Etherpad Lite basiert auf Node.js.
Etherpad Lite basiert auf Node.js. (Bild: Etherpad Foundation)

Schlank und schnell

Mehrbenutzereditor Etherpad Lite 1.0 veröffentlicht

Die Etherpad Foundation hat den von Google als Open Source veröffentlichten Mehrbenutzereditor Etherpad fast komplett neu geschrieben und Etherpad Lite 1.0 veröffentlicht. Es basiert auf Node.js und soll mit deutlich weniger Ressourcen auskommen als das Original.

Anzeige

Finanziert von der englischen Firma Primary Technology und unterstützt von der Etherpad Foundation, hat Peter Martischka in rund zwei Jahren Etherpad auf Node.js portiert. Die einst von Google für Google Wave gekaufte Software Etherpad wurde Ende 2009 als Open Source freigegeben. Sie läuft im Browser und ermöglicht es mehreren Nutzern gleichzeitig, an einem Dokument zu arbeiten.

Schon kurz nach der Freigabe von Etherpad als Open Source entstanden die ersten alternativen Etherpad-Server, nachdem Google angekündigt hatte, die Etherpad-Server abzuschalten. Auch die Piratenpartei in Deutschland setzte eigene Etherpad-Server auf, was später zu einer wohl sinnlosen Beschlagnahmung der Server führte.

Doch technisch gesehen war Etherpad "ein Monster, bei dem man als Admin froh war, wenn es lief und sich machtlos fühlte, wenn es Probleme gab", wie Peter Martischka seine Idee für eine Portierung von Etherpad auf Node.js erläutert. Martischka war einer der Administratoren der Etherpad-Server der Piratenpartei. Die Java Virtual Machine, unter der Etherpad läuft, benötige im laufenden Betrieb bis zu 2 GByte Speicher, "die CPU-Last war durchgehend auf 100 Prozent, der Server reagierte meist nicht mehr und auch mehrere CPU-Kerne brachten keine Abhilfe", sagt Martischka. Bis heute werde das Piratenpad jede Nacht neu gestartet, um die Probleme von Memory Leaks und Endlosschleifen einzudämmen.

  • Neues Chat-Popup legt sich über das Etherpad.
  • Hauptansicht des Editiermodus lässt leicht in andere Applikationen einbetten.
  • Per Timeslider kann nachverfolgt werden, wie sich ein Dokument geändert hat.
  • Etherpad Lite mit integrierter Chat
Neues Chat-Popup legt sich über das Etherpad.

Daher entschied sich Martischka, Etherpad von der javabasierten Javascript-Implementierung Rhino auf Node.js zu portieren. Anfangs belächelt, veröffentlichte die Etherpad Foundation in der vergangenen Woche Etherpad Lite 1.0. Dabei handelt es sich nicht um eine Kopie von Etherpad, vielmehr wurde die Software neu ausgerichtet. Etherpad Lite sei nicht als eigenständige Applikation konzipiert, "sondern mehr als Plugin für andere Plattformen", erklärte Martischka.

Etherpad Lite heißt der neue Mehrbenutzereditor, weil er nicht den gleichen Funktionsumfang besitzt wie das Original.

Dafür kommt Etherpad Lite mit deutlich weniger Hardwareressourcen aus als Etherpad. Die Software läuft unter Windows, Mac OS X und Unix-artigen Betriebssystemen, einschließlich Linux, ist Open Source und verfügt über ein vollständig dokumentiertes API. So soll sich Etherpad Lite leicht in ein CMS oder eine Website integrieren lassen. Dazu liegen Beispiele für jQuery und PHP bei.

Martischka, der die Software - zuletzt finanziert durch Primary Technology - in Vollzeit entwickelt hat, kehrt derweil von England nach Deutschland zurück und sucht nach einem neuen Arbeitgeber, der ebenfalls Interesse an Etherpad Lite hat. Sollte er damit keinen Erfolg haben, wird es wohl wieder zu einem Wochenendprojekt.

Etherpad Lite 1.0 steht unter etherpad.org zum Download bereit. Der Code wird auf Github gehostet und Peter Martischka bietet unter pad.pitapoison.de eine Installation von Etherpad Lite zum Testen an.


vukoxx 30. Aug 2011

wat denn.. hab mich doch sogar bedankt 4dacrap abgesehen davon.. gibts denn alternativen...

elgooG 30. Aug 2011

Monate? Wohl kaum. Ich habe nochmal nachgesehen und offenbar ist die aktuellste Version...

ArUmNIaX 29. Aug 2011

Mit Googledocs kann auch ohne Account gearbeitet werden solange nur einer ein Account...

ike 29. Aug 2011

Wir nutzen es intensiv für Protokolle und zum gemeinsamen Brainstormen. Es ist auch gut...

maxule 29. Aug 2011

... um Bankdaten mit Pin gegen Bitcoins zu verkaufen. :-(((

Kommentieren



Anzeige

  1. Data Analyst & Application Manager SCM (m/w)
    Weleda AG, Schwäbisch Gmünd
  2. Teilprojektleiter/in Enterprise Architecture Management (EAM)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. IT-MA System Administrator / Support (m/w)
    BWT Pharma & Biotech GmbH, Bietigheim-Bissingen
  4. Projektleiter/in - Software für webbasierte Fahrzeugdiagnose
    Robert Bosch GmbH, Plochingen

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Grand Budapest Hotel [Blu-ray]
    8,97€
  2. TIPP: 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Die Unfassbaren, Escape Plan, RED 2, Braveheart, Fast & Furious 6, Titanic)
  3. TIPP: PS4-Spiele reduziert
    (u. a. GTA V 42,33€, Project CARS 43,79€, Tamriel Unlimited 43,79€, Alien: Isolation Ripley...

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Grüne

    Rechtsanspruch auf Breitband soll 12 Milliarden Euro kosten

  2. Überwachung

    BND-Akten zeigen die Sorglosigkeit deutscher Diplomaten

  3. Management

    Intel-Präsidentin tritt zurück und Mobile-Chef muss gehen

  4. Digital

    Paypal-Käuferschutz auch für Downloads

  5. UI-Framework

    Qt 5.5 vereinfacht 3D-Darstellungen

  6. Security

    Viele VPN-Dienste sind unsicher

  7. Anna's Quest im Test

    Mit Telekinese gegen die böse Hexe

  8. Österreich

    Provider müssen illegale Filmportale sperren

  9. Snapdragon 810 v2.1

    Oneplus' Two nutzt verbesserte Chipsoftware

  10. Musik-Streaming-Dienste

    Apple Music klingt wie alle anderen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IMHO: DNSSEC ist gescheitert
IMHO
DNSSEC ist gescheitert

Pebble Time im Test: Nicht besonders smart, aber watch
Pebble Time im Test
Nicht besonders smart, aber watch
  1. Smartwatch Pebble Time kostet außerhalb von Kickstarter 250 Euro
  2. Smartwatch Apple gibt iOS-App für die Pebble Time frei
  3. Smartwatch Pebbles iOS-App wird von Apple nicht freigegeben

Radeon R9 Fury X im Test: AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
Radeon R9 Fury X im Test
AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
  1. Radeon R9 390 im Test AMDs neue alte Grafikkarten bekommen einen Nitro-Boost
  2. Grafikkarte AMDs neue R7- und R9-Modelle sind beschleunigte Vorgänger
  3. Grafikkarte AMD kündigt Radeon R9 Fury X und R9 Nano an

  1. Re: IMO Größter Vorteil gegenüber der Konkurrenz...

    katzenpisse | 18:33

  2. Re: Frage

    jidmah | 18:33

  3. Re: nun ja - Apple Music sehe ich sowieso kritisch

    jo-1 | 18:32

  4. Unöffenbare tür?

    KlugKacka | 18:31

  5. Da fragt man sich schon, für was die so gut...

    berritorre | 18:28


  1. 18:34

  2. 17:58

  3. 16:50

  4. 15:30

  5. 15:24

  6. 15:18

  7. 14:00

  8. 12:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel