Kuba-Embargo

Onlinehändler wollen einstweilige Verfügung gegen Paypal

Deutsche Onlinehändler wollen Paypal zwingen, Kontosperrungen wegen des Handelsembargos gegen Kuba aufzugeben. Sie rechnen sich gute Chancen auf einen juristischen Erfolg aus.

Anzeige

Deutsche Onlinehändler wollen sich gemeinsam gegen die Willkür von Paypal wehren. Im Streit um Kontensperrungen wegen kubanischer Waren will der Spirituosenhändler Bardealer.de jetzt per einstweiliger Verfügung einen Schnellentscheid gegen Paypal erwirken. Der Musterprozess wird von den Unternehmen Rum & Co, Weinquelle Lühmann, Kölner Rum Kontor, Getränke Paradies Wolf, Rum Paradise und dem Netzwerk Kuba unterstützt. Der US-Zahlungsabwickler zwingt die Shopbetreiber, kubanische Waren aus dem Programm zu nehmen und hat die Konten der Unternehmen eingefroren.

Der US-Konzern eBay hatte das Vorgehen mit dem völkerrechtlich umstrittenen Embargo gegen Kuba begründet, das die USA im Jahr 1962 gegen das Land verhängt hatten. Der Verkauf kubanischer Waren verstoße gegen die Paypal-Nutzungsbedingungen.

Paypal sperrte die Konten der Unternehmen im Juli 2011 und hat sie bis heute nicht wieder eröffnet. "Ein Schlag für die Shops, die einen Großteil ihrer Verkäufe über das Onlinezahlungssystem abrechnen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Internethändler. Bardealer.de und Rumundco.de hatten zuvor bis zu 70 Prozent ihrer Umsätze über Paypal abgewickelt, so die Unternehmen.

Nach Ansicht der Anwälte der Shopbetreiber stehen die Chancen für einen positiven Ausgang gut. "Paypal Europe mit Sitz in Luxemburg beruft sich in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen zwar auf eine mögliche Sperrung bei Gesetzesverstößen, zu denen auch der Verstoß gegen das Handelsembargo zählen würde, allerdings wird in denselben AGB darauf hingewiesen, dass das englische Recht für die Geschäftsbeziehung gilt." In Europa bestehe aber kein Handelsembargo gegen Kuba, so die Onlinehändler.

Die Internethändler verweisen auch darauf, dass Paypals Mutterkonzern eBay selbst weiterhin kubanischen Rum über Paypal abrechnen würde. Auch seien große deutsche Unternehmen wie Edeka und Rossmann mit ihren Onlineangeboten nicht von den Sperrungen betroffen.


TheDragon 16. Sep 2011

Solche Deals sind in Deutschland nicht zulässig. Es gelten verbindlich die Honorare nach...

shakeer 26. Aug 2011

Taiwan? Assembled in China? Ich glaube so gut wie alles was mit PC und ähnlichem zu tun...

Kommentieren




Anzeige
  1. Mitarbeiter B2B Service (m/w) International Polen
    Trusted Shops GmbH, Köln
  2. Informatiker / Fachinformatiker IT Support (m/w)
    CROWN Gabelstapler GmbH & Co. KG, München
  3. Fachinformatiker / Programmierer (m/w) Anwendungsentwicklung C#, VB, VBA
    KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG, Alsfeld
  4. IT Ingenieur/-in Fachgebiet Desktop Basic
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Blackberry

    RIM plant Massenentlassungen

  2. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  3. Renesas

    Chiphersteller will ein Drittel der Beschäftigten loswerden

  4. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  5. Samsung Galaxy S3

    Siri braucht sich nicht zu fürchten


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 173 | letzter Beitrag 27.05. 23:42

  2. Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45

  3. Kommentare: 83 | letzter Beitrag 02:00 Uhr

  4. Kommentare: 71 | letzter Beitrag 27.05. 22:20

  5. Kommentare: 66 | letzter Beitrag 02:26 Uhr

Mehr


  1. Renesas

    Chiphersteller will ein Drittel der Beschäftigten loswerden

  2. Blackberry

    RIM plant Massenentlassungen

  3. Browser

    Kauft Facebook Opera?

  4. Datenschutz

    Neue EU-Regeln zu Cookies treten in Kraft

  5. Libreoffice

    "Wir wollen Nutzer in die ODF-Welt ziehen"

  6. Golem.de guckt

    Freundesmassen

  7. SpaceX

    Dockingmanöver an der ISS abgeschlossen

  8. iOS

    Untethered Jailbreak für iOS 5.1.1 erschienen

  9. CSU-Vizechefin

    Aussagen zur Internetsucht sind absurd

  10. Schmerzlos

    MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Lockheed Martin: US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett
Lockheed Martin
US-Soldaten in Afghanistan bekommen Exoskelett

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

  1. Rüstung Ramsch-Technik aus China in US-Waffensystemen

Project Glass: Videoaufnahme mit der Google-Brille
Project Glass
Videoaufnahme mit der Google-Brille

Immer wieder zeigt Google seine Project Glass genannten Datenbrillen, ohne aber bislang konkrete Ankündigungen zu machen. Neben zahlreichen Fotos, die mit der Brille gemacht wurden, stellte Google nun auch ein erstes Video, das mit der Brille aufgenommen wurde, ins Netz.

  1. Gedämpfte Erwartungen Google-Brille mit reduziertem Interface
  2. Google-Brille Ein Blick, ein Foto
  3. Project Glass Googles Datenbrille auch für Fehlsichtige

PGP vs. Geheimdienste: "PGP ist weiterhin sicher"
PGP vs. Geheimdienste
"PGP ist weiterhin sicher"

Symantec hat sich zu den Aussagen der Bundesregierung geäußert, nach denen Geheimdienste in der Lage seien, SSH oder PGP zu knacken oder zu umgehen. Mathematisch gesehen sei kein wirksamer Angriff bekannt.

  1. Bundesregierung Deutsche Geheimdienste können PGP entschlüsseln
  2. Mobilfunk Achtung, Eltern lesen mit!
  3. Überwachungskameras Aldi-Manager zoomten Kundinnen unter den Rock

Zum Artikel