AR-App: Verkehrssicherheit auf Russisch
Drastische Mittel: Icons für Fahrzeug- und Personenschäden (Bild: Leo Burnett Worldwide/Screenshot: Golem.de)

AR-App

Verkehrssicherheit auf Russisch

Eine Smartphone-App soll die russischen Verkehrsteilnehmer auf die vielen Unfälle aufmerksam machen, die auf den Straßen der Großstädte passieren: Die Nutzer richten das Smartphone auf einen Straßenzug und bekommen alle Unfälle angezeigt, die dort passiert sind.

Anzeige

Russlands Straßen sind ein gefährliches Pflaster: Das russische Innenministerium hat deshalb eine Kampagne zur Verkehrssicherheit gestartet. Dazu gehört eine App, mit der Nutzer eines Smartphones prüfen können, wie sicher die Wege sind, die sie täglich benutzen.

Um der Verhältnisse auf den Straßen Herr zu werden, hat das Ministerium zu drastischen Mitteln gegriffen: Mit Hilfe der App, die Augmented Reality und GPS nutzt, sollen die Bürger der Hauptstadt Moskau sowie der übrigen Großstädte des Landes auf die zahlreichen Unfälle aufmerksam gemacht werden. Der Nutzer richtet sein Smartphone bei eingeschalteter Kamera auf die Straße und bekommt in das Bild eingeblendet, wie viele Unfälle auf dieser Kreuzung oder diesem Straßenstück passiert sind.

Stehend oder liegend

Dabei zeigen Icons an, um welche Art von Unfall es sich gehandelt hat: Ein Auto mit zwei gekreuzten Werkzeugen bedeutet, ein Fahrzeug wurde beschädigt. Erscheint statt der Werkzeuge ein schwarzes Kreuz, war das Fahrzeug ein Totalschaden. Eine stehende Figur mit einem roten Kreuz bedeutet, ein Fußgänger wurde verletzt. Liegt die Figur, wurde ein Fußgänger getötet. Klickt der Nutzer auf das Icon, kann er sich Fotos des Unfalls anschauen und nachlesen, was passiert ist. Die Daten stehen für diejenigen, die kein Smartphone haben, auch im Internet zur Verfügung.

"Wir glauben, dass man eine Nachricht personalisieren muss, wenn man das Verhalten der Menschen ändern möchte", heißt es in einem Video der Werbeagentur Leo Burnett, deren russischer Zweig die App im Auftrag des Innenministeriums gestaltet hat. "Wenn man ihnen zeigt, dass Gefahr sogar an Orten lauert, die sicher und friedlich erscheinen, kann man hoffen, dass die Menschen anfangen, darüber nachzudenken und anders handeln."

Drastische Werbung

Nicht nur die App selbst ist drastisch, sondern auch die Werbung dafür: Auf die Straßen wurden die Silhouetten von Körpern gemalt. An der Stelle des Kopfes befindet sich ein roter QR-Code, über den die App aufgerufen werden kann.

Russland hat die meisten Verkehrstoten in Europa: 2007 starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) auf den Straßen des Landes 36.000 Menschen. Das entspricht 25 Verkehrstoten je 100.000 Einwohnern. Im europäischen Schnitt sterben 13 von 100.000 Einwohnern bei Verkehrsunfällen. 60 Prozent davon waren Insassen von Autos. Die meisten Unfälle blieben der Öffentlichkeit jedoch verborgen, weil die Folgen sehr schnell geräumt würden, sagte die Werbeagentur.


worstcase 23. Aug 2011

alle zu tief in die Vodka Flasche geschaut. Wo liegt in Russland die promille grenze, so...

Pantoffel 22. Aug 2011

Tote Autos? :)

Blupp 22. Aug 2011

Eigentlich finde ich die Idee gar nicht so schlecht. Vielleicht nicht in dieser...

JeanClaudeBaktiste 22. Aug 2011

sind russisch inkasso zum opfer gefallen?

Kommentieren



Anzeige

  1. Berater für ERP-Software (m/w)
    MACH AG, Berlin, Lübeck, Düsseldorf, München
  2. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching
  3. Sachbearbeiter/-in - Kommunikation, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
    IT.Niedersachsen, Hannover
  4. Senior Service Manager Outsourced Operations Management (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. CoreOS Stable Channel

    Ein minimales Betriebssystem für Docker

  2. 100 KBit/s statt 100 MBit/s

    Kabel Deutschland wegen Filmsharing-Drosselung verurteilt

  3. LG Tapbook

    Das Android-Convertible mit Ultrabook-Hardware

  4. Webmail

    Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

  5. Akku

    US-Forscher entwickeln Akku mit Lithium-Anode

  6. Betriebssysteme

    Fehler im Linux-Kernel wegen GCC

  7. Microsoft

    Die Siedler von Catan als HTML5-Demo

  8. 25GE

    Ethernet mit 25 GBit/s pro Link wird zum Standard

  9. Swell

    Apple will Pandora-Konkurrenten kaufen und schließen

  10. Windows Phone 8.1

    Update soll Ordner und Case-Unterstützung bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel