Ausverkauf: Kodak will Patentpool für 3 Milliarden US-Dollar verkaufen
Antonio Perez im Jahr 2011 (Bild: Jonathan Ernst/Reuters)

Ausverkauf

Kodak will Patentpool für 3 Milliarden US-Dollar verkaufen

Kodaks Patente sind weit wertvoller als das ganze Unternehmen. Die Konzernführung will deshalb Schutzrechte verkaufen und hofft auf Interesse bei Tablet- und Smartphoneherstellern.

Anzeige

Eastman Kodak prüft den Verkauf von Patenten für rund 3 Milliarden US-Dollar. Das berichten das Wall Street Journal und die britische Financial Times. Der Wert des Patentpakets des 131 Jahre alten Fotokonzerns übersteigt den derzeitigen Börsenwert Kodaks um mehr als das Vierfache.

In fünf der vergangenen sechs Geschäftsjahre erwirtschaftete Kodak einen Verlust, da die Transformation zum Digital-Imaging-Unternehmen nach Ansicht von Experten nicht gelang. Die Kodak-Eigner hoffen nun, unter Tablet- und Smartphoneherstellern Käufer für die Patente zu finden.

Die Investmentbank Lazard hatte in dieser Woche das Kodak-Patentportfolio zum Verkauf angeboten und Kontakt mit möglichen Interessenten aufgenommen, hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren. Lazard hatte auch Nortel bei seinem Patentverkauf und Google bei seiner Übernahme von Motorola beraten. Es gebe bereits einen möglichen Kaufinteressenten, ein großes Unternehmen aus der Wireless-Branche, das sich mit dem Paket gegen Klagen absichern wolle. Die Kodak-Aktie legte nach Bekanntwerden des geplanten Patentverkaufs gestern um 26 Prozent zu.

Kodak hat seine Schutzrechte schon an diverse Handyhersteller lizenziert. Damit erzielte Kodak von 2008 bis 2010 einen Gewinn von 1,9 Milliarden US-Dollar. 2011 gingen die Einnahmen in dem Bereich aber zurück, erklärte ein Kodak-Aufsichtsrat.

Kurz nachdem Nortel seine Patente für 4,5 Milliarden US-Dollar veräußert hatte, begann Kodak ebenfalls, seinen Verkaufsplan zu verfolgen. Kodak will 1.100 Schutzrechte, und damit zehn Prozent seines Portfolios, abgeben. Konzernchef Antonio Perez hatte erklärt, dass Kodak die Patente weiterhin nutzen, aber nicht länger für Klagen einsetzen könnte.

Eines der zum Verkauf stehenden Patente auf eine Voransicht digitaler Bilder steht im Zentrum einer Klage Kodaks gegen Apple und Research In Motion. Laut Perez könnte dieses Schutzrecht allein 1 Milliarde US-Dollar wert sein.


iu3h45iuh456 18. Aug 2011

Noch vor nur 10 Jahren dürfte der Markenname so bekannt gewesen sein wie VW oder Coca...

Kommentieren



Anzeige

  1. Abteilungsleiter (m/w) IT-Technik, Einkauf und externe IT-Entwicklungen
    Fonds Finanz Maklerservice GmbH, München
  2. Entwicklungsingenieur Elektronik / Elektrotechnik / Mechatronik (m/w)
    SVZ System Validierungs Zentrum GmbH, Gaimersheim
  3. (Senior-)Berater (m/w) SAP CRM
    Capgemini Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  4. Fachinformatiker (m/w)
    Clemens Kleine Dienstleistungen GmbH & Co. KG, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Facebook, Google, Twitter

    Branchenweite Interessengruppe zum Open-Source-Einsatz

  2. Typ 007

    Leica Mittelformatkamera S filmt in 4K

  3. Cloud-Computing

    Mathematica Online für den Browser

  4. Taxi-Konkurrent

    Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

  5. Stadt München

    Zweiter Bürgermeister Münchens lobbyiert gegen Limux

  6. Wettbewerbsverfahren

    Justizminister Maas will an Googles Algorithmus

  7. Test Bernd das Brot

    "Dieses Spiel ist Mist"

  8. Apple

    Vorerst keine NFC-Funktion für deutsche iPhone-Käufer

  9. Sicherheitslücke bei Android

    AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein

  10. Betriebssystem

    Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Destiny: Schicksal voller Widersprüche
Test Destiny
Schicksal voller Widersprüche
  1. Destiny 500 Millionen US-Dollar Umsatz mit "steriler Welt"
  2. Destiny "Größter Unterschied sind sehr pixelige Schatten"
  3. Bungie Kostenloses Upgrade von Old- zu Current-Gen-Konsolen

Doppelmayr-Seilbahn: Boliviens U-Bahn der Lüfte
Doppelmayr-Seilbahn
Boliviens U-Bahn der Lüfte

Mobile Encryption App angeschaut: Telekom verschlüsselt Telefonie
Mobile Encryption App angeschaut
Telekom verschlüsselt Telefonie
  1. Magenta Mobil Deutsche Telekom startet neues Tarif-Portfolio
  2. Telekom Störungen bei der IP-Telefonie
  3. Quartalsbericht Telekom macht weiter keine genauen Angaben zu FTTH

    •  / 
    Zum Artikel