Qfly

Drohne inspiziert Solarkraftwerk

Das DLR testet, ob sich Drohnen für den Einsatz in Solarthermiekraftwerken eignen. Die Drohne wird mit einer Kamera ausgestattet und soll die Spiegel kontrollieren.

Anzeige

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine Technik entwickelt, mit der die Formtreue der Spiegel eines Solarkraftwerkes vermessen werden kann. Eine Drohne überfliegt die Solarkollektoren und nimmt Bilder davon mit einer hochauflösenden Digitalkamera auf.

Die Spiegel von Solarthermiekraftwerken sind empfindliche Einrichtungen. Nur wenn sie präzise ausgerichtet und genau der Sonne nachgeführt werden, können sie das sogenannte Wärmeträgermedium (Heat Transfer Fluid HTF) - Öl, Wasser oder Salz - ausreichend erhitzen. Deshalb kommt den optischen Konzentratoren eine Schlüsselrolle zu, um den angestrebten Gesamtwirkungsgrads eines Solarthermischen Kraftwerks zu erreichen Um die optische Genauigkeit solcher Anlagen effizient zu überprüfen, hat das DLR ein Messverfahren entwickelt, um die die Solarkollektoren aus der Luft mit Hilfe eines unbemannten Fluggeräts (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) zu vermessen.

Spanisches Solarkraftwerk

Qfly (fliegende Qualifizierung) heißt das Projekt: Dabei kommen Quadrocopter des Siegener Unternehmens Microdrones zum Einsatz. In der Erprobungsphase werden damit die Parabolrinnenkollektoren des Solar-Forschungszentrums Plataforma Solar de Almería (PSA) in Südspanien vermessen. Später soll QFly für die Qualifizierung von kommerziellen Solarthermischen Kraftwerken eingesetzt werden.

PSA ist ist Europas größtes Testzentrum für Solarthermie. Sie wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut und dient seither der Erforschung unterschiedlicher Technologien. Neben zwei Solartürmen und vielen anderen Einrichtungen verfügt die PSA auch über mehrere Parabolrinnenkollektoren, an denen Qfly auf den Einsatz in kommerziellen Kraftwerken vorbereitet wird.

Drohne mit Kamera

Eine Drohne vom Typ MD4-1000 ist Träger der Technologie. Ausgestattet mit einer Autopilotfunktion und der Kamera fliegt sie die Kollektorreihen ab und nimmt die Messbilder auf. Eine automatisierte Auswertung dieser Daten ermöglicht die Identifizierung falsch ausgerichteter und deformierter Spiegel.

MD4-1000 ist ein Quadrocopter mit vier Auslegern, an denen die Rotoren befestigt sind. Das UAV wiegt knapp 2,7 Kilogramm und kann mit einer Nutzlast von maximal 1,2 Kilogramm beladen werden. Die Flugdauer beträgt je nach Nutzlast - bei Qfly etwa 650 Gramm - etwa eine halbe Stunde.

Drohne filmt Tiere

Der japanische Fernsehsender TBS Television Japan hat kürzlich eine Drohne dieses Typs eingesetzt, um Tiere in der Serengeti zu filmen. Vorteil des UAV ist, dass es kleiner und vor allem leiser als ein Flugzeug oder ein Hubschrauber ist und deshalb die Tiere weniger stört.

Die DLR-Forscher wollen die Ergebnisse des Projekts in Kürze auf der Konferenz Solarpaces vorstellen, die vom 20. bis 23. September 2011 im südspanischen Granada stattfindet.


flow77 29. Aug 2011

Ja und Bild wird auch berichten dass an Board wahrscheinlich Osama bin Laden der II...

Ach 27. Aug 2011

So eine Drohne müsste sich gegen fest installierte Kameras oder solche, die entlang einer...

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  2. Entwicklungsingenieur (m/w) Systemarchitektur / Systems Engineering
    Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG, Überlingen am Bodensee
  3. Manager (m/w) Wechselprozesse in SAP IS-U
    über InterSearch Personalberatung GmbH & Co. KG, Norddeutschland
  4. IT-Projektleiter/in
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

    •  / 
    Zum Artikel