Anzeige
Das Bundesratsgebäude in Berlin
Das Bundesratsgebäude in Berlin (Bild: Bundesrat)

Soziale Netzwerke

Bundesrat fordert Löschknopf für Nutzerdaten

Der Datenschutz in sozialen Netzwerken geht dem Bundesrat nicht weit genug. In einem Gesetzentwurf zur Änderung des Telemediengesetzes fordert er daher sichere Standardeinstellungen und einen Löschknopf für persönliche Daten.

Soziale Netzwerke und Internetforen vernachlässigen den Datenschutz ihrer Nutzer. Das finden die Mitglieder des Bundesrates und wollen daran etwas ändern. In einem Gesetzentwurf zur Änderung des Telemediengesetzes (BT-Drucksache 17/6765) fordern sie daher, die Informationspflichten der Diensteanbieter gegenüber den Nutzern zu stärken.

Anzeige

Dabei hat der Bundesrat besonders Nutzer ohne tiefergehende technische Kenntnisse im Blick. Diese müssten jederzeit Zugang zu den datenschutzrechtlichen Informationen der Anbieter haben.

Als großes Problem sieht der Bundesrat in der Begründung für den Gesetzentwurf "die für Nutzer mangelnde Transparenz bei der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung persönlicher Daten". Die Schuld läge bei den Anbietern, die ihre Datenschutzhinweise so in ihren Nutzungsbedingungen verstecken, "dass die Nutzer - wenn überhaupt - erst zufällig nach vielen Klicks darauf stoßen".

Neben Transparenz vermisst der Bundesrat bei den Anbietern auch Aufklärung der Nutzer über die Risiken, die mit der Veröffentlichung persönlicher Informationen verbunden sind. Das gelte besonders für Kinder und Jugendliche, die "Gefahren für ihre Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre" unterschätzten.

Um neue Nutzer besser zu schützen, will der Bundesrat die Anbieter dazu verpflichten, als Standardeinstellung für die Freigabe von persönlichen Informationen "zunächst die höchste Sicherheitsstufe gemäß dem Stand der Technik" vorzugeben. Das soll gerade auch für die Auffindbarkeit und Nutzung der Daten durch externe Suchmaschinen gelten. Später können die Nutzer diese Einstellungen ändern, wenn sie das wünschen.

Schließlich will der Bundesrat etwas dagegen unternehmen, dass Anbieter Nutzerdaten auf ewig aufbewahren. Die Anbieter sollen deshalb Vorkehrungen treffen müssen, dass ein Nutzer veranlassen kann, dass "seine in dem Telemediendienst veröffentlichten Daten wieder gelöscht oder zumindest gesperrt werden bzw. anonymisiert werden".

Die Bundesregierung steht einem nationalen Alleingang in dieser Frage allerdings skeptisch gegenüber. In ihrer Stellungnahme zum Gesetzentwurf des Bundesrats spricht sie sich für eine europäische Lösung für Löschungsansprüche aus. Nur so könnte ihrer Meinung nach erreicht werden, dass sich der Rechtsanspruch auch gegen ausländische Anbieter durchsetzen ließe.


eye home zur Startseite
Freitagsschreib... 17. Aug 2011

Neuerdings auch posten. Aufs Tablet. Und dann vorlesen. Ist bei uns der Fall. Nicht...

Yeeeeeeeeha 17. Aug 2011

Der Wunsch krankt auch an der Faulheit der Entwickler, bzw. dem Unwillen der Firmen...

samy 16. Aug 2011

Doch auch bei denen sollte so ein "Löschknopf" möglich sein. Was denkst du was man alles...

elgooG 16. Aug 2011

http://img269.imageshack.us/img269/5973/1298157899002.jpg

zwangsregistrie... 16. Aug 2011

eben genau darin sehe ich ein Problem. "Gesperrt" reicht nicht.

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Spezialist / Entwickler (m/w)
    Bankhaus Lampe KG, Düsseldorf
  2. Software-Entwickler/in für den Bereich HMI
    Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  3. Ingenieur, Informatiker, Mathematiker (m/w)
    DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Neustrelitz
  4. Consultant Automotive Sales (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, München, Leinfelden-Echterdingen

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Battlefield 1 angespielt

    Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburts-Spritze

  2. Förderung

    Telekom räumt ein, dass Fiber-To-The-Home billiger sein kann

  3. Procter & Gamble

    Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

  4. AVM

    Routerfreiheit bringt Kabel-TV per WLAN auf mobile Geräte

  5. Oculus App

    Vive-Besitzer können wieder Rift-exklusive Titel spielen

  6. Elektroauto

    Supersportwagen BMW i8 soll 400 km rein elektrisch fahren

  7. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  8. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen

  9. Dota

    Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

  10. Die Woche im Video

    Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

Zelda Breath of the Wild angespielt: Das Versprechen von 1986 wird eingelöst
Zelda Breath of the Wild angespielt
Das Versprechen von 1986 wird eingelöst

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

  1. Re: Skins für Echtgeld sind doch echt bescheuert

    bentol | 03:40

  2. Re: Ich versteh gerade nur Bahnhof

    bentol | 03:24

  3. Re: Automatische Waffen beim WW1?

    teddybums | 02:38

  4. Golem.de: Magie für Profis (kT)

    Keridalspidialose | 02:06

  5. Re: Hahahaa was ein Schwachsinn!

    xMarwyc | 01:52


  1. 15:00

  2. 10:36

  3. 09:50

  4. 09:15

  5. 09:01

  6. 14:45

  7. 13:59

  8. 13:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel