Strom für Mars und Mond: So könnte das lunare Kraftwerk aussehen.
Strom für Mars und Mond: So könnte das lunare Kraftwerk aussehen. (Bild: Galaxy Wire)

Raumfahrt

Atomkraft für andere Planeten

Die Nasa und das US-Energieministerium entwickeln gemeinsam ein Kraftwerk, das künftig auf fremden Himmelskörpern Energie für feste Stationen erzeugen soll. Es funktioniert mit radioaktiver Zerfallswärme.

Anzeige

Atomare Kleinkraftwerke könnten in Zukunft die Stromversorgung von Stationen auf anderen Himmelskörpern wie dem Mars oder dem Mond übernehmen. Das US-Energieministerium (US Department of Energy, DOE) und die US-Weltraumbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) haben ein entsprechendes Konzept auf der Konferenz der US-Chemikergesellschaft American Chemical Society (ACS) vorgestellt.

Anders als heutige Reaktoren sollten diese Reaktoren keine riesigen Anlagen sein, erklärte James E. Werner vom Idaho National Laboratory, einer Forschungseinrichtung des DOE bei Idaho Falls im US-Bundesstaat Idaho. Der Reaktor selbst sei knapp einen halben Meter breit und weniger als 80 Zentimeter hoch. Strukturen wie etwa Kühltürme seien unnötig.

Stirlingmotor und Uran

Kern dieses Systems mit der Bezeichnung Fission Surface Power ist ein Stirlingmotor, der Wärme in elektrischen Strom wandelt. Die Wärme liefert der Zerfall von Uran. Ein solcher Reaktor liefert eine Leistung von rund 40 Kilowatt. Ein Demonstrationssystem soll im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Die Nasa rechnet damit, dass das System Anfang des kommenden Jahrzehnts einsatzbereit sein wird.

Die meisten Weltraummissionen setzen als Energiequellen Solarmodule oder Brennstoffzellen ein. Für Satelliten oder Einrichtungen wie die Internationale Raumstation funktioniere diese Energieversorgung auch sehr gut, erklärte Werner. Auf dem Mond oder dem Mars stehe jedoch nicht immer Sonnenlicht zur Verfügung. Außerdem könne ein solches System auch in Schluchten, Kratern oder Höhlen aufgebaut werden, erklärte der DOE-Wissenschaftler.

Radionuklidbatterie für Curiosity

Der Marsrover Curiosity wird mit einem ähnlichen System, einer Radionuklidbatterie, ausgestattet. Diese wandelt die Wärme, die beim Zerfall von Plutonium-238 entsteht, in elektrische Energie. Dieses System nutzt allerdings keinen Stirlingmotor. Dadurch ist es zwar ineffizienter, aber robuster, da es ohne bewegliche Teile auskommt.

Die 242. Konferenz der ACS findet derzeit in Denver im US-Bundesstaat Colorado statt. Sie wurde am 28. August eröffnet und endet am 1. September.


__destruct() 04. Sep 2011

Natürlich kann dieses System reguliert werden. Eine Kernreaktion kann durch Steuerstäbe...

Testdada 30. Aug 2011

Deine Ideen mögen ja gut und recht sein, aber wie kommst du drauf? Es stand hier, niemals...

cicero 30. Aug 2011

Also, 40 Kilowatt, das reicht mir dicke. Ideal für ein kleines Haus. Einmal im Vorgarten...

GodsBoss 30. Aug 2011

Ich verweigere die Aussage, bis ich mit meinem Botnetz sprechen durfte.

Anonymer Nutzer 29. Aug 2011

Gibt es irgendeinen Planeten der weit genug entfernt ist. Auf dem solche...

Kommentieren



Anzeige

  1. Qualitätsingenieur/in für Software
    Robert Bosch Battery Systems GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt SAP-Applikation
    Müller Service GmbH, Aretsried, Freising, Leppersdorf, Dissen
  3. Senior Information Architect - Experte für Informationssicherheit (m/w)
    Enercon GmbH, Aurich
  4. IT-Desk Agents (m/w)
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Sim City Download
    8,99€
  2. Assassin's Creed Chronicles: China [Online Code für PS4]
    7,56€
  3. VORBESTELLAKTION: Star Wars Battlefront (PC/PS4/Xbox One)
    ab 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 19.11.

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Android-Tablet

    Google nimmt Nexus 7 aus dem Onlinestore

  2. Aerofoils

    Formel-1-Technik macht Supermarkt-Kühlregale effizienter

  3. Force Touch

    Apples Trackpad könnte künftig verschiedene Oberflächen simulieren

  4. Bodyprint

    Yahoo-Software verwandelt Touchscreen in Ohr-Scanner

  5. BKA

    Ab Herbst 2015 soll der Bundestrojaner einsetzbar sein

  6. Die Woche im Video

    Computerspiele, Whatsapp und Fire TV Stick

  7. Amtsgericht Hamburg

    Online-Partnervermittlungen dürfen kein Geld nehmen

  8. Elite Dangerous

    Powerplay im All

  9. Martin Gräßlin

    KDE Plasma läuft erstmals unter Wayland

  10. Canonical

    Ubuntus Desktop-Next soll auf DEB-Pakete verzichten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



The Ocean Cleanup: Ein Müllfänger für die Meere
The Ocean Cleanup
Ein Müllfänger für die Meere
  1. Vorbild Tintenfisch Tarnmaterial ändert seine Farbe
  2. Keine Science-Fiction Mit dem Laser gegen Weltraumschrott
  3. Maglev Magnetschwebebahn erreicht in Japan 590 km/h

GTA 5 im Technik-Test: So sieht eine famose PC-Umsetzung aus
GTA 5 im Technik-Test
So sieht eine famose PC-Umsetzung aus
  1. GTA 5 auf dem PC Erst beschränkter Zugriff, dann mehr Freiheit
  2. GTA 5 PC Rockstar Games gibt Systemanforderungen für Ultra-HD bekannt
  3. GTA 5 PC angespielt Los Santos ohne Staubschleier

Hello Firefox OS: Einfacher Einstieg in die App-Entwicklung mit Firefox OS
Hello Firefox OS
Einfacher Einstieg in die App-Entwicklung mit Firefox OS
  1. Biicode Abhängigkeitsverwaltung für C/C++ ist Open Source
  2. Freie Bürosoftware Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne
  3. ARM-SoC Allwinner verschleiert Lizenzverletzungen noch weiter

  1. Re: Graphenoxid ist nicht Graphen

    Netzweltler | 10:01

  2. Re: Gibt es eigentlich in Elite

    OxKing | 09:50

  3. Re: ¤3,5/Kg?

    gs2 | 09:48

  4. @Mobile Seite: Kommt wohl auf den User-Agent an.

    Sybok | 09:45

  5. Re: und wie sieht es mit der Sörerhaftung aus?

    limo_ | 09:44


  1. 09:56

  2. 15:17

  3. 10:05

  4. 09:50

  5. 09:34

  6. 09:01

  7. 18:41

  8. 16:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel