPD-Mitgliedern Jan Mönikes und Henning Tillmann ein Hintergrundgespräch mit dem nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) zum Thema Vorratsdatenspeicherung teilgenommen. Auch die Chefs des Landeskriminalsamts und des Geheimdienstes Verfassungsschutz waren eingeladen.

Zugleich greift Freude die Ernsthaftigkeit und Seriosität der Bürgerrechtler des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung an und wirft ihnen einen unseriösen Umgang mit Fakten vor. Freude: "Der kreative Umgang mit Statistiken in Teilen vom AK Vorrat schadet unser aller Glaubwürdigkeit."

Der Softwareentwickler und Überwachungsgegner Felix von Leitner (Fefe) hat Freude aufgefordert, seine Ämter in Bürgerrechtsorganisationen niederzulegen, die sich gegen Vorratsdatenspeicherung engagieren. "Wenigstens so viel Ehrgefühl solltest du in den Knochen haben, von damals, aus deinen Rebellentagen, als du noch für was gestanden hast", fordert Leitner.

Freude sagte Golem.de, dass die Speicherung aller IP-Adressen seiner Meinung nach keine Vorratsdatenspeicherung bedeute.


Trockenobst 01. Sep 2011

Äh, die CDU will die VDS. Somit ist das Argument irgendwie "lasch". Die SPD und ihre...

SoniX 31. Aug 2011

Na wenn er wirklich bei 111.111.111.111 aufhört ist meine ja nicht dabei :-) Ja ich...

Vanger 31. Aug 2011

wenn sie nicht Vorratsdatenspeicherung heißt... Voll krass ey, nix...

Baron Münchhausen. 31. Aug 2011

Punkt.

Jonah Ltd. 31. Aug 2011

Muss man unbedingt die Kritik von Fefe zitieren? Der ist ja nun immer ein ziemlich...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT Specialist Infrastructure Helpdesk (m/w)
    Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. Wirtschaftsinformatiker / Wirtschaftsingenieur / Wirtschaftsmathematiker (m/w)
    Bundeskartellamt, Bonn
  3. Anwendungsberater/-in SAP HR Talent Management
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  4. Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (m/w)
    santix AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Facebooks Regeln

    Fleischwunde ja, aber bloß keine Brüste

  2. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  3. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  4. Onlive Desktop Plus

    Der schnellste Browser fürs iPad kann auch Flash

  5. Test PS Vita und Spiele

    Totgeburt oder Ausstattungswunder?


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 12:40 Uhr

  2. Kommentare: 126 | letzter Beitrag 13:16 Uhr

  3. Kommentare: 106 | letzter Beitrag 22.02. 16:07

  4. Kommentare: 105 | letzter Beitrag 10:11 Uhr

  5. Kommentare: 79 | letzter Beitrag 22.02. 10:28

Mehr


  1. LG Optimus 4X HD

    Smartphone mit Android 4.0 und Quad-Core-Prozessor

  2. Samsung Star 3

    Touchscreen-Handy mit WLAN für 160 Euro

  3. LPDDR3

    1 GByte DDR3-Speicher für Smartphones und Tablets

  4. LG Optimus 3D Max

    Android-Smartphone mit 3D-Display und Gorilla Glass 2

  5. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  6. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  7. Raumfahrt

    Japanisches Unternehmen träumt von Weltraumfahrstuhl

  8. tz-Datenbank

    EFF gewinnt Streit um die Zeitzonen-Datenbank

  9. Mobiles Internet

    Datenrate ist Nutzern zu langsam

  10. Softwaresammlung

    Opensource-DVD 26.0 mit 485 Programmen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Test PS Vita und Spiele: Totgeburt oder Ausstattungswunder?
Test PS Vita und Spiele
Totgeburt oder Ausstattungswunder?

Ab sofort auch in Deutschland: Sony veröffentlicht die PS Vita - ein gutes, aber in der Anschaffung und im Unterhalt nicht gerade günstiges Spielgerät. Zum Auftakt hat Golem.de einen Blick auf Fifa Football, Dungeon Hunter: Alliance und ein Tanzspiel mit Michael Jackson geworfen.

  1. Test Spiele für PS Vita Rayman, Ridge Racer und eine elektronische Symphonie
  2. PS Vita im Test Ausstattungswunder mit Speicherproblem
  3. PS Vita Schlangen, Firmwareupdate und erster Minihack

iCloud: Apple baut Rechenzentrum neben Facebook
iCloud
Apple baut Rechenzentrum neben Facebook

Apple wird in Oregon ein Rechenzentrum errichten, das nicht weit von Facebooks Anlage entfernt ist. Facebook soll Apple zu der Ansiedlung geraten haben.

  1. Foxconns iFactory Erster Reporter besucht Apples Produktionsstätte
  2. Apple Store München Apple-Beschäftigte fordern mehr Lohn
  3. Apps Apple stoppt heimliches Kopieren von Adressbuchdaten

Patent: Canon könnte an spiegellosem Kamerasystem arbeiten
Patent
Canon könnte an spiegellosem Kamerasystem arbeiten

Canon hat in Japan ein Patent zugesprochen bekommen, das darauf hinweist, dass sich das Unternehmen längst in der Entwicklungsphase für eine spiegellose Digitalkamera mit Wechselobjektiven befindet. Die Papiere beschreiben ein Zoomobjektiv für eine solche Systemkamera.

  1. Objektive So geht es weiter mit Sonys NEX-System
  2. Olympus Systemkamera mit staub- und spritzwassergeschütztem Gehäuse
  3. Olympus Gerüchte um hochwertige Micro-Four-Thirds-Kamera

Zum Artikel