Die Sicherheit bei der Gema war nicht ausreichend.
Die Sicherheit bei der Gema war nicht ausreichend. (Bild: Anonymous/Screenshot: Golem.de)

Gema-Hack

Standardpasswörter verschlimmerten offenbar die Situation

Der Webserver der Gema stand im Intranet; nachdem sie ihn gehackt hatten, konnten Anonymous-Aktivisten nach eigener Darstellung von System zu System springen. Durch die Verwendung von Standardpasswörtern bei kritischen Systemen hatten sie leichtes Spiel.

Anzeige

Der Gema-Hack dürfte ein Lehrstück für so manchen Systemadministrator sein, der meint, dass Standardpasswörter schon ausreichen. Ein selbstverschuldetes Problem hat dazu geführt, dass Teile des Gema-Netzes komplett offen waren. Nach dem eigentlichen Hack des Webservers hatte Anonymous leichtes Spiel mit der Verwertungsgesellschaft.

  • vSphere-Client (Bild: Anonymous)
  • vSphere-Client (Bild: Anonymous)
  • iDRAC6 (Bild: Anonymous)
  • SQL-Injection als Anfang des Hacks (Bild: Anonymous)
vSphere-Client (Bild: Anonymous)

Die Anonypwnies Group hat ein Bild über den Hack im Internet verbreitet und außerdem diverse Redaktionen angeschrieben und das Vorgehen im Detail erläutert. Die Informationen sind mit Vorsicht zu genießen, da ihr Urheber prinzipbedingt nicht ermittelbar ist. Zudem hat Gulli.com zwei Anonypwnies-Hacker ausführlich befragen können. Die Details decken sich mit den Informationen und den Ausfällen bei der Gema.

Der erste Schritt war eine SQL-Injection

In dem Schreiben, das Golem.de vorliegt, heißt es, dass Anonypwnies für den Hack verantwortlich ist. Nachdem die Gruppe in den Webserver per SQL-Injection eingedrungen war - eine Sicherheitslücke soll dies möglich gemacht haben -, kam sie recht einfach in das Firmennetzwerk. Der Webserver steht laut Anonypwnies nämlich im Intranet. Allerdings war das Intranet selbst offenbar komplett geöffnet, nachdem ein Reverse Socks Server von den Hackern gestartet wurde.

Nach Darstellung der Hacker entdeckten sie dabei mehrere große Dell-Server, die über den Integrated Dell Remote Access Controller (iDRAC 6 über eine eigene Ethernet-Anbindung) steuerbar waren. Beispielsweise lassen sich Abstürze von Maschinen beheben oder das Power Management von VMwares ESXi-Server steuern. Die iDRAC-Anleitung bei Dell nennt weitere Details zu dem System.

Standardpasswort ermöglicht Kontrolle über mehrere virtuelle Maschinen 

elgooG 26. Jun 2012

Will ich doch hoffen, nachdem der Angriff nun schon fast ein Jahr her ist. ;-)

IpToux 25. Jun 2012

Das glaube ich nicht. Es sollten in der Regel immer!!!! Sonderzeichen wie: !$§%&/()-_...

heute4now 28. Okt 2011

Was kann man machen, wenn das Standardpasswort vergessen ist?

Atalanttore 03. Sep 2011

So etwas wie die GEZ gibt es in vielen Ländern mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk. Aber...

Atalanttore 03. Sep 2011

Für alle die doch mit der GEMA Mitleid haben: Wie gefallen euch die von der GEMA...

Kommentieren



Anzeige

  1. (Senior) Manager Enterprise Architecture/IT-Transformati- on (m/w)
    Media-Saturn-Holding GmbH, Ingolstadt
  2. Softwareingenieur (m/w) Software- und Systemlösungen für die Technik
    GADV Gesellschaft für Automatisierung mit Datenverarbeitungsanlagen mbH, Böblingen (südlich von Stuttgart)
  3. LeiterIn IT Schwerpunkt Intralogistik / Automatisierung
    über Consent Personal- und Managementberatung, Raum Frankfurt am Main
  4. Senior Java- / Web-Entwickler / Java- / Web-Entwickler (m/w)
    OCLC GmbH, Oberhaching

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming

    Wuaki lockt mit 4K-Filmen für Smart-TVs

  2. Banana Pi Router

    Ein erster Eindruck vom Bastelrouter

  3. Raumfahrt

    ISS-Besatzung nimmt 3D-Drucker in Betrieb

  4. Studium

    Mehr Erstsemester beim Informatikstudium

  5. Staatstrojaner

    Scanner-Software Detekt warnt vor sich selbst

  6. Assassin's Creed Unity

    Neuer Patch behebt über 300 Probleme

  7. Phased Array

    Ericsson und IBM entwickeln Antennen für 5G-Mobilfunk

  8. Mega

    Kim Dotcom sind angeblich die Millionen ausgegangen

  9. Die ROM-Ecke

    Slimkat - viele Einstellungen und viel Schwarz

  10. Mobilfunk

    Sony will Modellvielfalt bei Smartphones reduzieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Core M-5Y70 im Test: Vom Turbo zur Vollbremsung
Core M-5Y70 im Test
Vom Turbo zur Vollbremsung
  1. Benchmark Apple und Nvidia schlagen manchmal Intels Core M
  2. Prozessor Schnellster Core M erreicht bis zu 2,9 GHz
  3. Die-Analyse Intels Core M besteht aus 13 Schichten

Intel Edison ausprobiert: Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt
Intel Edison ausprobiert
Ich seh dich - das Mona-Lisa-Projekt
  1. Intel Edison Kleinrechner mit Arduino-ähnlichem Board als Breakout

Android 5.0: Lollipop läuft schneller ohne Dalvik und länger mit Volta
Android 5.0
Lollipop läuft schneller ohne Dalvik und länger mit Volta
  1. Android 5.0 Root für Lollipop ohne neuen Kernel
  2. Lollipop Android 5.0 für deutsche Nexus-Geräte ist da
  3. SE Android In Lollipop wird das Rooten schwer

    •  / 
    Zum Artikel